{"id":7542,"date":"1998-08-10T00:00:00","date_gmt":"1998-08-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7542\/stade-kletterer-protestieren-auf-akw-kuppel-fuer-atomausstieg\/"},"modified":"2019-05-30T08:08:37","modified_gmt":"2019-05-30T06:08:37","slug":"stade-kletterer-protestieren-auf-akw-kuppel-fuer-atomausstieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7542\/stade-kletterer-protestieren-auf-akw-kuppel-fuer-atomausstieg\/","title":{"rendered":"Stade: Kletterer protestieren auf AKW-Kuppel f\u00fcr Atomausstieg"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf der Kuppel des Atomkraftwerks Stade bei Hamburg haben 15 Greenpeace-Kletterer heute vormittag einen \u00fcberdimensionalen, acht Meter langen Abschalthebel installiert. Auf einem acht mal zehn Meter grossen Transparent fordern sie: &#171;Atomausstieg jetzt &#8211; Stade abschalten&#187;. Seit den achtziger Jahren ist bekannt, dass der Druckbeh\u00e4lter des \u00e4ltesten Druckwasserreaktors Deutschlands verspr\u00f6det und eine Gefahr darstellt. Mehrere hundert Tonnen Atomm\u00fcll wurden von Stade nach La Hague in Frankreich transportiert. Dort wird durch die Wiederaufarbeitung das Meer und die Region radioaktiv verseucht.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Hamburg\/Stade. Mit der Protestaktion der insgesamt 80 Aktivisten wird der \u00fcberf\u00e4llige Beginn des Atomausstiegs eingefordert. &#171;Diese Technik ist gef\u00e4hrlich, produziert Atomm\u00fcll und verseucht die Umwelt&#187;, sagt Michael Kuehn, Atomexperte bei Greenpeace. &#171;Wir m\u00fcssen weg davon und wir haben einen Ausstiegsplan daf\u00fcr.&#187; Greenpeace schl\u00e4gt ein &#171;Zehn-Punkte-Programm&#187; f\u00fcr den Ausstieg bis zum Jahr 2005 vor. Danach m\u00fcssen neun Reaktoren noch dieses Jahr vom Netz gehen. Alle weiteren Atommeiler werden nacheinander vom Netz genommen, sobald die sogenannten Abklingbecken f\u00fcr die abgebrannten Brennelemente auf dem Gel\u00e4nde der Atomkraftwerke voll sind. In den Abklingbecken werden die abgebrannten Brennst\u00e4be vor dem Abtransport zwischengelagert. Nach dem Greenpeace-Plan bleibt dieser Atomm\u00fcll am Standort und wird nicht zur Wiederaufarbeitung quer durch Europa verschoben. Wissenschaftler haben inzwischen mehrfach nachgewiesen, dass die Stromerzeugung ohne Atomkraft problemlos m\u00f6glich ist. Atomm\u00fcll-Transporte sind bereits wegen des Skandals um die verstrahlten Castor-Transportbeh\u00e4lter vor\u00fcbergehend ausgesetzt. Da in Stade im Fr\u00fchjahr 1999 der j\u00e4hrliche Wechsel der Brennelemente ansteht, die Lagerbecken aber voll sind, muss Stade notgedrungen abgeschaltet werden. &#171;Politik und Atomindustrie m\u00fcssen endlich einsehen, dass Atomreaktoren in Deutschland aus \u00f6kologischen, energiepolitischen und sicherheitstechnischen Gr\u00fcnden aufgegeben werden m\u00fcssen&#187;, sagt Michael Kuehn. &#171;Die n\u00e4chste Bundesregierung muss endlich eine \u00f6kologische und zukunftsorientierte Energieversorgung mit einem hohen Anteil regenerativer Energie auf den Weg bringen.&#187;<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Deutschland<br \/><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span class=\"linkliste\">http:\/\/www.greenpeace.de<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Kuppel des Atomkraftwerks Stade bei Hamburg haben 15 Greenpeace-Kletterer heute vormittag einen \u00fcberdimensionalen, acht Meter langen Abschalthebel installiert. 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