{"id":7622,"date":"1998-03-28T00:00:00","date_gmt":"1998-03-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7622\/greenpeace-verhindert-beladung-von-illegalem-atom-muell-zug\/"},"modified":"2019-05-30T08:10:50","modified_gmt":"2019-05-30T06:10:50","slug":"greenpeace-verhindert-beladung-von-illegalem-atom-muell-zug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7622\/greenpeace-verhindert-beladung-von-illegalem-atom-muell-zug\/","title":{"rendered":"Greenpeace verhindert Beladung von illegalem Atom-M\u00fcll-Zug"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf dem Gel\u00e4nde des AKW Leibstadt haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace den zum Verlad vorbereiteten Atomm\u00fclltransporter versiegelt und den Verladekran besetzt. Greenpeace fordert die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) auf, den aktuellen Transport zu sistieren und aus der Wiederaufarbeitung auszusteigen. Die Schweiz macht sich mit dem Export von Atom-M\u00fcll an der radioaktiven Verseuchung des Meeres und der Umgebung von La Hague schuldig.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Leibstadt. Seit heute 14.30 Uhr besetzen ein Dutzend Greenpeace AktivistInnen den Verladekran und den zur Beladung bereiten Atom-M\u00fcll-Transporter auf dem Gel\u00e4nde des AKW Leibstadt. Die Umweltschutzorganisation verlangt die Sistierung des Transports von abgebrannten Brenn-elementen in die Wiederaufarbeitungsanlage im franz\u00f6sischen La Hague. Denn in La Hague werden die Elemente zur Gewinnung von Plutonium in ihre radioaktiven Bestandteile zerlegt. Dabei gelangen grosse Mengen radioaktiver Stoffe ins Wasser und in die Luft. In der Schweiz ist dies verboten. Beim Versuch von Greenpeace, Proben solcher Abw\u00e4sser und Sedimente in die Schweiz zur\u00fcckzubringen, wurden diese an der Grenze von den Schweizer Beh\u00f6rden denn auch beschlagnahmt. Aufgrund ihrer Strahlung m\u00fcssen sie nun als radioaktiver Abfall endgelagert werden. Das Schweizer Strahlenschutzgesetz verbietet aber auch die Lagerung von radioaktivem M\u00fcll im Ausland. Damit ist die Einleitung von radioaktiven Fl\u00fcssigkeiten \u00fcber das Abwasserrrohr ins Meer eine eindeutig illegale Gef\u00e4hrdung von Mensch und Tier durch radioaktive Verstrahlung. Greenpeace hatte darum vergangenen November bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen die schweizerischen AKW-Betreiber wegen illegalem Atom-M\u00fcll-Export eingereicht. Seit einem halben Jahr ermittelt die Bundesanwaltschaft deswegen gegen die Betreiber der Schweizer AKW. KKL und Energiewirtschaft haben in Zusammenhang mit der Strommarktliberalisierung wiederholt die Entsch\u00e4digung der nichtamortisierbaren Investitionen (NAI) durch den Bund gefordert. Von den 2,6 Mia. Franken d\u00fcrfte ein nicht unwesentlicher Teil auf die Wiederaufarbeitung und deren Folgekosten (Moxherstellung, Verwahrung des Bombenstoffs Plutonium) zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Allein die Auftragssumme f\u00fcr die Wiederaufarbeitung sch\u00e4tzt Greenpeace auf etwa 200 Millionen Franken. Dass ausserdem gerade w\u00e4hrend dem Enerigedialog zwischen dem Bund, den AKW Betreibern und den Umweltschutz-organisationen \u00fcber die Entsorgung der radioaktiven Abf\u00e4lle ein Atom-M\u00fcll-Export bewilligt und durchgef\u00fchrt wird ist ein Schlag ins Gesicht der Umweltorganisationen. Wenn der Bund den Energiedialog ernst meint, dann ist es das allermindeste, w\u00e4hrend den Gespr\u00e4chen bis in den Sp\u00e4tsommer alle Transporte zu sistieren.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Wendel Hilti, Koordinator der Atomkampagne 01 \/ 447 41 41<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Gel\u00e4nde des AKW Leibstadt haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace den zum Verlad vorbereiteten Atomm\u00fclltransporter versiegelt und den Verladekran besetzt. 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