{"id":75932,"date":"2021-11-05T11:38:56","date_gmt":"2021-11-05T10:38:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=75932"},"modified":"2025-05-05T12:05:46","modified_gmt":"2025-05-05T10:05:46","slug":"krieg-um-den-amazonas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/75932\/krieg-um-den-amazonas\/","title":{"rendered":"Krieg um den Amazonas"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Bewaffnet mit Macheten, Flinten und f\u00fcnf Sinnen: Die Krikati sind ein kleines Volk von Ureinwohner:innen in Brasilien. Von der Regierung alleine gelassen, verteidigen sie ihr Reservat auf eigene Faust gegen Holzf\u00e4ller, Viehz\u00fcchterinnen und J\u00e4ger. Es ist ein lebensgef\u00e4hrlicher Kampf, \u2013 den die Krikati auch f\u00fcr uns f\u00fchren.<\/strong><\/p>\n\n<p>Als die vier M\u00e4nner in der Nacht den Verschlag erreichen, durchtrennen sie die Umz\u00e4unung mit gezielten Machetenschl\u00e4gen. Dann durchsuchen sie im Lichte ihrer Handylampen den einfachen Bau, der aus einem Holzger\u00fcst mit Palmbl\u00e4tterdach besteht. Sie finden ein paar Hemden, Hosen und Decken, au\u00dferdem S\u00e4cke mit Reis, einige Kocht\u00f6pfe sowie einen Kanister mit Trinkwasser. Auf einer Ablage steht Maschinen\u00f6l. \u00abDamit \u00f6len die Holzf\u00e4ller ihre Kettens\u00e4gen\u00bb, sagt Paatep Krikati, der Anf\u00fchrer des kleinen Trupps. \u00abSie m\u00fcssen mehrere Tage hier gewesen sein. Und sie werden wiederkommen.\u00bb Paatep hatte den Unterschlupf am Ende eines kaum sichtbaren Dschungelpfades gefunden. \u00abDie Holzf\u00e4ller wollten ihn gut verbergen\u00bb, sagt er. \u00abAber wir Indigenen k\u00f6nnen den Wald lesen.\u00bb<\/p>\n\n<p>Aus einer Plastikflasche sch\u00fcttet Paatep, ein kleiner rundlicher Mann von 35 Jahren, Benzin aus. Er verteilt es auf Holz und Palmenbl\u00e4tter und z\u00fcckt ein Feuerzeug. \u00abAlle raus!\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Flammen lodern schon meterhoch, als pl\u00f6tzlich Sch\u00fcsse durch die Nacht hallen. Die M\u00e4nner greifen instinktiv nach ihren Flinten, richten sie in den Dschungel. Aber das Knallen stammt von explodierenden Schrotpatronen, die die Holzf\u00e4ller im Dach des Verschlags versteckt hatten.&nbsp;<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01134-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76050\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01134-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01134-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01134-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01134-2-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01134-2-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01134-2-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><meta charset=\"utf-8\">Paatep Krikati beobachtet das brennende Zelt, das von illegalen Holzf\u00e4llern aus der Stadt Amarante errichtet wurde, die in das Land der Krikati-Indianer eindringen, um Holz zu schlagen. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01157-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76056\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01157-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01157-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01157-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01157-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01157-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01157-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das Verbrennen ihres Unterschlupfs ist nach Ansicht der W\u00e4chter:innen ein wirksames Mittel, um die Holzf\u00e4ller fernzuhalten. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">David gegen Goliath<\/h4>\n\n<p>Das Abfackeln der H\u00fctte tr\u00e4gt sich Ende Oktober im Reservat des indigenen Krikati-Volks im Nordosten Brasiliens zu. Es ist eine kleine Episode im gro\u00dfen Konflikt, der derzeit im Amazonasbecken eskaliert: Holzf\u00e4ller, Rinderz\u00fcchterinnen, Bauern, Goldsucherinnen und J\u00e4ger dringen immer \u00f6fter und ungenierter in die Territorien der brasilianischen Ureinwohner ein. Sie f\u00e4llen B\u00e4ume, brennen die Vegetation nieder, lassen Vieh weiden, pflanzen Getreide, vergiften die Fl\u00fcsse, t\u00f6ten Wildtiere \u2013 und wenn es sein muss, auch Menschen. Sie schaffen Fakten, sie sind aggressiv und verletzen das Gesetz, das die Reservate streng sch\u00fctzt, aber in abgelegenen Regionen Brasilien oftmals das des St\u00e4rkeren ist. So auch hier im Westen des Bundesstaats Maranh\u00e3o, einem der&nbsp;\u00e4rmsten Landstriche Brasiliens.