{"id":7546,"date":"1998-06-24T00:00:00","date_gmt":"1998-06-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7546\/die-politischen-probebohrungen-der-nagra\/"},"modified":"2019-05-30T08:08:45","modified_gmt":"2019-05-30T06:08:45","slug":"die-politischen-probebohrungen-der-nagra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7546\/die-politischen-probebohrungen-der-nagra\/","title":{"rendered":"Die politischen Probebohrungen der NAGRA"},"content":{"rendered":"<p><b>Neues aus dem Filz zwischen AKW-Betreibern und den (\u00dcberwachungs-)Beh\u00f6rden. Greenpeace wurde ein Protokoll einer vetraulichen Sitzung der Nationalen Genossenschaft f\u00fcr die Lagerung radioaktiver Abf\u00e4lle (NAGRA) vom Anfang dieses Jahres zugespielt. Das Protokoll enth\u00e4lt brisante \u00c4usserungen zum Thema Atomm\u00fcllentsorgung und zeigt einmal mehr: Wenn es um Atomenergie und deren M\u00fcllprobleme geht, dann sind AKW-Lobby und Beh\u00f6rden \u00abeine schrecklich nette Familie\u00bb.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Z\u00fcrich. Im Protokoll t\u00f6nt das Kommunikationskonzept der Nagra so: \u00abWesentlich ist eine Rollentverteilung zwischen Nagra, den Betreibergesellschaften und den Werken. Die Nagra muss sich als international anerkanntes, unabh\u00e4ngiges technisch-wissenschaftliches Kompetenzzentrum f\u00fcr die Entsorgung radioaktiver Stoffe positionieren. Sie arbeitet als Genossenschaft in \u00f6ffentlichem Interesse mit einem Auftrage des Bundes\u00bb. In Wahrheit aber zielt die Nagra direkt auf die politische Einflussnahme bei energiepolitischen Entscheiden, die wissenschaftliche Arbeit wurde n\u00e4mlich bei der Tagung gar nicht thematisiert. Im Nagra-Strategiepapier werden Themen wie \u00abGlobale Perspektiven der Kernenergienutzung\u00bb, \u00abMarkt\u00f6ffnung\u00bb oder \u00abEnergiedialog\u00bb analysiert und anschliessend die politischen Massnahmen formuliert. So soll beispielsweise eine Kollision der Atomenergiegesetz-Vernehmlassung mit dem zweiten Anlauf f\u00fcr ein Konzessionsgesuch am Wellenberg, welches auf Ende 1999 vorbereitet wird, vermieden werden. Ausserdem wird bef\u00fcrchtet, dass die Alpenkonvention das Projekt \u00abEndlager Wellenberg\u00bb gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. Die nationale Entsorgungsfirma f\u00fcr Atomm\u00fcll ist auch um eine Stellungnahme zuhanden ihrer Arbeitgeber nicht verlegen: Zur Markt\u00f6ffnung strebt die Nagra (sic!) eine Senkung der Stromerzeugungskosten aus Atomkraftwerken auf unter 5 Rp.\/kWh an. Massnahmen sieht die Nagra in der Erh\u00f6hung der Verf\u00fcgbarkeit der Werke, in der Senkung der Betriebs- und Instandhaltungskosten, in der Senkung der Entsorgungskosten und der Effizienzsteigerung bei den Beh\u00f6rden. Im Klartext: Weniger Sicherheit, mehr Gewinn. Unter Beteiligung des Bundes spielt die Nagra damit schamlos Interessenvertretung der Atomindustrie und zeigt in nicht zu \u00fcberbietender Weise auf, wie in der Schweiz die Atomwirtschaft, Bundesbh\u00f6rden und Teile der Wissenschaft heillos verfilzt sind. Greenpeace hat bereits im Zusammenhang mit den Atomtransporten eine Parlamentarische Untersuchungskommission gefordert. Das neueste Greenpeace zugespielte Dokument zeigt: Der Vetternwirtschaft von Atomeneggielobby und Beh\u00f6rden muss dringend ein Riegel geschoben werden. Auch das Thema Wiederaufarbeitung hat die Nagra nicht ausgelassen. Als mittelfristige Massnahme will sie die \u00abAkzeptanz\u00bb f\u00fcr diese menschengef\u00e4hrdende Technologie erreichen und die M\u00f6glichkeit weiterer Atomm\u00fclltransporte sicherstellen. Greenpeace und Kl\u00e4ger aus der Umgebung der Wiederaufarbeitungsanlagen hatten am Dienstag auf die verheerenden Auswirkungen der Wiederaufarbeitung an einer Pressekonferenz aufmerksam gemacht. Greenpeace l\u00e4dt nun die Mitglieder der parlamentarischen Kommission f\u00fcr Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) zu einer Reise in die betroffene Region La Hague in der Normandie ein.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Medienabteilung, 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues aus dem Filz zwischen AKW-Betreibern und den (\u00dcberwachungs-)Beh\u00f6rden. 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