{"id":7606,"date":"1998-05-12T00:00:00","date_gmt":"1998-05-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7606\/atomtests-indien-zuendet-weitere-atomare-sprengsaetze\/"},"modified":"2019-05-30T08:10:23","modified_gmt":"2019-05-30T06:10:23","slug":"atomtests-indien-zuendet-weitere-atomare-sprengsaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7606\/atomtests-indien-zuendet-weitere-atomare-sprengsaetze\/","title":{"rendered":"Atomtests: Indien z\u00fcndet weitere atomare Sprengs\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit einer Mahnwache protestieren Greenpeace-Aktivisten seit Mittwoch morgen vor der indischen Botschaft in Bonn gegen die Atomversuche in der W\u00fcste von Rajasthan. Nach den drei Tests vom Montag hat Indien ungeachtet der weltweiten Emp\u00f6rung inzwischen noch zwei weitere Sprengs\u00e4tze gez\u00fcndet.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bonn. Nach Auffassung von Greenpeace torpediert Indien mit diesen Atombombentests die internationalen Abr\u00fcstungsbem\u00fchungen und macht Indiens Forderungen nach Abr\u00fcstungsmassnahmen von anderen Staaten unglaubw\u00fcrdig. Greenpeace-Sprecher Michael K\u00fchn sagte in Bonn: &#171;Diese Tests heizen das Wettr\u00fcsten zwischen Pakistan und Indien in unverantwortlicher Weise an. Wir fordern von der indischen Regierung die sofortige Unterzeichnung des weltweiten Atomteststopp-Abkommens.&#187; Das Erdbeben-Forschungsinstitut der Universit\u00e4t von Tokio gab an, die Magnitude der drei ersten Explosionen in Rajasthan habe einem Erdbeben der St\u00e4rke 4,9 auf der Richterskala entsprochen. Mit 20 bis 30 Kilotonnen h\u00e4tten sie eine gr\u00f6\u00dfere Sprengkraft besessen als die Hiroshima-Bombe mit 15 Kilotonnen. Das Kalk\u00fcl des indischen Premiers Vajpayee, der sich mit den Atomversuchen innenpolitischen R\u00fcckhalt erbomben wollte, scheint aufgegangen zu sein: Nach einer in der &#171;Times of India&#187; ver\u00f6ffentlichten Umfrage bef\u00fcrworten 91 Prozent der indischen Bev\u00f6lkerung die Atomtests. 82 Prozent sind sogar der Meinung, das Land solle nun Atomwaffen herstellen. Auch die Ank\u00fcndigung von Sanktionen seitens der USA, Japans und Europas sei in Indien gelassen aufgenommen worden, so die &#171;Times of India&#187;. Das Blatt zitiert Dewang Mehta, Chef des nationalen Verbands der Software- und Serviceunternehmen, mit der Bemerkung, US-Firmen &#171;brauchen uns genauso sehr wie wir sie brauchen&#187;. Die USA sind Indiens gr\u00f6\u00dfter Handelspartner. US-Pr\u00e4sident Clinton hatte drastische Sanktionen angedroht. M\u00f6gliche Massnahmen w\u00e4ren unter anderem die Einstellung der staatlichen Entwicklungshilfe oder auch von Krediten der Weltbank und des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF). Japan will den Geldhahn f\u00fcr alle Projekte auf dem Subkontinent einfrieren; ausgenommen ist nur die rein humanit\u00e4re Hilfe. Politische Beobachter f\u00fcrchten, da\u00df Indiens Erzfeind und Nachbar Pakistan in nicht allzu ferner Zeit ebenfalls einen atomaren Sprengsatz z\u00fcnden k\u00f6nnte. Es w\u00e4re sogar m\u00f6glich, dass auch China seine Atomtests wieder aufnimmt.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Deutschland<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer Mahnwache protestieren Greenpeace-Aktivisten seit Mittwoch morgen vor der indischen Botschaft in Bonn gegen die Atomversuche in der W\u00fcste von Rajasthan. 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