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Doch tatenlos wollen die Krikati, ein Volk von rund 1300 Menschen, den Attacken nicht zuschauen. Sie haben beschlossen, ihr Land zu verteidigen: ihren&nbsp;Wald,&nbsp;ihre&nbsp;Fl\u00fcsse,&nbsp;ihre&nbsp;D\u00f6rfer und nicht zuletzt auch ihre Lebensweise. Deswegen haben sie eine Waldwache gegr\u00fcndet, die \u00abGuardi\u00f5es da Floresta\u00bb&nbsp;in ihrer Sprache: Pji Jamyr Catiji.<\/p>\n\n<p>Insgesamt 14 M\u00e4nner und eine Frau z\u00e4hlen zu der Freiwilligen-Truppe, die so oft wie m\u00f6glich im Reservat patrouilliert und es mit den Invasor:innen aufnimmt. Wie im Krieg tragen sie schwere Stiefel und olivgr\u00fcne Uniformen, die sie von Spenden gekauft haben und auf deren R\u00fcckseite das Bild eines br\u00fcllenden Jaguars prangt. Bewaffnet sind sie mit Macheten, Schrotflinten und ihren f\u00fcnf Sinnen. Auf der Suche nach dem Holzf\u00e4ller-Versteck f\u00e4llt den Krikati jeder abgebrochene Zweig auf. Einmal folgen sie winzigen Blutspuren, die sie zu den Resten eines auf Bananenbl\u00e4ttern ausgeweideten Affen f\u00fchren. Sp\u00e4ter werden sie den kaum wahrnehmbaren Widerhall eines entfernten Schusses h\u00f6ren, den ein J\u00e4ger im Reservat abgefeuert hat.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Arbeit der Waldw\u00e4chter:innen ist gef\u00e4hrlich, schon mehrmals kam es zu Schusswechseln, bei denen aber niemand verletzt wurde. \u00abWir machen es f\u00fcr unsere Kinder und Enkel\u00bb, sagt Wilson Krikati, mit 53 Jahren der Senior der n\u00e4chtlichen Expedition. \u00abOhne unser Land h\u00e4tten sie kein gutes Leben mehr.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210806-DSC00396-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-75958\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210806-DSC00396-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210806-DSC00396-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210806-DSC00396-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210806-DSC00396-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210806-DSC00396-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210806-DSC00396-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die Krikati-Waldw\u00e4chter w\u00e4hrend einer Patrouille <meta charset=\"utf-8\">auf der R\u00fcckbank eines Autos. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01179-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76065\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01179-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01179-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01179-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01179-2-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01179-2-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC01179-2-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><meta charset=\"utf-8\">Die W\u00e4chter wissen um die Gef\u00e4hrlichkeit ihrer Mission, doch sie tun es, um ihre Lebensweise zu verteidigen. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Amazonas brennt<\/h3>\n\n<p>Dabei verteidigen die Krikati viel mehr als nur ihr Reservat. Sie besch\u00fctzen den Rest der Menschheit gleich mit, der vor der Schicksalsfrage steht, wie der Klimawandel noch zu bremsen ist. Entscheidend daf\u00fcr w\u00e4re ein intakter Wald im Amazonasbecken, der enorme Mengen an Kohlenstoff aufnehmen kann und au\u00dferdem als gigantische Wasserumw\u00e4lzmaschine funktioniert. Es versorgt gro\u00dfe Regionen S\u00fcdamerikas mit Regen, die andernfalls versteppen w\u00fcrden. In einigen Regionen hat dieser Prozess bereits begonnen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Um die Zerst\u00f6rung des Amazonaswaldes aufzuhalten, braucht man seine Ureinwohner:innen, niemand sch\u00fctzt ihn besser als sie. Zu diesem Fazit kam im M\u00e4rz eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fao.org\/americas\/noticias\/ver\/en\/c\/1380819\/\">Studie<\/a>&nbsp;der UN-Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO). Nirgends sei die Natur intakter als in den indigenen Territorien, hei\u00dft es darin emphatisch. Das Reservat der Krikati ist eins von fast 500 anerkannten Indigenen-Territorien in Brasilien, sie nehmen rund 13 Prozent der Landesfl\u00e4che ein und genie\u00dfen den Schutz der Verfassung von 1988. Sie sagt, dass einzig die Ureinwohner:innen in ihren Reservaten das Sagen haben und sonst niemand. Soweit das Recht.