{"id":7534,"date":"1998-08-16T00:00:00","date_gmt":"1998-08-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7534\/greenpeace-zahlt-nicht-schadenersatzforderungen-der-atom-lobby-ans-zustaendige-bundesamt-weitergeleitet\/"},"modified":"2019-05-30T08:08:26","modified_gmt":"2019-05-30T06:08:26","slug":"greenpeace-zahlt-nicht-schadenersatzforderungen-der-atom-lobby-ans-zustaendige-bundesamt-weitergeleitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7534\/greenpeace-zahlt-nicht-schadenersatzforderungen-der-atom-lobby-ans-zustaendige-bundesamt-weitergeleitet\/","title":{"rendered":"Greenpeace zahlt nicht: &#171;Schadenersatzforderungen&#187; der Atom-Lobby ans zust\u00e4ndige Bundesamt weitergeleitet"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute leitete die Umweltorganisation Greenpeace die &#171;Schadenersatzforderungen&#187; der AKW-Betreiber ans Bundesamt f\u00fcr Energie (BfE) weiter. Greenpeace ist nicht bereit, die Zeche f\u00fcr die fahrl\u00e4ssige Politik der Beh\u00f6rden und AKW-Lobby zu bezahlen. Die angeblich durch Greenpeace Aktionen verursachten Kosten sind das Resultat fehlerhafter Bewilligungsentscheide und willk\u00fcrlicher Aufwendungen der Atomkraftwerker. Dagegen werden die Aktionen von Greenpeace durch die Ospar-Ministerkonferenz von Ende Juli best\u00e4tigt. Sie hat die atomare Verseuchung durch die Wiederaufarbeitung international als Problem anerkannt. In einem Schreiben forderte deshalb Greenpeace Eduard Kiener auf, den Chef der Kontroll- und Bewilligungsbeh\u00f6rden, auf, die Rechnungen zu bearbeiten.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Z\u00fcrich. Greenpeace erhielt in den letzten Monaten Rechnungen von der NOK, der Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) und den SBB in der Gesamth\u00f6he von rund 370\u2019000 Franken. Dabei handelt es sich angeblich um Zusatzaufwendungen f\u00fcr die Abwicklung der Atomm\u00fcllexporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen von Sellafield (GB) und La Hague (F). Greenpeace hatte wiederholt mit Aktionen gegen die nachweislich gef\u00e4hrlichen Transporte und die wissenschaftlich dokumentierte Einleitung radioaktiver Abf\u00e4lle ins offene Meer protestiert. Seit Jahren wiegeln jedoch Beh\u00f6rden und AKW-Betreiber ab. Die Schlamperei im Zusammenhang mit den Transporten f\u00fchrt diese verantwortungslose Sch\u00f6nf\u00e4rberei endg\u00fcltig ad absurdum. Aufsichtsbeh\u00f6rden und die AKW-Betreiber haben das Vertrauen, das die Bev\u00f6lkerung in sie setzt, missbraucht. So wurden die meisten der Transport-Beh\u00e4lter \u2013 im Gegensatz zu offiziellen Beteuerungen \u2013 nie richtig getestet. Zudem macht sich die Schweiz mit dem Export von Atomm\u00fcll an der radioaktiven Verseuchung des Meeres schuldig. Diese Problematik wurde im Juli an der Ospar-Ministerkonferenz \u2013 unter Teilnahme der Schweiz &#8211; international anerkannt. Trotz offenkundiger Misswirtschaft verschanzen sich die Beteiligten hinter Schweigen. Greenpeace verlangt Aufkl\u00e4rung: Die Verfilzung zwischen Sicherheitsbeh\u00f6rde HSK und Atom-Lobby muss offengelegt, die Ursache der Container-Kontamination gekl\u00e4rt werden, die Schweiz muss Stellung zur Wiederaufarbeitungsfrage nehmen. Die Verletzung der Sorgfaltspflicht durch Betreiber und Kontrollbeh\u00f6rden, die Gegenstand von Strafverfahren und amtsinternen Untersuchungen sind, best\u00e4tigen die Notwendigkeit der Greenpeace Aktionen. Somit fehlt jegliche Grundlage, Greenpeace f\u00fcr den berechtigten Einsatz zum Schutz von Mensch und Umwelt zur Kasse zu bitten. Greenpeace fordert deshalb BfE-Direktor Eduard Kiener in einem Schreiben auf, &#171;diese Forderungen, sofern sie denn \u00fcberhaupt berechtigt sind, \u00fcber das Bundesamt f\u00fcr Energie, unter Ber\u00fccksichtigung der durch die Transporte involvierten Stellen, zu bearbeiten und gegebenenfalls zu bezahlen.&#187;<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Greenpeace Schweiz, Medienabteilung 01 \/ 447 41 41<br \/> Bundesamt f\u00fcr Energie (BfE) 031 \/ 322 94 11<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute leitete die Umweltorganisation Greenpeace die &#8220;Schadenersatzforderungen&#8221; der AKW-Betreiber ans Bundesamt f\u00fcr Energie (BfE) weiter. 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