{"id":7584,"date":"1998-05-18T00:00:00","date_gmt":"1998-05-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7584\/atomtransporte-behaelter-nicht-getestet-oder-beim-crashtest-durchgefallen\/"},"modified":"2019-05-30T08:09:47","modified_gmt":"2019-05-30T06:09:47","slug":"atomtransporte-behaelter-nicht-getestet-oder-beim-crashtest-durchgefallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7584\/atomtransporte-behaelter-nicht-getestet-oder-beim-crashtest-durchgefallen\/","title":{"rendered":"Atomtransporte: Beh\u00e4lter nicht getestet oder beim Crashtest durchgefallen!"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Vertuschungsskandal um die kontaminierten Atomm\u00fclltransporte ist nur das j\u00fcngste Beispiel f\u00fcr die Schlamperei von Industrie und Beh\u00f6rden. Schon seit l\u00e4ngerem deckt die HSK manglende Sicherheitsvorkehrungen beim Transport von Atomm\u00fcll: Die meisten in der Schweiz verwendeten Beh\u00e4lter sind offensichtlich nie richtig getestet worden. Trotzdem sehen die Beh\u00f6rden keinen Handlungsbedarf, wie ein Schreiben an Greenpeace belegt. Greenpeace fordert nun die Offenlegung aller Sicherheitsnachweise s\u00e4mtlicher Beh\u00e4lter.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Z\u00fcrich. Jahrelang wurden in der Schweiz fehlkonstruierte Atomm\u00fcllbeh\u00e4lter des Typs NTL-11 per Bahn auf die Reise geschickt. Erst im M\u00e4rz vergangenen Jahres stellten die franz\u00f6sichen Sicherheitsbeh\u00f6rden fest, dass die Sicherheitsnachweise fehlten. Im Mai 97 forderten die Beh\u00f6rden vom britischen Beh\u00e4lterhersteller BNFL Nachweisdokumente. Die gew\u00fcnschten Tests f\u00fchrte die BNFL jedoch erst nach neun Monaten durch. Mit erschreckenden Ergebnissen: Bei Falltests rissen die Stossd\u00e4mpfer ab, ein weiterer Sturz und der vorgesehene Feuertest bei 800 Grad Celsius konnten gar nicht durchgef\u00fchrt werden, &#171;weil der NTL-11 die Feuerprobe nicht \u00fcberstanden h\u00e4tte&#187;, so das deutsche Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz. Dass der NTL-11 nie getestet worden ist, das wussten auch die Schweizer Beh\u00f6rden seit l\u00e4ngerem. Gleichwohl wurden die Fehlkonstruktionen jahrelang auch in der Schweiz f\u00fcr Atomm\u00fclltransporte in die britische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield eingesetzt. Obwohl das Bundesamt f\u00fcr Energie dem Beh\u00e4lter NTL-11 die Bewilligung mittlerweile entzogen hat, verl\u00e4sst es sich bei den anderen in der Schweiz gebr\u00e4uchlichen Beh\u00e4ltertypen immer noch blau\u00e4ugig auf die Angaben der Hersteller und die Bewilligungsverfahren anderer L\u00e4nder, wie dies das Bundesamt f\u00fcr Energie in einem Schreiben an Greenpeace best\u00e4tigte. Die \u00d6ffentlichkeit ist im Glauben, die Beh\u00e4lter seien getestet und w\u00fcrden strengen Sicherheitsanforderungen unterworfen. Dies wird von den Beh\u00f6rden und der Industrie u.A. mit Bildern von britischen Crashtests suggeriert. Die in diesen Tests gezeigten Beh\u00e4lter sind jedoch von der Form her anders konstruiert als jene Beh\u00e4lter, die in der Schweiz zum Einsatz gelangen. Selbst im Amtsbericht zuhanden des EVED (1992) gaukeln die Sicherheitsbeh\u00f6rden den eigenen vorgesetzten Stellen vor, dass die Beh\u00e4lter strenge Tests \u00fcberstehen m\u00fcssten, damit die Beh\u00e4lter f\u00fcr den Transport abgebrannter Brennelemente zugelassen w\u00fcrden.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Wendel Hilti, Koordinator der Atomkampagne 01 \/ 447 41 41<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Vertuschungsskandal um die kontaminierten Atomm\u00fclltransporte ist nur das j\u00fcngste Beispiel f\u00fcr die Schlamperei von Industrie und Beh\u00f6rden. Schon seit l\u00e4ngerem deckt die HSK manglende Sicherheitsvorkehrungen beim Transport von Atomm\u00fcll:&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7584","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7584"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7584\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7584"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7584"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}