<\/p>\n\n<p>In der Realit\u00e4t werden Brasiliens Ureinwohner:innen immer brutaler angegriffen. T\u00e4glich gibt es Meldungen \u00fcber Holzf\u00e4ller, Goldsucherinnen und Viehz\u00fcchter, die in ihre Reservate eindringen. Im Reservat des Yanomami-Volks im Nordosten Brasiliens haben sich bereits 20000 Goldsucher breitgemacht. Sie attackieren Indigenen-D\u00f6rfer mit Schusswaffen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Im Reservat der Piripkura, die noch isoliert von der Au\u00dfenwelt leben, wurden in diesem August 3400 Hektar Wald abgebrannt. Den wenigen Piripkura drohe nun die Ausrottung, so die NGO Instituto Socioambiental (ISA).&nbsp;<\/p>\n\n<p>Besonders hart trifft es die Reservate am gro\u00dfen Xingu-Fluss im s\u00fcd\u00f6stlichen Amazonasbecken. Sie bilden eine Art Barriere gegen das Vordringen der Agrarindustrie nach Norden. Wie lange sie noch h\u00e4lt, ist fraglich. Dieses Jahr nahm die Waldzerst\u00f6rung dort um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Die Zukunft Amazoniens, sie wird in Brasiliens Indigenen-Reservaten entschieden. Die Krikati k\u00e4mpfen an vorderster Front.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DJI_0360-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-75971\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DJI_0360-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DJI_0360-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DJI_0360-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DJI_0360-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DJI_0360-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DJI_0360-510x287.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Eine abgeholzte Fl\u00e4che im Amazonas, die von Bauern im Krikati-Reservat abgebrannt wurde, um Landwirtschaft zu betreiben. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC00844-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76069\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC00844-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC00844-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC00844-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC00844-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC00844-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211018-DSC00844-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><meta charset=\"utf-8\">Joao Krikati, ein W\u00e4chter des Krikati-Waldes, posiert vor einem niedergebrannten St\u00fcck Wald. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">In den H\u00e4nden der Mafia<\/h3>\n\n<p>Nach erf\u00fcllter Mission stapfen Paatep und die drei anderen zur\u00fcck zu ihren Motorr\u00e4dern, die sie am Waldrand abgestellt haben, um keinen L\u00e4rm zu machen. Rechts und links erhellt das Mondlicht die Schneise der Verw\u00fcstung, die die Holzf\u00e4ller hinterlassen haben. Der feuchte Boden ist von Reifenspuren zerfurcht, umgest\u00fcrzte B\u00e4ume liegen umher, ebenso leere Benzinkanister, aus denen die Motors\u00e4gen betankt wurden. \u00abIch bin traurig\u00bb, sagt Paatep Krikati d\u00fcster. \u00abIch h\u00e4tte die Kerle gerne erwischt. Ich wollte sie verh\u00f6ren. Wer bezahlt sie, wer finanziert ihre Maschinen, in welches S\u00e4gewerk gehen die St\u00e4mme? Aber wahrscheinlich h\u00e4tten sie nichts gesagt. Es sind sture Gesellen und sie f\u00fcrchten ihre Auftraggeber. Es ist eine Mafia.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>Bevor sie ihre Motorr\u00e4der anlassen, rauchen die Krikati selbstgedrehte Zigaretten. Um sie herum pfeift und gluckst und ruft der Wald. Paatep erz\u00e4hlt, wie man vor ein paar Tagen einen J\u00e4ger gestellt habe, der vor Schreck gezittert und laut gepupst habe. \u00abIch sagte den anderen in unserer Sprache, dass sie nicht lachen d\u00fcrften und ernst bleiben m\u00fcssten, aber es war nicht einfach.\u00bb Sie h\u00e4tten ihm dann das Motorrad abgenommen. Jetzt lachen die vier M\u00e4nner, ihre Anspannung schwindet und auch Paateps Gesicht hellt sich auf.