{"id":7556,"date":"1998-07-05T00:00:00","date_gmt":"1998-07-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7556\/greenpeace-fordert-den-stopp-der-wiederaufarbeitung\/"},"modified":"2019-05-30T08:09:02","modified_gmt":"2019-05-30T06:09:02","slug":"greenpeace-fordert-den-stopp-der-wiederaufarbeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7556\/greenpeace-fordert-den-stopp-der-wiederaufarbeitung\/","title":{"rendered":"Greenpeace fordert den Stopp der Wiederaufarbeitung"},"content":{"rendered":"<p><b>Radioaktiv verstrahlte Proben aus der Region um die Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield plaziert Greenpeace heute morgen auf einem k\u00fcnstlich aufgesch\u00fctteten Strand direkt vor dem Tor des nieders\u00e4chsischen Atomkraftwerks Emsland in Lingen. &#171;Jetzt amtlich: Deutsche Atommanager verseuchen Strand, Meer und Menschen!&#187;, lautet der Vorwurf der Umweltsch\u00fctzer auf ihrem mitgef\u00fchrten Transparent.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Lingen\/Hamburg. Mit der Aktion protestiert Greenpeace gegen die Lieferung abgebrannter Brennelemente vom AKW Emsland nach Sellafield an der westenglischen K\u00fcste. Das AKW Emsland &#8211; Betreiber sind die VEW (Vereinigte Elektrizit\u00e4tswerke Westfalen) &#8211; ist deutscher Hauptkunde der Skandalanlage Sellafield. Greenpeace-Atomexperte Michael Kuehn: &#171;Die Betreiber des Atomkraftwerkes Emsland geh\u00f6ren mit ihren Atomm\u00fcllexporten nach Grossbritannien zu den Hauptschuldigen an der dortigen Umweltverseuchung. Um die Atomanlage Sellafield strahlt es wie nach Atombombentests. Wir haben Radioaktivit\u00e4t am Strand, im Meer, auf Viehweiden, im Ackerboden und in Tierk\u00f6rpern gefunden. Bei Kindern gibt es erh\u00f6hte Blutkrebsraten und in ihren Z\u00e4hnen kann man Plutonium aus Sellafield nachweisen. Kein einziges Gramm deutschen Atomm\u00fclls darf mehr dorthin geliefert und aufgearbeitet werden.&#187; Greenpeace-Aktivisten hatten in den letzten Wochen in der Umgebung der Atomanlage Sellafield verschiedene Boden-, Sediment- und Abwasserproben genommen. Erste Analysen haben ergeben, dass die Wiederaufarbeitung des Atomm\u00fclls bereits im &#171;Normalbetrieb&#187; der Anlage grosse Mengen Radioaktivit\u00e4t in die Umwelt freisetzt. T\u00e4glich werden rund neun Millionen Liter radioaktive Abw\u00e4sser aus der Anlage in die Irische See gepumpt. Von den Proben liegen jetzt amtliche Untersuchungsergebnisse der Hamburger Umweltbeh\u00f6rde vor. Die Beh\u00f6rde best\u00e4tigt, dass es sich dabei eindeutig um Atomm\u00fcll handelt. In einer der untersuchten Ackerbodenproben aus der Umgebung der Atomanlage Sellafield sind 1250 Becquerel des radioaktiven Isotops Americium-241 sowie 466 Becquerel Caesium-137 pro Kilo gefunden worden. Das Sediment am Einleitungsrohr enthielt sogar 23100 Becquerel Americium-241 und 1,14 Millionen Becquerel Caesium-137 pro Kilo. &#171;Diese Befunde lassen auf eine relativ weitr\u00e4umige Kontamination der Region um den Auslauf mit langlebigen Transuranelementen schliessen&#187;, schreibt die Hamburger Umweltbeh\u00f6rde in ihrem Analysebericht. Die radioaktiven Proben aus Sellafield hatte Greenpeace am 24. Juni mit seinem Schiff Beluga \u00fcber den Hamburger Hafen nach Deutschland eingef\u00fchrt. Mitarbeiter der Beh\u00f6rde f\u00fcr Arbeit, Gesundheit und Soziales der Hansestadt konfiszierten zun\u00e4chst das Material, in der Umweltbeh\u00f6rde wurde es dann analysiert. Die Beh\u00f6rde \u00fcbergab Greenpeace am vergangenen Freitag die Proben zum Transport in ein Labor der Bremer Universit\u00e4t, damit dort weitere Analysen durchgefuehrt werden k\u00f6nnen. Dorthin werden die Proben heute auch gebracht. Michael Kuehn: &#171;Wir sind mit den Proben zum Atomkraftwerk Emsland gekommen, um den Atommanagern die Folgen ihrer Politik deutlich vor Augen zu f\u00fchren. Keiner von ihnen kann jetzt noch sagen, er habe nichts gewusst: Die radioaktive Verseuchung einer ganzen Region unter aktiver deutscher Beihilfe muss sofort gestoppt werden. Es darf kein einziger Atomm\u00fcllexport nach Sellafield oder La Hague mehr stattfinden.&#187; Das AKW Emsland hat bisher 112 Tonnen Atomm\u00fcll dorthin geliefert. Weitere 338 Tonnen sollen noch nach Sellafield transportiert werden. Greenpeace hat heute den Vorstandschef des Betreibers Fritz Ziegler sowie verantwortliche und betroffene Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker zu einer Informationsfahrt nach Sellafield eingeladen. Sie sollen sich vor Ort ein Bild \u00fcber das ganze Ausmass der radioaktiven Verseuchungen machen.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Deutschland<br \/><\/span><\/p>\n<p><span class=\"linkliste\"><a title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.de<\/a><br \/> <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Radioaktiv verstrahlte Proben aus der Region um die Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield plaziert Greenpeace heute morgen auf einem k\u00fcnstlich aufgesch\u00fctteten Strand direkt vor dem Tor des nieders\u00e4chsischen Atomkraftwerks Emsland in Lingen. &#8220;Jetzt&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7556","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7556","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7556"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7556\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7556"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7556"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7556"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7556"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7556"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}