{"id":7544,"date":"1998-07-01T00:00:00","date_gmt":"1998-06-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7544\/neue-sicherheitsluecken-im-atommuellager-morsleben-dichtheit-des-endlagers-nicht-gewaehrleistet\/"},"modified":"2019-05-30T08:08:42","modified_gmt":"2019-05-30T06:08:42","slug":"neue-sicherheitsluecken-im-atommuellager-morsleben-dichtheit-des-endlagers-nicht-gewaehrleistet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7544\/neue-sicherheitsluecken-im-atommuellager-morsleben-dichtheit-des-endlagers-nicht-gewaehrleistet\/","title":{"rendered":"Neue Sicherheitsl\u00fccken im Atomm\u00fcllager Morsleben: Dichtheit des Endlagers nicht gew\u00e4hrleistet"},"content":{"rendered":"<p><b>F\u00fcr den in K\u00fcrze vom Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt erwarteten Beschluss im Verfahren um den Betrieb des einzigen deutschen Atom\u00fcllagers in Morsleben hat Greenpeace jetzt erneut grunds\u00e4tzliche Sicherheitsbedenken angemeldet.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Magdeburg\/Hamburg. Eine von den Umweltsch\u00fctzern beim Gericht in Magdeburg eingereichte geologische Expertise benennt Schwachstellen im Salzbergwerk, die auf eine mangelnde Wasserdichtheit von zur Atomm\u00fcll-Lagerung vorgesehenen Grubenteilen im &#171;Ostfeld&#187; der Anlage hinweisen. In diesem Teil des Bergwerks wurde vor kurzem unerwartet sogenanntes &#171;Hauptanhydritgestein&#187; entdeckt. Dieses Material beg\u00fcnstigt Wassereinbr\u00fcche in f\u00fcr die Endlagerung von Atomm\u00fcll vorgesehene Hohlr\u00e4ume. Auch das zust\u00e4ndige Bergamt in Stassfurt zweifelt deshalb inzwischen an der Sicherheit des Salzbergwerks und stoppte die geplante Nutzung des entsprechenden Einlagerhohlraumes im Ostfeld des Bergwerks. Dort war erst im Oktober 1997 mit der Einlagerung von Atomm\u00fcll begonnen worden. Greenpeace-Atomexpertin Inge Lindemann: &#171;Wenn Bundesumweltministerin Merkel mal wieder medienwirksam in das Atombergwerk Morsleben einf\u00e4hrt, kann es passieren, dass ihr die Decke auf den Kopf f\u00e4llt. Der Salzstock \u00fcber dem Atombergwerk hat Risse und ist undicht, Wasser kann eindringen und das Endlager einst\u00fcrzen. Die Strahlung w\u00fcrde in die Umwelt gelangen und die ganze Region gef\u00e4hrden. Wir fordern Frau Merkel auf, die Atomanlage in Morsleben sofort stillzulegen.&#187; Schon in der Vergangenheit sind von der Betreiberin wiederholt schwerwiegende Sicherheitsm\u00e4ngel vertuscht oder heruntergespielt worden. So f\u00fchrte die mangelnde Dichtheit des Salzes im Zentralteil des Endlagers Morsleben dazu, dass bereits w\u00e4hrend des laufenden Betriebes vorzeitige Verf\u00fcllungen vorgenommen werden m\u00fcssen. Zus\u00e4tzliche gravierende Sicherheitsprobleme ergeben sich aus der geringen Stabilit\u00e4t der Salzdecken im S\u00fcdfeld sowie durch L\u00f6sungszufl\u00fcsse ins gesamte Endlagerbergwerk, die st\u00e4ndig abgepumpt werden. &#171;Mit einer gr\u00fcndlichen Standorterkundung und einem atomrechtlich gebotenen Planfeststellungsverfahren h\u00e4tte es die Erweiterung des Atomm\u00fcll-Bergwerks in Morsleben nie gegeben. Die Schliessung von Endlagerbereichen wegen eklatanter Sicherheitsrisiken belegt eindeutig, dass zuwenig \u00fcber die geologische Situation im Salzbergwerk bekannt ist,&#187; so der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Ulrich Wollenteit. Wollenteit vertritt Umweltsch\u00fctzer gegen die Bundesregierung und das Land Sachsen-Anhalt in Klagen auf Schliessung von Morsleben. In Morsleben wurden bisher ca. 33&#8217;169 Kubikmeter Atomm\u00fcll sowie 1&#8217;442 andere Strahlenquellen endgelagert. Im Ostfeld lagern bereits 2160 Kubikmeter Strahlenabfall. Bis 2005 sollen insgesamt rund 20&#8217;000 Kubikmeter Atomm\u00fcll allein im Ostfeld endgelagert werden.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Deutschland<br \/><\/span><\/p>\n<p><span class=\"linkliste\"><a title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.de<\/a><br \/> <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den in K\u00fcrze vom Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt erwarteten Beschluss im Verfahren um den Betrieb des einzigen deutschen Atom\u00fcllagers in Morsleben hat Greenpeace jetzt erneut grunds\u00e4tzliche Sicherheitsbedenken angemeldet. Magdeburg\/Hamburg. 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