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Auf dem R\u00fcckweg \u00fcberqueren die Krikati ein Fl\u00fcsschen, das die Grenze ihres Reservats markiert. Ein Schild h\u00e4ngt dort schief an einem Pfahl: \u00abBundesregierung \/ Gesch\u00fctztes Territorium \/ Zutritt f\u00fcr Fremde verboten\u00bb. Es ist das letzte Schild im Reservat, alle anderen wurden zerbrochen, umgeworfen oder von Kugeln durchsiebt.&nbsp;<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bolsonaros eiserne Regierung<\/h3>\n\n<p>Kurz darauf verlassen die Indigenen den Wald, passieren den Hof eines Viehbauern. Als sie auf dem Hinweg hier vorbeifuhren, hatte er ihnen zugerufen: \u00abNa, seid ihr wieder auf Jagd nach B\u00f6sewichten?\u00bb Tats\u00e4chlich muss der in den Tagen davor alles mitbekommen haben: das Kreischen der Kettens\u00e4gen im Wald, wie ein leerer Lkw ins Reservat fuhr und wie er mit St\u00e4mmen beladen wieder herauskam. Paatep Krikati glaubt, dass der Bauer bezahlt wurde, damit er stillh\u00e4lt. \u00abUnter Bolsonaro sind die Invasoren mutiger geworden\u00bb, sagt er, \u00absie f\u00fchlen sich unantastbar\u00bb.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Der ultrarechte Politiker Jair Bolsonaro ist seit 2019 brasilianischer Pr\u00e4sident. Er hat versprochen, dass er \u00abkeinen Zentimeter\u00bb mehr f\u00fcr indigene Reservate oder Naturschutzgebiete hergeben werde. Er redet von \u00abschei\u00df B\u00e4umen\u00bb und nennt die Ureinwohner:innen \u00abZootiere\u00bb, die so werden sollten \u00abwie wir\u00bb. Konsequent hat er der Indio-Beh\u00f6rde Funai und der Umweltbeh\u00f6rde Ibama Mittel, Kompetenzen und Personal gestrichen und ihre F\u00fchrungen mit fachfremden Milit\u00e4rs besetzt. Die Folge: Die Abholzung des Amazonaswaldes erreicht neue Rekordwerte und alle, die versuchen, sie aufzuhalten, leben gef\u00e4hrlich.&nbsp;<\/p>\n\n<p>So wie der Ureinwohner Paulo Paulino Guajajara, der im November 2019 in einem Hinterhalt erschossen wurde, \u2013 offenbar im Auftrag der Holzmafia. Paulino f\u00fchrte wie Paatep&nbsp;Krikati eine Waldwacht an, sie verteidigte&nbsp;das Reservat Arariboia, das nur 100 Kilometer von dem der Krikati entfernt liegt. Paulino war der&nbsp;13. Ureinwohner, der seit 2016&nbsp;in&nbsp;Maranh\u00e3o umgebracht wurde. \u00abOb ich Angst habe?\u00bb, fragt Paatep Krikati. \u00abLass mich dar\u00fcber nachdenken und sp\u00e4ter antworten.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Alleine gelassen mit den Problemen<\/h3>\n\n<p>Die Heimfahrt f\u00fchrt die Krikati \u00fcber Feldwege entlang schier endloser Z\u00e4une. Dahinter grasen die f\u00fcr Brasilien typischen wei\u00dfen Zebu-Rinder auf kahlen Weiden. Der Kontrast zum dichten, k\u00fchlen und von Tierlauten erf\u00fcllten Wald k\u00f6nnte gr\u00f6\u00dfer nicht sein. Das Krikati-Reservat ist praktisch umzingelt von Vieh.&nbsp;<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09965-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76075\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09965-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09965-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09965-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09965-1-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09965-1-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09965-1-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><meta charset=\"utf-8\">Bauernh\u00f6fe und K\u00fche rund um das Land des Krikati-Volkes.  \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09921-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76000\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09921-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09921-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09921-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09921-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09921-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC09921-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><meta charset=\"utf-8\">Die Bauernfamilien dringen sehr oft in das Land ein, um es zu abzubrennen, Holz zu holen und Landwirtschaft zu betreiben. