{"id":7612,"date":"1998-04-07T00:00:00","date_gmt":"1998-04-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7612\/fliegender-atommuell-um-britische-wiederaufarbeitungsanlage-sellafield\/"},"modified":"2019-05-30T08:10:33","modified_gmt":"2019-05-30T06:10:33","slug":"fliegender-atommuell-um-britische-wiederaufarbeitungsanlage-sellafield","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7612\/fliegender-atommuell-um-britische-wiederaufarbeitungsanlage-sellafield\/","title":{"rendered":"Fliegender Atomm\u00fcll um britische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield"},"content":{"rendered":"<p><b>Die heutige Analyse von Tauben best\u00e4tigt die hohe radioaktive Belastung der Umwelt um die atomare Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield an der Westk\u00fcste von Grossbritannien. Im Auftrag von Greenpeace haben die Strahlenexperten der Universit\u00e4t Bremen die radioaktive Belastung von dort lebenden Tauben untersucht. Greenpeace legt dazu heute eine neue Studie vor.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Hamburg. Spitzenwerte in den Federn betragen 246.800 Bequerel pro Kilogramm des radioaktiven Isotops C\u00e4sium-137 und 18.650 Bequerel pro Kilogramm von Americium-241. Andere radioaktive Isotope wie Cer-144, Cobalt-60, C\u00e4sium-134 und Ruthenium-104 wurden ebenfalls nachgewiesen. Auch im Fleisch der Tiere konnte eine radioaktive Belastung von C\u00e4sium-137 in H\u00f6he von 418 Bequerel pro Kilogramm gefunden werden. &#171;Die radioaktive Verseuchung nimmt immer groteskere Ausmasse an. Jetzt fliegt der Atomm\u00fcll schon in Form von lebenden Tauben durch die Luft&#187;, sagt Greenpeace Atomexperte Gero Luecking. &#171;Dieser neue Skandal setzt die lange Reihe der atomaren Verseuchung durch die Plutoniumfabrik fort.&#187; So fanden britische Wissenschaftler 1997 in den Z\u00e4hnen von Jugendlichen aus ganz Grossbritannien und Irland Spuren von Plutonium und Strontium, die sie den Emissionen aus der Wiederaufarbeitungsanlage zurechneten. &#171;Wieviele Beweise braucht die Politik eigentlich noch, um zu erkennen, dass Atomenergie mit ihrer ungel\u00f6sten Entsorgung unverantwortlich ist? Wer die Umwelt so systematisch verseucht wie die Atommanager, handelt gewissenlos&#187;, sagt Gero Luecking. &#171;Die Wiederaufarbeitung auch von deutschem Atomm\u00fcll in der Skandalanlage muss sofort beendet werden.&#187; Die deutsche Atomindustrie l\u00e4sst zur Zeit mehr als zehn Prozent ihrer abgebrannten hochradioaktiven Brennelemente in Sellafield aufarbeiten. Bereits Mitte Februar 1998 verh\u00e4ngte das britische Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Fischerei und Ern\u00e4hrung in einem Umkreis von 16 Kilometern um die Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield ein Verbot, die dort lebenden Tauben zu essen. Bereits nach dem Verzehr von sechs dieser V\u00f6gel sei der j\u00e4hrliche Grenzwert f\u00fcr die Aufnahme von Lebensmitteln beim Menschen erreicht.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Deutschland<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die heutige Analyse von Tauben best\u00e4tigt die hohe radioaktive Belastung der Umwelt um die atomare Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield an der Westk\u00fcste von Grossbritannien. 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