{"id":7588,"date":"1998-05-27T00:00:00","date_gmt":"1998-05-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7588\/nach-pakistanischen-tests-totales-atomwaffenverbot-dringender-denn-je\/"},"modified":"2019-05-30T08:09:53","modified_gmt":"2019-05-30T06:09:53","slug":"nach-pakistanischen-tests-totales-atomwaffenverbot-dringender-denn-je","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7588\/nach-pakistanischen-tests-totales-atomwaffenverbot-dringender-denn-je\/","title":{"rendered":"Nach pakistanischen Tests: Totales Atomwaffenverbot dringender denn je"},"content":{"rendered":"<p><b>Aus Sicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigen die heutigen pakistanischen Atombombentests, dass eine internationale Verst\u00e4ndigung auf ein totales Verbot von Atomwaffen dringend notwendig ist. Die bisherigen Abkommen, zum Beispiel der Atomteststopp-Vertrag, reichen nicht aus, um eine neue Runde des nuklearen Wettr\u00fcstens zu verhindern.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Hamburg. Wir sind entsetzt, dass Pakistan seine Drohung wahr gemacht hat, sagt Heinz Laing, Greenpeace-Atomexperte. &#171;Heute hat sich gezeigt, wie verh\u00e4ngnisvoll es ist, sich damit abzufinden, dass Staaten wie Indien und Pakistan Abr\u00fcstungsvertr\u00e4ge nicht unterzeichnen. F\u00fcr Asien ist das eine politische Zeitbombe&#187;, so Laing. Wenn sich nun Atomm\u00e4chte wie die Vereinigten Staaten \u00fcber die pakistanischen Tests ereiferten, so sei das ein Zeichen von Doppelmoral. Gerade ihr Festhalten an Atomwaffen sei ein schlechtes Vorbild f\u00fcr L\u00e4nder in der Region. Durch die pakistanischen Tests sind die Bef\u00fcrchtungen wahr geworden, wonach Pakistan nach der indischen Atomtestserie Mitte Mai nun sein Bombenbauprogramm beschleunigt. Laut US-Geheimdienstberichten soll Pakistan in der Lage sein, Sprengk\u00f6pfe schnell zusammen zu bauen, das heisst, die einzelnen Bauteile sollen bereits fertig vorliegen. Durch diese neue Runde des Wettr\u00fcstens besteht die Gefahr, dass sich auch L\u00e4nder wie der Iran mit Massenvernichtungswaffen versorgen. Der Atomteststopp-Vertrag von 1996 und das sogenannte Nichtweiterverbreitungs-Abkommen, das 1995 unbefristet verl\u00e4ngert wurde, h\u00e4tten dann keine Wirkung mehr. Atombomben w\u00fcrden wieder vermehrt unterirdisch gez\u00fcndet und Atomwaffen in dieser politisch labilen Region noch weiter verbreitet. Pakistan hat sein Nuklearprogramm mit Hilfe von China und Russland aber auch durch Technologie-Importe aus Kanada, Deutschland, Frankreich, Belgien, Grossbritannien, den Niederlanden und der Schweiz aufgebaut. Experten gehen davon aus, dass Pakistan heute spaltbares Material f\u00fcr etwa 15 Atombomben besitzt.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Deutschland: www.greenpeace.de<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus Sicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigen die heutigen pakistanischen Atombombentests, dass eine internationale Verst\u00e4ndigung auf ein totales Verbot von Atomwaffen dringend notwendig ist. 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