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Zwei Stunden sp\u00e4ter erreichen die Waldw\u00e4chter ersch\u00f6pft ihr Heimatdorf, S\u00e3o Jos\u00e9, eine von drei Krikati-Siedlungen. Die lange Fahrt veranschaulicht ihr gr\u00f6\u00dftes Problem. Das Reservat, das die Ausma\u00dfe des Kantons Luzern hat, ist viel zu gro\u00df, um es mit 15 Leuten kontrollieren zu k\u00f6nnen. Einzig schmale Pfade und ein paar Staubpisten f\u00fchren durch das h\u00fcgelige, teils von Felsformationen durchschnittene Reservat.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Wenn Paatep Krikati und seine Leute also h\u00f6ren, dass irgendwo etwas geschieht, dann m\u00fcssen sie oft um das halbe Reservat herumfahren, um an den Tatort zu gelangen. Sie haben einen Fiat-Pick-up und sind extrem gute Motorradfahrer im Gel\u00e4nde, aber meistens kommen sie zu sp\u00e4t. \u00abDie anderen sind uns immer einen Schritt voraus\u00bb, sagt Paatep. Zwar melde er alle Vorf\u00e4lle wie vorgesehen an die Indio-Beh\u00f6rde Funai, aber von dort komme kaum noch Hilfe, seit Bolsonaro Pr\u00e4sident sei. Der Staat hat die Krikati alleine gelassen.<\/p>\n\n<p>P\u00fcnktlich mit der Morgenr\u00f6te kr\u00e4hen zwei Dutzend H\u00e4hne, und an Schlaf ist nicht mehr zu denken in&nbsp;S\u00e3o Jos\u00e9,&nbsp;das&nbsp;Dorf&nbsp;erwacht. In seiner Mitte liegt ein gro\u00dfer Platz, auf dem zwei riesige Kapokb\u00e4ume in den Himmel ragen. In einem weiten Kreis stehen rund 70 H\u00e4user um sie herum. Sie sind aus Backsteinen und Zement und wurden vor einigen Jahren im Rahmen eines Sozialprogramms von der linken Vorvorg\u00e4nger-Regierung gebaut. Nur vereinzelt sieht man noch traditionelle Bauten aus Holz, Lehm und Palmbl\u00e4ttern.&nbsp;<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07076-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76022\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07076-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07076-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07076-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07076-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07076-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07076-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Krikati-M\u00e4nner versammeln sich vor einem der Kapokb\u00e4ume. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07045-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76007\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07045-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07045-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07045-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07045-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07045-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20210807-DSC07045-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Krikati-Kinder spielen im Innenhof von Sao Jose. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Die meisten Ureinwohner im Dorf erhalten Sozialhilfe. Einige arbeiten als Lehrer in der Dorfschule, als Handwerker oder bei der staatlichen Feuerbrigade. Fast alle Familien halten H\u00fchner und Schweine und haben kleine Felder im Wald, auf denen sie Maniok, Mais und Bohnen anbauen. Au\u00dferdem gehen die Krikati auf die Jagd, schie\u00dfen Wildschweine, Rehe oder Affen f\u00fcr den Eigenbedarf. An einem mangelt es nicht im Dorf: Mangos. An jeder Ecke erheben sich ausladende B\u00e4ume und die Wege sind \u00fcbers\u00e4t mit den aromatischen Fr\u00fcchten.<\/p>\n\n<p>Pateep Krikati trinkt gerade einen gezuckerten Kaffee und isst Maniokmehl mit Eiern, als die Nachricht \u00fcber Whatsapp kommt. Es ist ein Tipp, Paatep vermutet einen Bauern dahinter, der einem anderen eins auswischen will.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Er stellt einen Trupp zusammen, drei junge M\u00e4nner zwischen 16 und 21 Jahre alt, die sich in der genannten Region umschauen sollen. Eine Stunde sp\u00e4ter k\u00e4mpfen sie sich durchs Unterholz und man merkt ihnen den Stolz an, die Uniform mit dem Jaguar zu tragen. Ihre geladenen Flinten halten sie theatralisch im Anschlag, so wie man es aus Kriegsfilmen kennt. \u00abWir verteidigen das Land unserer Ahnen\u00bb, sagt Alceu Krikati, der J\u00fcngste in der Gruppe, \u00absie waren vor den Portugiesen hier.\u00bb So einfach kann es manchmal sein.