{"id":7594,"date":"1998-05-07T00:00:00","date_gmt":"1998-05-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7594\/strommversorgung-der-waa-dounreay-lahmgelegt\/"},"modified":"2019-05-30T08:10:04","modified_gmt":"2019-05-30T06:10:04","slug":"strommversorgung-der-waa-dounreay-lahmgelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7594\/strommversorgung-der-waa-dounreay-lahmgelegt\/","title":{"rendered":"Strommversorgung der WAA Dounreay lahmgelegt"},"content":{"rendered":"<p><b>In der schottischen Wiederaufarbeitungsanlage Dounreay ist es bei Bauarbeiten zu einem totalen Ausfall der Stromversorgung gekommen. Auch die Notsysteme versagten. Trotz der offensichtlichen Sicherheitsm\u00e4ngel setzt die Energiebranche weiter auf die Atomkraft. Weltweit stieg die Zahl der AKW 1997 auf 437 an.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Hamburg. In der Nacht zum Freitag brach das gesamte Energiesystem des atomaren Komplexes Dounreay in Schottland zusammen. Arbeiter hatten bei Erdarbeiten ein Kabel der zentralen Stromversorgung gekappt. Dabei trat ein grunds\u00e4tzlicher Konstruktionsfehler zutage. Die Notstromversorgung konnte nicht in Aktion treten, da sie dasselbe Stromnetz wie die Hauptversorgung nutzt. Als Folge fiel auch das Ventilationssystem der Wiederaufarbeitungsanlage aus. Es gelang den Betreibern noch, die WAA stabil herunterzufahren. Die beiden Schnellen Br\u00fcter, die sich ebenfalls auf dem Gel\u00e4nde befinden, sind bereits seit geraumer Zeit aus Sicherheitsgr\u00fcnden abgeschaltet. Es stellt sich die Frage, was passiert w\u00e4re, wenn die beiden Atomreaktoren in Betrieb gewesen w\u00e4ren. Auch ist bislang unklar, ob die Lagerbecken f\u00fcr radioaktive Materialien weiterhin st\u00e4ndig gek\u00fchlt werden k\u00f6nnen. Erst Anfang dieser Woche hatte die schottische Umweltschutzbeh\u00f6rde SEPA die United Kingdom Atomic Energy Authority (UKAEA) aufgefordert, das Radioaktivit\u00e4ts-Messprogramm f\u00fcr ihre WAA Dounreay auf Vordermann zu bringen. SEPA monierte, die von der UKAEA im April vorgelegten Werte f\u00fcr gasf\u00f6rmige radioaktive Emissionen der schottischen WAA seien falsch berechnet worden. Zuvor war Ende April der Sicherheitschef der UKAEA, Anthony Pointer, zur\u00fcckgetreten. Pointer begr\u00fcndete seinen R\u00fccktritt damit, dass er wegen Personalmangels nicht mehr f\u00fcr die Sicherheit der Anlagen garantieren k\u00f6nne. Greenpeace warnt vor den unkalkulierbaren Risiken der Wiederaufarbeitung. Die weltweiten Lagerbest\u00e4nde an waffenf\u00e4higem Plutonium nehmen dramatisch zu. Allein in den zwei europ\u00e4ischen Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague sind seit Beginn dieses Jahres 2.000 kg Plutonium hergestellt worden. F\u00fcnf Kilogramm des radioaktiven Materials reichen f\u00fcr die Produktion einer Atombombe aus. Trotzdem wird weiter auf die Energiegewinnung aus Atomanlagen gesetzt. Nach Angaben der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) in Wien wurden im vergangenen Jahr drei Reaktoren in Frankreich und S\u00fcdkorea fertiggestellt, weltweit sind jetzt 437 AKW in Betrieb. 36 Kernkraftwerke in 14 L\u00e4ndern seien im Bau, teilte die Beh\u00f6rde am Freitag in ihrer Jahresbilanz mit. Die meisten Reaktoren entstehen den Angaben zufolge in S\u00fcdkorea, China, Indien, Ru\u00dfland und der Slowakei.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Deutschland<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der schottischen Wiederaufarbeitungsanlage Dounreay ist es bei Bauarbeiten zu einem totalen Ausfall der Stromversorgung gekommen. Auch die Notsysteme versagten. 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