{"id":7644,"date":"1997-12-10T00:00:00","date_gmt":"1997-12-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7644\/kyoto-protokoll-gefaehrdet-das-klima-fortschrittliche-laender-muessen-selbst-handeln\/"},"modified":"2019-05-30T08:11:27","modified_gmt":"2019-05-30T06:11:27","slug":"kyoto-protokoll-gefaehrdet-das-klima-fortschrittliche-laender-muessen-selbst-handeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7644\/kyoto-protokoll-gefaehrdet-das-klima-fortschrittliche-laender-muessen-selbst-handeln\/","title":{"rendered":"Kyoto-Protokoll gef\u00e4hrdet das Klima &#8211; fortschrittliche L\u00e4nder m\u00fcssen selbst handeln"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Farce von Kyoto geriet heute nacht definitiv zum Trauerspiel: Statt das Klima zu sch\u00fctzen, wurde es kurzfristigen Interessen der Industrie geopfert. Die beschlossenen Massnahmen gen\u00fcgen in keiner Weise, um die katastrophalen Folgen der Klimaver\u00e4nderung abzuschw\u00e4chen oder gar zu stoppen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Die Vereinbarung von Kyoto wird zu keiner massgeblichen Reduktion der Treibhausgasemissionen gegen\u00fcber 1990 f\u00fchren: W\u00e4hrend Wissenschaftler eine Reduktion der Emissionen in der Gr\u00f6ssenordnung von 60 Prozent fordern, damit die globale Erw\u00e4rmung wirksam gebremst werden kann, mochten sich die Vertragsstaaten in Kyoto gerade auf durchschnittlich 5,2 Prozent einigen. Besonders die Schlupfl\u00f6cher wie etwa der Handel mit sogenannten Emissionszertifikaten \u00f6ffnen den reichen Industriestaaten T\u00fcr und Tor, um die n\u00f6tige Reduktion zu verschleppen. Greenpeace protestiert scharf dagegen, dass einige der weltweit gr\u00f6ssten Verschmutzer damit die M\u00f6glichkeit haben, ihren Ausstoss an Treibhausgasen noch zu erh\u00f6hen. Werden diese Schlupfl\u00f6cher in die Emissionsrechnung einbezogen, so wird das Fiasko von Kyoto offensichtlich \u2013 denn damit sinkt die durchschnittliche Reduktion auf bestenfalls 1 bis 2 Prozent. R\u00fcckschritt auch f\u00fcr die fortschrittlichen Staaten: Die Schweiz und die EU m\u00fcssen ihre Emissionen um 8 Prozent bis zur Budgetperiode 2008\u20132012 reduzieren. Das ist weniger, als sie urspr\u00fcnglich vorgeschlagen hatten. Greenpeace fordert die Schweiz deshalb auf, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und sich bei der Bearbeitung des CO2-Gesetzes an den klimawissenschaftlichen Notwendigkeiten zu orientieren. Wo diese liegen, hat der vom Bundesrat eingesetzte &#171;conseil du d\u00e9veloppement durable&#187; bereits definiert: Demnach muss die Schweiz ihren CO2-Ausstoss bis 2010 um 20 Prozent reduzieren. Auch die EU ist jetzt gefordert: Die fortschrittlichen L\u00e4nder Europas m\u00fcssen einen Kontrapunkt zur nordamerikanischen Verschwendungswirtschaft setzen und ihre Bem\u00fchungen zur Einf\u00fchrung von effizienten und sauberen Energiequellen verst\u00e4rken: Um gef\u00e4hrliche Folgen des Klimawandels zu verringern, darf nur etwa ein Viertel aller Reserven von \u00d6l, Kohle und Gas genutzt werden. Greenpeace wird sich daf\u00fcr einsetzen, dass der gr\u00f6sste Teil aller fossilen Energiereserven f\u00fcr immer im Boden bleibt und dass stattdessen saubere Energietechnologien gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   David Stickelberger, Koordinator der Klimakampagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Farce von Kyoto geriet heute nacht definitiv zum Trauerspiel: Statt das Klima zu sch\u00fctzen, wurde es kurzfristigen Interessen der Industrie geopfert. Die beschlossenen Massnahmen gen\u00fcgen in keiner Weise, um&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7644","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7644","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7644"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7644\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7644"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7644"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7644"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7644"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7644"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}