{"id":7682,"date":"1997-08-31T00:00:00","date_gmt":"1997-08-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7682\/keine-zulassung-der-gentech-polenta-von-novartis\/"},"modified":"2019-05-30T08:12:28","modified_gmt":"2019-05-30T06:12:28","slug":"keine-zulassung-der-gentech-polenta-von-novartis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7682\/keine-zulassung-der-gentech-polenta-von-novartis\/","title":{"rendered":"Keine Zulassung der Gentech-Polenta von Novartis!"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute Morgen kurz nach 9 Uhr stieg Greenpeace dem Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) aufs Dach. \u00dcber dem Amt schwebt ein \u00fcberdimensionierter Novartis-Maiskolben und an die Fassade spannten AktivistInnen ein Transparent mit dem Text &#171;Gentech-Mais &#8211; Non merci!&#187;. Damit fordert Greenpeace vom BAG die Zur\u00fcckweisung des Novartis-Antrags auf Zulassung von genmanipuliertem Bt-Mais als Lebensmittel. Wegen Gesundheits- und Umweltschutzbedenken wurde der umstrittene Mais bis jetzt in keinem europ\u00e4ischen Land angebaut. Das unn\u00f6tige und gef\u00e4hrliche Industrieprodukt darf nicht auf unsere Teller kommen. Bereits am Freitag besetzten zwei virtuelle Greenpeace AktivistInnen aus Protest gegen die Informationspolitik von Novartis die Internet-Site www.novartis.ch. Auch diese Besetzung dauert an.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Bern. <\/span><span class=\"text\"> Das Zulassungsgesuch des Chemie- und Agromultis Novartis ist beim BAG seit Oktober des vergangenen Jahres h\u00e4ngig. Im Labor haben Novartis-Forscher der Pflanze drei Fremdgene eingepflanzt: Erstens ein Marker-Gen, das die Resistenz gegen Ampicillin \u00fcbertr\u00e4gt, einem in der Therapie bei Menschen und Tieren oft verwendeten Antibiotikum. Weiter enth\u00e4lt die Pflanze ein japanisches Bodenbakterien-Gen, das den Mais gegen das Pflanzengift &#171;Basta&#187; resistent macht und drittens ein Gen des Bacillus thuringiensis, damit der Novartis-Mais ein Insektizid gegen den Maisz\u00fcnsler gleich selbst produziert. Entgegen der Behauptung des Chemiekonzerns haben Tests des eidgen\u00f6ssischen Forschungsinstitut f\u00fcr Agrar\u00f6kologie und Landbau gezeigt, dass nicht nur die anvisierten Sch\u00e4dlinge, sondern auch n\u00fctzliche Insekten durch die Einnahme von genmanipuliertem Mais sterben. Zudem droht die Entwicklung giftresistenter &#171;Superkr\u00e4uter&#187; und &#171;-insekten&#187;. Experten, wie das Beratungskomitee der britischen Regierung f\u00fcr Novel Food warnen weiter vor Gesundheitsgefahren durch eine \u00dcbertragung der im Mais eingebauten Antibiotika-Resistenz auf den Menschen. Andere m\u00f6gliche \u00f6kologische oder gesundheitliche Sch\u00e4den k\u00f6nnen die Forscher heute weder exakt voraussagen noch ausschliessen. Mit der Freigabe des genmanipulierten Mais&#8216; als Lebensmittel w\u00fcrde das BAG nicht nur seine Pflicht vernachl\u00e4ssigen, die menschliche Gesundheit zu sch\u00fctzen, sondern auch den Volkswillen missachten: In wiederholten Meinungsumfragen hat eine \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer sich gegen die Genmanipulation von Lebensmitteln ge\u00e4ussert. Novartis hat am 18. Juni dieses Jahres einen Brief an Pr\u00e4sident Clinton unterzeichnet, in dem die Gentechlobby den Einsatz von US-Handelssanktionen fordert, falls die Europ\u00e4erInnen auf der Deklaration genmanipulierter Lebensmittel bestehen sollten. Dies ganz entgegen den Behauptungen des Basler Stammhauses, wo die Einf\u00fchrung von Gentech-Lebensmitteln immer mit der Deklaration und der Wahlfreiheit der KonsumentInnen gerechtfertigt wird. Bei einer Zulassung des Novartis-Mais&#8216; durch das BAG bleibt der Schweizer Bev\u00f6lkerung nur noch ein Mittel gegen die Gefahren der ungez\u00fcgelten Gentechnologie: ein &#171;Ja&#187; zur Gen-Schutz-Initiative. Sie weist die Gentechnologie in vern\u00fcnftige Schranken, ohne ihre medizinische Anwendung zu unterbinden, sie verbietet Freisetzung, Patente auf genmanipulierte Tiere und Pflanzen und verhindert Nahrungsmittel aus dem Genlabor. Dem Greenpeace-Protest gegen die Freigabe von Gentech-Polenta k\u00f6nnen sich auch Berner PassantInnen anschliessen. Auf dem B\u00e4renplatz, wo Greenpeace-AktivistInnen Informationen zum Novartis-Mais und der Genschutz-Initiative verteilen, k\u00f6nnen sie einen Protestbrief unterschreiben, der an Bundesr\u00e4tin Dreifuss gefaxt wird.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Bruno Heinzer, Koordinator der Genschutz-Kampagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Morgen kurz nach 9 Uhr stieg Greenpeace dem Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) aufs Dach. \u00dcber dem Amt schwebt ein \u00fcberdimensionierter Novartis-Maiskolben und an die Fassade spannten AktivistInnen ein Transparent&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7682","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7682","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7682"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7682\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7682"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7682"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7682"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7682"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7682"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}