{"id":7666,"date":"1997-11-03T00:00:00","date_gmt":"1997-11-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7666\/greenpeace-reicht-strafanzeige-ein-schluss-mit-der-illegalen-atommuell-schieberei\/"},"modified":"2019-05-30T08:12:04","modified_gmt":"2019-05-30T06:12:04","slug":"greenpeace-reicht-strafanzeige-ein-schluss-mit-der-illegalen-atommuell-schieberei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7666\/greenpeace-reicht-strafanzeige-ein-schluss-mit-der-illegalen-atommuell-schieberei\/","title":{"rendered":"Greenpeace reicht Strafanzeige ein: Schluss mit der illegalen Atomm\u00fcll-Schieberei"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace reicht bei der Bundesanwaltschaft eine Strafanzeige gegen die illegalen Atomm\u00fcllexporte der Schweizer AKW-Betreiber ein, um die Wiederaufarbeitung von Atomm\u00fcll aus der Schweiz und die damit verbundene atomare Verseuchung der Meere zu unterbinden. Zurzeit stehen zwei Transporte im AKW M\u00fchleberg zum Abtransport in die Wiederaufarbeitung bereit, werden aber aufgrund der Strassenblockaden der franz\u00f6sischen Lastwagenfahrer an der Fahrt in die Plutoniumfabrik Sellafield gehindert.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">M\u00fchleberg. Die beiden Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague (F) und Sellafield (GB), die zu einem erheblichen Teil Atomm\u00fcll aus der Schweiz verarbeiten, leiten t\u00e4glich Millionen von Litern radioaktiver Abw\u00e4sser in den Atlantik. Greenpeace hat mit Sediments- und Wasserproben am Abflussrohr in La Hague nachgewiesen, dass die Abw\u00e4sser zu einer erheblichen Verseuchung des Meeres f\u00fchren und damit ein Risiko f\u00fcr Mensch und Umwelt darstellen. Die &#171;Entsorgung&#187; im Atlantik ist mit dem Schweizer Strahlenschutzgesetz nicht vereinbar. Deshalb reicht Greenpeace Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft ein. Damit soll auch dem weiteren Export von hochradioaktiven Atomabf\u00e4llen ins Ausland ein Riegel geschoben werden. Im Sommer 1997 hatte Greenpeace versucht, Proben des verseuchten Meeresbodens vor La Hague in die Schweiz zu importieren, um sie den Absendern &#8211; den Atomkraftwerkbetreibern &#8211; zur\u00fcckzubringen. Die Proben wurden am Zoll beschlagnahmt. Sp\u00e4ter verbot das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) Greenpeace die Einfuhr und den Umgang mit den Proben, da es sich bei den im offenen Meer gesammelten Sedimenten eindeutig um radioaktives Material handelt. Die Proben wurden nun im Zwischenlager des Paul-Scherrer-Instituts in W\u00fcrenlingen untergebracht und sollen sp\u00e4ter endgelagert werden. Radioaktive Abf\u00e4lle, die in der Schweiz sicher verwahrt werden m\u00fcssen, d\u00fcrfen nicht im Ausland ungestraft in die Umwelt geleitet werden. Dies h\u00e4lt das Schweizer Strahlenschutzgesetz unmissverst\u00e4ndlich fest. Es verbietet unter anderem die fahrl\u00e4ssige Gef\u00e4hrdung durch ionisierende Strahlung und die \u00dcberschreitung der Immissionsgrenzwerte. Zudem schreibt das Gesetz vor, dass mit radioaktiven Stoffen so umzugehen ist, dass m\u00f6glichst wenig radioaktive Abf\u00e4lle entstehen. Bei der Wiederaufarbeitung ist das Gegenteil der Fall: Die Menge des Atomm\u00fclls, den die Schweiz nach La Hague und Sellafield schickt, verzehnfacht sich durch die Wiederaufarbeitung. Mit dem Atomm\u00fcllexport nach Frankreich und England und der anschliessenden Wiederaufarbeitung werden die gesetzlichen Vorschriften aufs gr\u00f6bste verletzt. Greenpeace fordert, dass die Wiederaufarbeitung endlich gestoppt und s\u00e4mtliche Vertr\u00e4ge sofort gek\u00fcndigt werden.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Koordinator der Atomkampagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace reicht bei der Bundesanwaltschaft eine Strafanzeige gegen die illegalen Atomm\u00fcllexporte der Schweizer AKW-Betreiber ein, um die Wiederaufarbeitung von Atomm\u00fcll aus der Schweiz und die damit verbundene atomare Verseuchung der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7666","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7666","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7666"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7666\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7666"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7666"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7666"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7666"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7666"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}