{"id":7554,"date":"1998-07-30T00:00:00","date_gmt":"1998-07-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7554\/erfolg-fuer-gentechnik-gegner-franzoesisches-moratorium-verhindert-anbau-von-genraps-auch-in-deutschland\/"},"modified":"2019-05-30T08:08:58","modified_gmt":"2019-05-30T06:08:58","slug":"erfolg-fuer-gentechnik-gegner-franzoesisches-moratorium-verhindert-anbau-von-genraps-auch-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7554\/erfolg-fuer-gentechnik-gegner-franzoesisches-moratorium-verhindert-anbau-von-genraps-auch-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Erfolg f\u00fcr Gentechnik-Gegner: Franz\u00f6sisches Moratorium verhindert Anbau von Genraps auch in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><b>Als einen &#171;Meilenstein&#187; in der Auseinandersetzung um die Freisetzung gentechnisch manipulierter Pflanzen bewertet Greenpeace die gestrige Ank\u00fcndigung von Frankreichs Premierminister Lionel Jospin, dass Frankreich in den n\u00e4chsten zwei Jahren keine Zulassungen f\u00fcr gentechnisch ver\u00e4nderten Raps und Zuckerr\u00fcben erteilen wird.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Hamburg. Damit wird es auch in Deutschland vor<br \/>\ndem Jahr 2000 nicht zu einem kommerziellen Anbau von Genraps<br \/>\nkommen. F\u00fcr den deutschen Gentechnikmulti Hoechst-AgrEvo ist dies<br \/>\nein herber R\u00fcckschlag, da er schon im n\u00e4chsten Jahr gentechnisch<br \/>\nver\u00e4nderte Sorten in Deutschland vermarkten wollte. Frankreich hat<br \/>\ndie Zulassung von genver\u00e4nderten Raps- und Zuckerr\u00fcbenpflanzen<br \/>\nzur\u00fcckgestellt, weil diese Pflanzen sich auch mit Wildpflanzen<br \/>\nkreuzen k\u00f6nnen. &#171;Gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanzen sind nicht<br \/>\nkontrollierbar. Einmal in die Umwelt entlassen, sind sie nie wieder<br \/>\nunter Kontrolle zu bekommen&#187;, sagt Jan van Aken, Gentechnik-Experte<br \/>\nvon Greenpeace. &#171;Mit Frankreich hat erstmals ein grosses<br \/>\neurop\u00e4isches Land den Risiken der Gentechnik Rechnung getragen und<br \/>\nder unkontrollierten Ausbreitung genmanipulierter Pflanzen einen<br \/>\nRiegel vorgeschoben. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich dem<br \/>\nBeispiel Frankreichs anzuschliessen und ebenfalls ein Moratorium zu<br \/>\nverh\u00e4ngen.&#187; Direkte Auswirkungen hat die Entscheidung auf eine<br \/>\ngenver\u00e4nderte Rapslinie der Firma Hoechst-AgrEvo, die bislang im<br \/>\nZulassungsprozess am weitesten fortgeschritten war und schon im<br \/>\nHerbst 1999 grossfl\u00e4chig auf deutschen \u00c4ckern angebaut werden<br \/>\nsollte. Das europ\u00e4ische Zulassungsverfahren f\u00fcr Gentechnikpflanzen<br \/>\nsieht vor, dass der Antrag auf Zulassung in einem EU-Mitgliedsland<br \/>\ngestellt und bearbeitet wird. Nach Konsultationen aller anderen<br \/>\nEU-L\u00e4nder muss dieses Land die abschliessende Genehmigung erteilen.<br \/>\nDie Rapslinie von Hoechst-AgrEvo wurde urspruenglich in Frankreich<br \/>\nangemeldet. Nachdem bereits im Juli letzten Jahres alle EU-L\u00e4nder<br \/>\nund die EU-Kommission der Zulassung zugestimmt hatten, fehlt jetzt<br \/>\nnur noch die Unterschrift Frankreichs unter das Zulassungsdokument.<br \/>\nDas gestern verk\u00fcndete Moratorium bedeutet, dass diese Unterschrift<br \/>\nvor dem Jahr 2000 nicht erteilt wird. Hoechst-AgrEvo hat<br \/>\ntheoretisch jetzt die M\u00f6glichkeit, den Zulassungsprozess \u00fcber ein<br \/>\nanderes EU-Land ganz von vorn zu beginnen &#8211; ein Prozess, der ein<br \/>\nbis zwei Jahre dauert. M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte Hoechst-AgrEvo auch<br \/>\n\u00fcber den Klageweg versuchen, eine Unterschrift Frankreichs unter<br \/>\ndas Dokument zu erzwingen. Da dieser Fall bislang einzigartig in<br \/>\nEuropa ist, gibt es bislang jedoch keine Erfahrungen mit einem<br \/>\nsolchen Klageweg. Der Raps hat sein Ursprungsgebiet in Europa und<br \/>\nverf\u00fcgt daher in unseren Regionen \u00fcber eine breite Vielfalt von<br \/>\nVerwandten. Das macht die grossfl\u00e4chige Anpflanzungen besonders<br \/>\ngef\u00e4hrlich, denn genmanipulierter Raps kann sich mit wilden<br \/>\nVerwandten kreuzen. Dabei k\u00f6nnen Pflanzen entstehen, die die<br \/>\nUnkrauteigenschaften der Wildpflanze mit der Giftunempfindlichkeit<br \/>\ndes Genraps kombinieren. In Schottland wurde nachgewiesen, dass<br \/>\ngenmanipulierter Raps andere Pflanzen bis in eine Entfernung von<br \/>\n2,5 Kilometer befruchtete.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Deutschland<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" target=\"_blank\" class=\"normal\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als einen &#8220;Meilenstein&#8221; in der Auseinandersetzung um die Freisetzung gentechnisch manipulierter Pflanzen bewertet Greenpeace die gestrige Ank\u00fcndigung von Frankreichs Premierminister Lionel Jospin, dass Frankreich in den n\u00e4chsten zwei Jahren keine&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7554","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7554"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7554\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7554"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7554"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}