{"id":7630,"date":"1998-02-05T00:00:00","date_gmt":"1998-02-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7630\/atommuell-schiff-in-panama-greenpeace-entert-pacific-swan\/"},"modified":"2019-05-30T08:11:03","modified_gmt":"2019-05-30T06:11:03","slug":"atommuell-schiff-in-panama-greenpeace-entert-pacific-swan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7630\/atommuell-schiff-in-panama-greenpeace-entert-pacific-swan\/","title":{"rendered":"Atomm\u00fcll-Schiff in Panama &#8211; Greenpeace entert &#171;Pacific Swan&#187;"},"content":{"rendered":"<p><b>Drei Greenpeace-Aktivisten aus der Schweiz, Belgien und Chile ketteten sich heute morgen an den Mast des Atomm\u00fcllfrachters &#171;Pacific Swan&#187;. Das Schiff transportiert hochradioaktiven Atomm\u00fcll von Frankreich durch den Panama-Kanal nach Japan. Die t\u00f6dliche Fracht enth\u00e4lt Material mit einer Gesamtaktivit\u00e4t von rund 30&#8217;000&#8217;0000 Curies &#8211; die Menge an C\u00e4sium entspricht jener, die bei der Reaktorkatastrophe Tschernobyl freigesetzt wurde. Bei der ersten Schleuse wurden die Aktivisten von Sicherheitskr\u00e4ften von Bord geschafft.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Z\u00fcrich\/Panama City. Die &#171;PacificSwan&#187; transportiert 60 Einheiten mit hochradioaktivem Atomm\u00fcll, die in drei Transport-Beh\u00e4lter verpackt sind. Die radioaktive Fracht stammt aus der Wiederaufarbeitungsanlage &#171;Cog\u00e9ma&#187; in La Hague, wo auch die Schweizer Atomindustrie ihre abgebrannten Brennelemente behandeln l\u00e4sst. Staaten und Umweltorganisationen in der Karibik und Zentralamerika haben mit scharfen Worten gegen das Vorhaben protestiert, Atomm\u00fcll durch ihre Region zu schiffen. Besorgt \u00fcber das Risiko einer radioaktiven Kontamination zeigten sich auch The Carribean Community, die Organisation der ostkaribischen Staaten sowie latein- und zentralamerikanische Parlamente. Das Risiko eines Unfalls ist tats\u00e4chlich nicht von der Hand zu weisen: Im letzten Dezember etwa brach die &#171;MS Carla&#187;, beladen mit drei C\u00e4sium-Beh\u00e4ltern, im Nordatlantik auseinander. Der Atomm\u00fcll liegt seither auf dem Meeresgrund. Die franz\u00f6sischen Beh\u00f6rden meinten zu dieser potentiellen Verseuchung der Weltmeere lapidar, dass sie das nukleare Material nicht zu bergen gedenken &#8211; ein weiterer Beweis f\u00fcr den skandal\u00f6sen Umgang der Beh\u00f6rden mit Risikotransporten. Eine solche Katastrophe k\u00f6nnte auch im Fall des Atomfrachters &#171;Pacific Swan&#187; eintreten- mit weit schwerwiegenderen Folgen: Eine Analyse des Nuclear Control Institutes in Washington zeigt, dass im Fall eines Unfalls grosse Mengen an Radioaktivit\u00e4t an die Umwelt abgegeben w\u00fcrden, da die Container aus der falschen Sorte Stahl bestehen und im Ernstfall lecken k\u00f6nnten. Zudem wurden f\u00fcr den Transport weder ernstzunehmende Pl\u00e4ne f\u00fcr den Notfall noch ad\u00e4quate Haftungsarrangements ausgearbeitet. Greenpeace protestiert gegen dieses emp\u00f6rende Vorgehen. Die Umweltorganisation fordert, dass die gef\u00e4hrlichen Atomm\u00fclltransporte und der Handel mit waffenf\u00e4higem Plutonium und Atomm\u00fcll sofort gestoppt werden.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Atomkampagne Greenpeace Schweiz 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Greenpeace-Aktivisten aus der Schweiz, Belgien und Chile ketteten sich heute morgen an den Mast des Atomm\u00fcllfrachters &#8220;Pacific Swan&#8221;. 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