{"id":7638,"date":"1998-01-15T00:00:00","date_gmt":"1998-01-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7638\/bekawe-stur-wie-eh-und-je\/"},"modified":"2019-05-30T08:11:16","modified_gmt":"2019-05-30T06:11:16","slug":"bekawe-stur-wie-eh-und-je","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7638\/bekawe-stur-wie-eh-und-je\/","title":{"rendered":"BeKaWe &#8211; stur wie eh und je?"},"content":{"rendered":"<p><b>Zweiter \u00dcbergabeversuch einer Schadenersatz-Ratenzahlung von Greenpeace an die BKW Energie AG, Betreiberfirma des AKW M\u00fchleberg. Nachdem es die BKW-Verantwortlichen gestern abgelehnt hatten, die erste Rate einer vereinbarten Schadenersatzzahlung in Form einer Solarstromanlage entgegenzunehmen, startet Greenpeace heute einen zweiten Anlauf. Entgegen der Position der BKW sind sowohl Bev\u00f6lkerung wie verschiedene Organisationen der Auffassung, dass die bernischen Atomstromer die Energiewende nun endlich einl\u00e4uten und die Ratenzahlung von Greenpeace akzeptieren sollten.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Bern. Die BKW Energie AG wurde gestern einmal mehr ihrem Ruf gerecht, sich innovativen Technologien zu verschliessen und Elektrizit\u00e4t lieber mit maximalem Risiko f\u00fcr Mensch und Umwelt im Altreaktor M\u00fchleberg zu produzieren. Die Umweltorganisation wollte mit einer Solarstromanlage &#8211; als Denkanstoss &#8211; die erste Rate einer Schadenersatzforderung \u00fcberbringen, die die BKW gegen\u00fcber Greenpeace geltend macht. Entgegen der Haltung der Berner Atomstromer stiess die Greenpeace-Aktion bei der Berner Bev\u00f6lkerung auf grosse Sympathie: Mehrere hundert Personen unterschrieben seit gestern Mittag in Bern eine Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rung mit Greenpeace, vierzehn Eigenheimbesitzer erkl\u00e4rten, ihr Dach f\u00fcr die Montage der Anlage zur Verf\u00fcgung zu stellen und ein Handwerker anerbot sich, die Anlage gratis zu montieren, wenn die BKW den Standort bekanntgeben w\u00fcrden. Weiter haben der WWF, die Schweizerische Energiestiftung SES und die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr soziale Verantwortung die BKW in offenen Briefen und Medienmitteilungen aufgefordert, den Zahlungsmodus von Greenpeace zu akzeptieren. Die Argumentation der BKW, in der F\u00f6rderung von erneuerbaren Energien die Nase sowieso vorn zu haben, ist schlicht l\u00e4cherlich: Der &#171;grossz\u00fcgige R\u00fcckliefertarif f\u00fcr Solarstrom&#187; entspricht dem Schweizer Durchschnitt und das Solarkraftwerk auf dem Mont Soleil ist nichts anderes als ein Beispiel, wie Solarstrom teuer, ineffizient und landschaftsverschandelnd eingesetzt werden kann &#8211; dies so quasi, um dann wieder das Hohelied auf die Atomenergie singen zu k\u00f6nnen. Mit ihrer gestrigen Haltung haben die BKW komplett am Willen der Berner Bev\u00f6lkerung vorbeientschieden. M\u00fchleberg ist seit Jahren im Brennpunkt heftiger Kontroversen. Bei einer Filterpanne etwa forderten 1986 sogar konservative Politiker wie der heutige SVP-Nationalrat Hermann Weyeneth, M\u00fchleberg langfristig stillzulegen. Und in einer Konsultativabstimmung im Kanton Bern stimmte 1992 die Mehrheit gegen die Erteilung einer neuen Betriebsbewiligung. Das hinderte die M\u00fchleberg-Betreiber allerdings nicht daran, eine unbefristete Betriebsbewilligung einzufordern.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Ueli M\u00fcller, Atomkampagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweiter \u00dcbergabeversuch einer Schadenersatz-Ratenzahlung von Greenpeace an die BKW Energie AG, Betreiberfirma des AKW M\u00fchleberg. 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