{"id":7538,"date":"1998-09-07T00:00:00","date_gmt":"1998-09-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7538\/genmais-gefaehrdet-antibiotika-wirkung-aerztekammer-berlin-und-greenpeace-warnen-vor-gesundheitsgefahr-durch-gentechnisch-veraenderte-pflanzen\/"},"modified":"2019-05-30T08:08:31","modified_gmt":"2019-05-30T06:08:31","slug":"genmais-gefaehrdet-antibiotika-wirkung-aerztekammer-berlin-und-greenpeace-warnen-vor-gesundheitsgefahr-durch-gentechnisch-veraenderte-pflanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7538\/genmais-gefaehrdet-antibiotika-wirkung-aerztekammer-berlin-und-greenpeace-warnen-vor-gesundheitsgefahr-durch-gentechnisch-veraenderte-pflanzen\/","title":{"rendered":"Genmais gef\u00e4hrdet Antibiotika-Wirkung: \u00c4rztekammer Berlin und Greenpeace warnen vor Gesundheitsgefahr durch gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanzen"},"content":{"rendered":"<p><b>Vor gesundheitlichen Risiken durch den Anbau gentechnisch ver\u00e4nderter Maispflanzen haben der Pr\u00e4sident der Berliner \u00c4rztekammer, Dr. Ellis Huber, und der Gentechnik-Experte von Greenpeace, Dr. Jan van Aken, heute vor der Bundespressekonferenz in Berlin gewarnt. Dem Mais des Chemieunternehmens Novartis wurde im Labor ein Antibiotika-Resistenz-Gen eingebaut. Auf dem Acker oder im Magen-Darm-Trakt von Menschen und Tieren kann dieses Gen von Bakterien aufgenommen werden. Gef\u00e4hrliche Krankheitserreger k\u00f6nnten dann mit den gebr\u00e4uchlichen Antibiotika nicht mehr wirksam bek\u00e4mpft werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Berlin. <\/span><span class=\"text\"> Der Genmais wird bereits in Deutschland angebaut, in K\u00fcrze beginnt die Ernte. \u00c4rzte und Umweltsch\u00fctzer fordern gemeinsam die Bundesregierung auf, den Anbau gentechnisch ver\u00e4nderter Pflanzen mit Antibiotikaresistenz zu verbieten. Das Resistenzgen im Novartis-Mais gef\u00e4ehrdet die Wirkung von Antibiotika, in der Medizin h\u00e4ufig verwendet werden, darunter Ampicillin, Amoxicillin und verschiedene Penicilline. Die Medikamente werden bei Infektionen wie Lungen- und Gehirnhautentz\u00fcndungen, Keuchhusten, Scharlach oder Typhus verordnet. Dass es sich bei diesen Antibiotika um wichtige Medikamente handelt, belegen zw\u00f6lf Millionen Verschreibungen allein 1996 in Deutschland. Schon heute ist die Resistenz von Krankheitserregern gegen Antibiotika eine wachsende Gefahr f\u00fcr die wirksame Bek\u00e4mpfung von Infektionskrankheiten. Novartis hat in diesem Jahr gentechnisch ver\u00e4ndertes Saatgut f\u00fcr den Anbau von 350 Hektar Mais an deutsche Landwirte verteilt. Die Bauern k\u00f6nnen den Genmais nach Belieben als K\u00f6rnermais verkaufen oder an ihr Vieh verf\u00fcttern. Ob auf dem eigenen Hof oder in der Maism\u00fchle verarbeitet: der Genmais gelangt in unser Essen. &#171;Novartis muss sofort offenlegen, wo der Genmais w\u00e4chst, und daf\u00fcr sorgen, dass er aus dem Verkehr gezogen wird,&#187; fordert Jan van Aken. &#171;Der Genmais geh\u00f6rt weder auf den Acker noch auf den Teller.&#187; Wegen der Antibiotikaresistenz haben sich bereits mehrere EU-Mitgliedstaaten gegen den Novartis-Mais ausgesprochen, darunter auch das eher gentechnikfreundliche England. In Norwegen sind alle gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen mit Antibiotikaresistenzen verboten. \u00d6sterreich und Luxemburg haben ein Importverbot f\u00fcr den Novartis-Mais verh\u00e4ngt. Die bundesdeutsche &#171;Zentrale Kommission f\u00fcr Biologische Sicherheit&#187; (ZKBS) empfiehlt f\u00fcr die Zukunft den Verzicht auf Gene, die Resistenzen gegen therapeutisch bedeutende Antibiotika bewirken, und hat k\u00fcrzlich die Zustimmung zu einer genmanipulierten Kartoffelsorte mit einem Antibiotika-Resistenzgen verweigert.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Greenpeace Deutschland<br \/><\/span><\/p>\n<p><span class=\"linkliste\">                                                                                                                                               <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.de<\/a><br \/>                                      <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor gesundheitlichen Risiken durch den Anbau gentechnisch ver\u00e4nderter Maispflanzen haben der Pr\u00e4sident der Berliner \u00c4rztekammer, Dr. Ellis Huber, und der Gentechnik-Experte von Greenpeace, Dr. Jan van Aken, heute vor der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7538","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7538"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7538\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7538"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7538"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}