{"id":7660,"date":"1997-11-02T00:00:00","date_gmt":"1997-11-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7660\/eu-versagt-greenpeace-lanciert-gentech-kennzeichnung\/"},"modified":"2019-05-30T08:11:53","modified_gmt":"2019-05-30T06:11:53","slug":"eu-versagt-greenpeace-lanciert-gentech-kennzeichnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7660\/eu-versagt-greenpeace-lanciert-gentech-kennzeichnung\/","title":{"rendered":"EU versagt: Greenpeace lanciert Gentech-Kennzeichnung"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Europ\u00e4ische Kommission hat am Wochendende die von ihr selbst bestimmte Frist zur Deklaration genmanipulierter Nahrungsmittel verpasst. Darum stellt Greenpeace heute europaweit &#8211; unter anderem mit einer Pressekonferenz in Hamburg &#8211; ein Logo zur Kennzeichnung von genmanipulierten Produkten vor. Das Symbol zeigt ein Laborglas auf einem orangeroten Gefahrendiamanten und die Aufschrift &#171;Genmanipuliert&#187;. Nur ein Logo oder Symbol entspricht dem legitimen Wunsch der KonsumentInnen nach einer klaren Deklaration der genmanipulierten Waren. Die in der Schweiz vorgeschriebene Kennzeichnung mit den Buchstaben &#171;GVO&#187; (=Genver\u00e4nderte Organismen) wird nach Meinungsumfragen von nur etwa vier Prozent der Bev\u00f6lkerung verstanden. Greenpeace fordert auch f\u00fcr die Schweiz ein allgemeinverst\u00e4ndliches Symbol zur Deklaration.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich\/Br\u00fcssel. <\/span><span class=\"text\"> Wenn es darum geht, den KonsumentInnen reinen Wein einzuschenken, beginnt sich die Gentech-Lobby zu winden. Die Freiheit, im schlimmsten Fall zumindest zwischen genmanipulierten und traditionellen Produkten noch w\u00e4hlen zu k\u00f6nnen, muss gew\u00e4hrleistet sein. Seit Herbst 1996 sind in der EU genmanipulierte Agrarprodukte wie Soja und Mais unter Druck aus den USA auf den Markt gekommen und niemand kann die Folgen dieser Importe f\u00fcr Umwelt und Gesundheit vorhersagen. Damals versprach die EU, innert Jahresfrist diese Produkte verst\u00e4ndlich zu deklarieren. Diese Frist hat, versprochen war der 1. November 1997, hat die EU am Wochenende verpasst. &#171;Wir wollen und brauchen keine weiteren fahrl\u00e4ssig produzierten Skandale und Gesundheitsrisiken wie britischen Rinderwahn und Hormonfleisch aus den USA. Die arrogante Art, wie hier Menschenversuche mit Europas KonsumentInnen durchgef\u00fchrt werden, ist erschreckend&#187;, h\u00e4lt Bruno Heinzer, Koordinator der Genschutz-Kampagne bei Greenpeace Schweiz fest. Eine klare und verst\u00e4ndliche Deklaration f\u00fcr alle Nahrungsmittel, die genmanipulierte Bestandteile enthalten, sowie f\u00fcr alle, die aus oder mit genmanipulierten Rohstoffen produziert werden ist das absolute Minimum. Das heisst, dass die KonsumentInnen ein Recht darauf haben, zu wissen ob ihr Fleisch und Gefl\u00fcgel mit Gentech-Futter gem\u00e4stet oder das Speise\u00f6l aus genmanipuliertem Rohstoff gepresst wurde. Die erpresserische Zwangseinf\u00fchrung von Gentech-Produkten aus den USA muss von der Schweiz und der EU nicht einfach hingenommen werden, denn die Trennung von genmanipulierten und traditionellen Produkten nach der Ernte ist machbar. Die Schweiz und die EU spielen bisher allerdings lieber eine devote Rolle und beugen sich dem Druck aus Industrie und Politik. Dabei ist ihnen der erkl\u00e4rte Wille der B\u00fcrgerInnen, die gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel klar ablehnen, gelinde gesagt Wurst. Greenpeace wird die Zwangsern\u00e4hrung aus den USA nicht widerstandslos schlucken und fordert nach wie vor ein Verbot genmanipulierter Nahrungs- und Futtermittel.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Bruno Heinzer, Koordinator der Genschutz-Kampagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat am Wochendende die von ihr selbst bestimmte Frist zur Deklaration genmanipulierter Nahrungsmittel verpasst. 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