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Nach halbst\u00fcndigem Marsch sto\u00dfen die jungen Krikati auf eine komplett abgebrannte Fl\u00e4che, vier Fu\u00dfballfelder gro\u00df, alles ist schwarz, Baumskelette ragen auf. Das Feuer muss vor Kurzem gelegt worden sein, wahrscheinlich nachts, damit der Rauch nicht zu sehen ist. \u00abHier soll eine Weide entstehen\u00bb, sagt Alceu Krikati. \u00abSie werden Gras s\u00e4en und dann ihre Rinder hertreiben. Wenn das geschieht, sind wir zur Stelle und werden ihnen sagen, dass das nicht geht. Dann werden sie uns ver\u00e4chtlich anschauen und es anderswo versuchen.\u00bb&nbsp;Der Kampf der Krikati um ihr Land, er hat etwas Aussichtsloses. Umso notwendiger erscheint er. Einige Tage sp\u00e4ter schickt Paatep Krikati eine Whatsapp-Nachricht: \u00abIch und die anderen, wir haben keine, denn Angst haben, ist wie sterben. Wenn wir Angst h\u00e4tten, wer w\u00fcrde unser Land besch\u00fctzen?\u00bb Er schickt ein Foto mit, das eine von Scheinwerfern erleuchtete Stra\u00dfe zeigt. \u00abWir sind wieder unterwegs.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC00429-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76080\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC00429-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC00429-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC00429-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC00429-1-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC00429-1-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/20211017-DSC00429-1-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><meta charset=\"utf-8\">Die \u00abGuardi\u00f5es da Floresta\u00bbriskieren tagt\u00e4glich ihr Leben f\u00fcr den Amazonas. \u00a9 Ian Cheibub<\/figcaption><\/figure>\n<div class=\"action-divider\">\n\t\t\t<p class=\"action-divider-text\"><span class=\"dashicons-before dashicons-heart\"><\/span> Der Amazonas braucht jetzt deine Hilfe. Deine Spende ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Waldes, des Klimas und der Artenvielfalt.<\/p>\n\t\t<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n\t\t\t<div class=\"wp-block-button is-style-cta\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/spenden\/amazonas\/\" target=\"_self\">Jetzt spenden<\/a><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n<p><strong>Philipp Lichterbeck<\/strong>, Jahrgang 1972, lebt seit 2012 in Rio de Janeiro. Der freie Korrespondent und Reporter berichtet f\u00fcr deutsche, schweizerische und \u00f6sterreichische Medien \u00fcber Brasilien und den Rest Lateinamerikas. 2013 erschien sein Buch \u00abDas verlorene Paradies. Eine Reise durch Haiti und die Dominikanische Republik\u00bb.<\/p>\n\n<p><strong>Ian Cheibub<\/strong>&nbsp;(geb. 1999) ist ein visueller Geschichtenerz\u00e4hler, der in Rio de Janeiro lebt und an der Universidade Federal Fluminense studiert. Er arbeitet zudem als Fotograf f\u00fcr Reuters und berichtet f\u00fcr andere Medien \u00fcber Geschichten in Brasilien. In seiner Arbeit versucht er zu verstehen, welche Mechanismen die Menschen aus dem Globalen S\u00fcden entwickeln, um zu \u00fcberleben.<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/api.whatsapp.com\/send?text=https%3A%2F%2Fact.gp%2F2V0GwSe\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Krikati sind ein kleines Volk von Ureinwohner:innen in Brasilien. Von der Regierung alleine gelassen, verteidigen sie ihr Reservat auf eigene Faust gegen Holzf\u00e4ller, Viehz\u00fcchterinnen und J\u00e4ger. <\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":76100,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[40,33],"p4-page-type":[194],"gpch-article-type":[196],"class_list":["post-75932","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-wald","tag-ernaehrung","p4-page-type-hintergrund","gpch-article-type-reportage"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=75932"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75932\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119830,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75932\/revisions\/119830"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/76100"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=75932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=75932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=75932"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=75932"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=75932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}