{"id":7598,"date":"1998-05-03T00:00:00","date_gmt":"1998-05-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7598\/no-emission-car-von-daimler-benz-co2-ausstoss-unter-den-tisch-gekehrt-umweltbundesamt-raet-von-brennstoffzellen-auto-ab\/"},"modified":"2019-05-30T08:10:10","modified_gmt":"2019-05-30T06:10:10","slug":"no-emission-car-von-daimler-benz-co2-ausstoss-unter-den-tisch-gekehrt-umweltbundesamt-raet-von-brennstoffzellen-auto-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7598\/no-emission-car-von-daimler-benz-co2-ausstoss-unter-den-tisch-gekehrt-umweltbundesamt-raet-von-brennstoffzellen-auto-ab\/","title":{"rendered":"No Emission Car von Daimler-Benz: CO2-Ausstoss unter den Tisch gekehrt &#8211; Umweltbundesamt r\u00e4t von Brennstoffzellen-Auto ab"},"content":{"rendered":"<p><b>Brennstoffzellenautos wie der von Daimler-Benz entwickelte &#171;Necar 3&#187; sind keineswegs &#171;No emission cars&#187;, sondern belasten das Klima genauso mit CO2 wie ein sparsames Benzinauto. Zudem ist die Anwendung des Brennstoffzellen-Konzeptes auf den Autoverkehr um ein Vielfaches energieaufwendiger und teurer als die Einf\u00fchrung von verbrauchsarmen Benzinautos. Das haben Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) ergeben. Angesichts der grossen Energieverluste und der hohen Kosten r\u00e4t das UBA ausdr\u00fccklich von der Anwendung der Brennstoffzellen-Technik in Autos ab (1). Darauf hat Greenpeace angesichts der heutigen Vorstellung des &#171;Necar 3&#187; bei Bundesforschungsminister Ruettgers in Bonn hingewiesen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg\/Bonn. <\/span><span class=\"text\"> Das UBA verglich den CO2-Ausstoss eines Brennstoffzellenautos wie des &#171;Necar 3&#187;, das Methanol als Treibstoff verwendet, mit dem eines sparsamen Benzinautos wie des Twingo SmILE von Greenpeace. Ergebnis: Beide Fahrzeuge haben fast dieselbe CO2-Emission. In puncto Energieeffizienz und Kosten schneidet das Wasserstoff-Auto laut UBA aber erheblich schlechter ab. Die Wissenschaftler errechneten, dass das Brennstoffzellen-System insgesamt mindestens f\u00fcnfmal teurer ist als das Sparauto. Die Einsparung von einer Tonne CO2 durch das Wasserstoff-Auto w\u00fcrde laut UBA Kosten in H\u00f6he von 300 bis 500 Mark verursachen. Dagegen w\u00fcrde ein verbrauchsreduziertes Benzinauto mit SmILE-Standard sogar 80 Mark pro vermiedener Tonne CO2 einsparen. &#171;Der Necar ist kein No-Emission-Car. Daimler-Benz verschweigt, was die Ingenieure des Konzerns auf Anfrage sehr wohl zugeben &#8211; dass n\u00e4mlich ihr Brennstoffzellenauto dieselbe Menge des Klimaschadstoffs CO2 ausst\u00f6sst wie ein sparsamer Benziner. Die Halbierung des Spritverbrauchs eines normalen A-Klasse-Modells w\u00e4re klimafreundlicher, energieeffizienter und viel kosteng\u00fcnstiger als die Entwicklung des Necar 3. Und vor allem w\u00e4re sie sofort machbar, wie der SmILE von Greenpeace beweist. Statt dessen br\u00fcstet sich Daimler-Benz mit einer Technik, die auf Jahrzehnte nicht zu kaufen sein wird und von deren Anwendung im Strassenverkehr selbst das Umweltbundesamt abr\u00e4t. Vor einer Imageveranstaltung f\u00fcr Daimler-Benz sollte Minister Ruettgers sich erst einmal bei der Beh\u00f6rde seiner Kabinettskollegin Merkel informieren&#187;, sagt Greenpeace-Sprecher Wolfgang Lohbeck. Greenpeace begr\u00fcsst grunds\u00e4tzlich die Brennstoffzellen-Technik als vielversprechende Technik f\u00fcr nicht-mobile Anwendungen. Zur Bek\u00e4mpfung des Klimaproblems tr\u00e4gt das &#171;Necar&#187;-Konzept aber nichts bei. &#171;H\u00e4tte Daimler-Benz nur einen Bruchteil der Necar-Investitionen in intelligente Einspartechniken f\u00fcr seine heutigen Fahrzeugmodelle investiert, w\u00fcrde das A-Klasse-Modell nicht 6,8 Liter und ein Zweisitzer wie der Smart nicht unglaubliche 4,7 Liter verbrauchen, viel mehr als der Viersitzer von Greenpeace&#187;, so Lohbeck. Der Twingo SmILE, ein verbrauchsoptimierter Renault Twingo, ben\u00f6tigt auf 100 Kilometer je nach Fahrweise 2,5 bis 3,25 Liter Benzin. Anmerkung: 1) &#171;Bei station\u00e4ren Anwendungen kann der Gebrauch sehr vorteilhaft sein und sollte weiter entwickelt werden. Dies ist nicht der Fall bei Brennstoffzellen im Strassenverkehr. (&#8230;) Die Anwendung von Wasserstoff im Transportbereich sollte nicht empfohlen werden aufgrund der enormen Energieverluste w\u00e4hrend der Produktion und der Bereitstellung.&#187; Selbst wenn der Wasserstoff zu 100 % mit Solarenergie gewonnen w\u00fcrde, w\u00e4re dies laut UBA noch immer &#171;Energieverschwendung&#187;. Quelle: &#171;The Assessment of Fuel Cells in Transport from the Environmental Point of View&#187;; UBA-Analyse, vorgetragen auf dem Workshop &#171;Commercialising Fuel Cell Vehicles &#171;, 20.-22. Oktober 1997 in Frankfurt\/Main, S. 11 u. S. 7. (\u00dcbersetzung von Greenpeace)<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Greenpeace Deutschland<br \/><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span class=\"linkliste\"><link>http:\/\/www.greenpeace.de<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brennstoffzellenautos wie der von Daimler-Benz entwickelte &#8220;Necar 3&#8221; sind keineswegs &#8220;No emission cars&#8221;, sondern belasten das Klima genauso mit CO2 wie ein sparsames Benzinauto. 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