{"id":7562,"date":"1998-06-16T00:00:00","date_gmt":"1998-06-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7562\/kontaminierte-atomtransporte-teil-eines-riesenskandals-greenpeace-fordert-verbot-der-wiederaufarbeitung\/"},"modified":"2019-05-30T08:09:11","modified_gmt":"2019-05-30T06:09:11","slug":"kontaminierte-atomtransporte-teil-eines-riesenskandals-greenpeace-fordert-verbot-der-wiederaufarbeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7562\/kontaminierte-atomtransporte-teil-eines-riesenskandals-greenpeace-fordert-verbot-der-wiederaufarbeitung\/","title":{"rendered":"Kontaminierte Atomtransporte: Teil eines Riesenskandals! Greenpeace fordert Verbot der Wiederaufarbeitung"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Absicht des Bundesumweltministeriums, wieder Atomtransporte durchzuf\u00fchren, zeugt ebenso wie das Dr\u00e4ngen der Atomstromunternehmen PreussenElektra und Bayernwerke auf Wiederaufnahme der Transporte von der v\u00f6lligen Ignoranz gegen\u00fcber Gefahren und Folgen der Atomm\u00fcllbeseitigung. Diese Auffassung vertritt Heinz Laing, Leiter des Atombereiches bei Greenpeace, auf einer heute Mittag in Bonn stattfindenden Pressekonferenz.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Bonn\/Hamburg. Laing: &#171;Die Castoren schwitzen aus &#8211; die Politiker sitzen aus. Auf diese Formel l\u00e4sst sich die Atompolitik der Bundesumweltministerin Merkel bringen. Ihr Zehn-Punkte-Plan zur Verbesserung der Informationslage bei Atomtransporten ist allein ausgerichtet auf die schnelle Wiederaufnahme der Transporte. Business as usual &#8211; damit l\u00e4sst sich die \u00d6ffentlichkeit nicht abspeisen. Wer in Umweltaussch\u00fcssen \u00fcber Atomtransporte redet, darf \u00fcber die Folgen der Wiederaufarbeitung des Atomm\u00fclls und den Ausstieg aus der Atomenergie nicht schweigen.&#187; Die meisten der kontaminierten Atomtransporte waren auf dem Weg zu den Wiederaufarbeitungsanlagen im britischen Sellafield und franz\u00f6sischen La Hague. Greenpeace fordert deshalb, endlich auch die Folgen der Wiederaufarbeitung f\u00fcr Mensch und Umwelt auf die Tagesordnung zu setzen. Laing: &#171;Ohne die Wiederaufarbeitung des deutschen Atomm\u00fclls im Ausland h\u00e4tte es auch die kontaminierten Transportbeh\u00e4lter und -waggons nicht gegeben. Die kontaminierten Atomtransporte sind nur Teil einer Kette von Umweltverbrechen, die mit der Atomstromerzeugung unweigerlich verbunden sind.&#187; Die Wiederaufarbeitungsanlagen z\u00e4hlen zu den schlimmsten radioaktiven Verschmutzern der Welt. In der Umgebung von Sellafield beispielsweise wurden Tauben gefunden, deren Gefieder und K\u00f6rper extrem stark verstrahlt sind. Ihre Federn enthalten nach Messungen der Universit\u00e4t Bremen pro Kilogramm 250 000 Bq (Becquerel) Caesium-137, 20 000 Bq Americium-241 sowie 26 000 Bq alpha-strahlende Plutonium-Isotope: Die Tauben von Sellafield sind fliegender Atomm\u00fcll. Auch das Meer um Sellafield ist ausserordentlich stark verstrahlt. In Hummern aus der Irischen See wurden bis zu 52 000 Bq\/kg Technetium-99 gefunden; das ist mehr als das Vierzigfache des Grenzwertes der EU f\u00fcr Lebensmittel nach einem Atomunfall. Dennoch exportieren die Atomkraftwerksbetreiber &#8211; allen voran PreussenElektra &#8211; Atomm\u00fcll in immer gr\u00f6sseren Mengen nach Sellafield. Insgesamt ist die Verschiebung von rund 2000 Tonnen abgebrannter Brennelemente dorthin vorgesehen. Greenpeace-Atomexperte Dr. Helmut Hirsch: &#171;Frau Merkel verteidigt die radioaktive Verseuchung von Mensch und Umwelt durch die Wiederaufarbeitung als angeblich schadlose Verwertung. In der Bundesrepublik w\u00e4re eine so die Umwelt verschmutzende Anlage wie in Sellafield jedoch nie genehmigt worden. Wir verlangen ein Ende des skandal\u00f6sen Umweltdumpings auf Kosten unserer europ\u00e4ischen Nachbarn. Diese Umwelt- und Gesundheitsgef\u00e4hrdung muss ein Ende haben. Das Verbot der Atomtransporte ist ueberf\u00e4llig.&#187;<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Deutschland<br \/><\/span><\/p>\n<p><a title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Absicht des Bundesumweltministeriums, wieder Atomtransporte durchzuf\u00fchren, zeugt ebenso wie das Dr\u00e4ngen der Atomstromunternehmen PreussenElektra und Bayernwerke auf Wiederaufnahme der Transporte von der v\u00f6lligen Ignoranz gegen\u00fcber Gefahren und Folgen der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7562\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7562"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7562"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}