{"id":7548,"date":"1998-07-06T00:00:00","date_gmt":"1998-07-05T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7548\/keine-aufhebung-des-verbots-fuer-atommuelltransporte\/"},"modified":"2019-05-30T08:08:48","modified_gmt":"2019-05-30T06:08:48","slug":"keine-aufhebung-des-verbots-fuer-atommuelltransporte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7548\/keine-aufhebung-des-verbots-fuer-atommuelltransporte\/","title":{"rendered":"Keine Aufhebung des Verbots f\u00fcr Atomm\u00fclltransporte!"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Umweltorganisation Greenpeace protestiert gegen die Wiederaufnahme der Atomm\u00fclltransporte in Frankreich. An der Aktion auf den Geleisen beim atomaren Umschlagplatz in Valognes nahmen 17 AktivistInnen aus den Kundenl\u00e4ndern der Wiederaufarbeitung teil \u2013 auch aus der Schweiz.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Valognes\/Z\u00fcrich. Die Greenpeace-Aktion fand heute morgen auf dem Bahnhof von Valognes, in der N\u00e4he der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague statt, wo die Atomm\u00fclltransporte von der Bahn auf die Strasse umgeladen werden. Der erste Waggon, der nach der Aufhebung des Transportverbots mit abgebrannten Brennelementen eintraf, wurde von 17 mit Schutzanz\u00fcgen und Schutzmasken ausger\u00fcsteten Greenpeace-AktivistInnen eingekreist. Die AktivistInnen-Gruppe stammt aus den Kundenl\u00e4ndern der Wiederaufarbeitungsfirma Cog\u00e9ma \u2013 neben Deutschland, Frankreich und Belgien war auch die Schweiz am Protest vertreten. Die Greenpeace-AktivistInnen hielten Transparente mit der Aufschrift &#171;Wer ist verantwortlich?&#187; und &#171;Wer ist schuld?&#187;. Greenpeace kritisiert die Wiederaufnahme der Transporte aufs Sch\u00e4rfste. Das Problem der verseuchten Atombeh\u00e4lter ist Insidern der Atomindustrie seit Jahren bekannt. Obwohl die Kontrollbeh\u00f6rden der betroffenen L\u00e4nder \u2013 so auch der Hauptabteilung f\u00fcr die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) \u2013 eine internationale Zusammenarbeit zur Kl\u00e4rung der Verseuchung angek\u00fcndigt hatten, sind bisher weder von franz\u00f6sischer noch von schweizerischer Seite befriedigende Erkl\u00e4rungen zur Ursache der Kontaminationen auf den Tisch gelegt worden. Wenn jetzt Frankreich die gef\u00e4hrlichen Atomm\u00fclltransporte im Alleingang wieder aufnimmt, scheint es sich vielmehr um eine international abgekartete Strategie zu handeln, um die Beh\u00f6rden der andern Kundenl\u00e4nder zu einer Lockerung des Transportverbots zu bewegen. Die Schweizerische Vereinigung f\u00fcr Atomenergie (SVA) rechnete bereits anfang Juni mit der baldigen Wiederaufnahme der Atomm\u00fclltransporte. Die Wahrheit \u00fcber das Ausmass der Kontaminationen ist jedoch noch l\u00e4ngst nicht aufgedeckt. Zu widerspr\u00fcchlich sind die Angaben der Wiederaufarbeitungsfirmen Cog\u00e9ma (Frankreich) und BNFL (Grossbritannien). Beispiel: Bei gleicher Handhabung des Beladevorgangs meldet England im Gegensatz zu Frankreich nur minime \u00dcberschreitungen der Grenzwerte (Sellafield: \u00dcberschreitung um 25 Prozent, La Hague: bis zu 360-fache \u00dcberschreitung). Bei den Leertransporten zu den Schweizer A-Werken kamen jedoch weitaus mehr Wagen und Atombeh\u00e4lter aus England in verschmutztem Zustand an als aus Frankreich. Greenpeace fordert den Bundesrat dringend auf, gegen die voreilige Wiederauf-nahme der Atomm\u00fclltransporte in Frankreich zu intervenieren und die neuesten Informationen zu den Kontaminationen offenzulegen.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Ueli M\u00fcller, Koordinator der Atomkamagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umweltorganisation Greenpeace protestiert gegen die Wiederaufnahme der Atomm\u00fclltransporte in Frankreich. 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