{"id":7676,"date":"1997-09-09T00:00:00","date_gmt":"1997-09-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7676\/atomsmog-auf-dem-jungfraujoch\/"},"modified":"2019-05-30T08:12:20","modified_gmt":"2019-05-30T06:12:20","slug":"atomsmog-auf-dem-jungfraujoch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7676\/atomsmog-auf-dem-jungfraujoch\/","title":{"rendered":"Atomsmog auf dem Jungfraujoch"},"content":{"rendered":"<p><b>Zehn AktivistInnen der Umweltorganisation Greenpeace entfalteten gestern auf dem Jungfraujoch (3475 M.\u00fc.M.) ein dreissig Meter breites Transparent mit der Parole &#171;Atomsmog in den Alpen &#8211; Stoppt die Wiederaufarbeitung&#187;. Sie protestieren damit gegen die folgenschwere Umweltbelastung, die durch die beiden Wiederaufarbeitungsanlagen f\u00fcr radioaktiven Atomm\u00fcll in Sellafield (GB) und La Hague (F) verursacht wird. Eine neue Studie zur Rolle der Schweiz im Wiederaufarbeitungsgesch\u00e4ft wird von der Coalition Antinucl\u00e9aire (CAN) heute in Z\u00fcrich den Medien vorgestellt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Grindelwald. In ganz Mitteleuropa werden in den letzten Jahren erh\u00f6hte Krypton-85 Werte gemessen. Ursprung der Emissionen sind eindeutig die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague. Die Messungen auf dem Jungfraujoch werden vom Physikalischen Institut der Universit\u00e4t Bern durchgef\u00fchrt und in den Jahresberichten zur Umweltradioaktivit\u00e4t des Bundesamts f\u00fcr Gesundheitswesen publiziert. &#171;Die Emissionen waren so gross, dass nicht nur die in der Atmosph\u00e4re zerfallende Aktivit\u00e4t ersetzt wurde, sondern dass sich zus\u00e4tzlich das Inventar erh\u00f6hen konnte&#187;, hielt der Bericht* des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheitswesen (BAG) fest. Krypton-85 ist das k\u00fcnstliche Nuklid mit der h\u00f6chsten Aktivit\u00e4t in der Luft. Auf dem Luftpfad \u00fcber die Schornsteine, wie auf dem Wasserpfad \u00fcber Abwasserrohre in den Atlantik werden j\u00e4hrlich riesige Mengen radioaktiver Emissionen aus den Wiederaufarbeitungsanlagen in die Umwelt geleitet. Die Giftspur aus den atomaren Dreckschleudern Europas ist im Meer bis an die K\u00fcsten Kanadas nachweisbar. Die Schweizer Atomindustrie ist an diesem Umweltskandal beteiligt, l\ufffd\ufffdsst sie doch nach wie vor Schweizer Atomm\u00fcll wiederaufarbeiten. Greenpeace forderte wiederholt den Ausstieg aus der Wiederaufarbeitung. Treten die radioaktiven Stoffe bei uns auch in verd\u00fcnnter Form auf, sind sie dennoch nicht vernachl\u00e4ssigbar. In der unmittelbaren Umgebung der Wiederaufarbeitungsanlagen treten weit h\u00f6here Konzentrationen auf und f\u00fchren dort zu gesundheitlichen Sch\u00e4den. Sowohl in der Umgebung von Sellafield wie auch La Hague besteht ein erh\u00f6htes Risiko an Leuk\u00e4mie zu erkranken. Zudem verbreiten sich die radioaktiven Stoffe auch auf weit empfindlichere \u00d6kosysteme der n\u00f6rdlichen Halbkugel.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Kontakt: Stefan F\u00fcglister, Koordinator der Atomkampagne 01 \/ 447 41 41<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zehn AktivistInnen der Umweltorganisation Greenpeace entfalteten gestern auf dem Jungfraujoch (3475 M.\u00fc.M.) ein dreissig Meter breites Transparent mit der Parole &#8220;Atomsmog in den Alpen &#8211; Stoppt die Wiederaufarbeitung&#8221;. 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