{"id":7694,"date":"1997-06-24T00:00:00","date_gmt":"1997-06-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7694\/greenpeace-appelliert-an-nestle-aktionaere-gentech-hat-keine-zukunft\/"},"modified":"2019-05-30T08:12:49","modified_gmt":"2019-05-30T06:12:49","slug":"greenpeace-appelliert-an-nestle-aktionaere-gentech-hat-keine-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7694\/greenpeace-appelliert-an-nestle-aktionaere-gentech-hat-keine-zukunft\/","title":{"rendered":"Greenpeace appelliert an Nestl\u00e9-Aktion\u00e4re: Gentech hat keine Zukunft!"},"content":{"rendered":"<p><b>Protest an der 130. Nestl\u00e9-Generalversammlung im Palais de Beaulieu in Lausanne: \u00dcber 50 aus verschiedenen L\u00e4ndern Europas angereiste AktivistInnen der Umweltorganisation Greenpeace appellierten heute Nachmittag als Versuchskaninchen verkleidet an die Aktion\u00e4rInnen des weltgr\u00f6ssten Lebensmittelkonzerns. Beim Hauptportal des Palais h\u00e4ngten Greenpeacer ein riesiges Transparent mit der Aufschrift: &#171;Respect Life on Earth &#8211; Stop Genetic Manipulation&#187;. Dar\u00fcber das weltbekannten Nestl\u00e9-Signet (Vogelnest), aus dem ein schauriges Ungeheuer &#8211; halb Vogel, halb Krake &#8211; herauskriecht.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Lausanne. <\/span><span class=\"text\"> Greenpeace-AktivistInnen aus Italien, Frankreich, Deutschland \u00d6sterreich und der Schweiz empfingen die TeilnehmerInnen der 130. Nestl\u00e9-Generalversammlung am fr\u00fchen Donnerstag nachmittag nicht mit Schokolade, sondern mit Protestbannern, auf welchen die Gentech-bef\u00fcrwortende Haltung von Nestl\u00e9 angeprangert wurde: &#171;Nat\u00fcrlich &#8211; nicht Nestl\u00e9!&#187;, &#171;Naturellement &#8211; pas Nestl\u00e9!&#187; &#171;Naturalmente &#8211; no Nestl\u00e9!&#187;. Die internationalen &#171;Versuchskaninchen&#187; \u00fcberreichten den Aktion\u00e4rInnen einen schriftlichen Appell. Darin fordert Greenpeace die Aktion\u00e4rInnen auf, ihre Verantwortung als GeldgeberInnen des weltgr\u00f6ssten Nahrungsmittelkonzerns gegen\u00fcber KonsumentInnen und Umwelt wahrzunehmen und beim neuen Konzernchef Peter Brabeck f\u00fcr nat\u00fcrliche und gesunde, nachhaltig produzierte Lebensmittel einzustehen, statt auf die fragw\u00fcrdige, h\u00f6chstens kurzfristige Erfolge zeigende Gentechnologie zu setzen. Dies in Abgrenzung zum abtretenden Konzerndirektor Helmut Maucher, der stets in markigen Worten die Produktion und den Verkauf genmanipulierter Lebensmittel propagiert hatte, sich um die mehrheitlich ablehnende Haltung der KonsumentInnen foutierend: &#171;Gentechnisch ver\u00e4nderte Lebensmittel werden kommen, daran \u00e4ndert auch die aufgeregte Diskussion nichts mehr. Nestl\u00e9 wird weltweit nicht darauf verzichten&#187; (&#171;Stern&#187;-Interview, 14.11.1996). Der Greenpeace-Appell weist die Nestl\u00e9-Aktion\u00e4rInnen darauf hin, dass Gentechnologie eine Risiko-Technologie ist. So habe sich kein einziges Land Europas bereiterkl\u00e4rt, den genmanipulierten Bt-Mais von Novartis anzubauen: Gesundheitsrisiken f\u00fcr den Menschen bei der Einnahme dieser genmanipulierten Nahrung k\u00f6nnten nicht ausgeschlossen werden. M\u00f6gliche Umweltsch\u00e4den bei einem \u00dcbergreifen genmanipulierter Organismen auf Wildpflanzen oder -tiere, auf Bakterien oder Viren seien unabsehbar und nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. &#171;Wollen Sie als Aktion\u00e4rIn mitschuldig werden daran, dass unser Essen, unsere Natur als Ganzes zu einem Laborprodukt wird, den willk\u00fcrlichen Manipulationen von Molekularbiologen ausgeliefert? Wollen Sie dazu beitragen, dass die Natur als solche durch Eingriffe in ihren Lebenskern abgeschafft wird?&#187; fragt Greenpeace im Appell an die Aktion\u00e4rInnen und fordert die Aktion\u00e4rInnen weiter auf: &#171;Ergreifen Sie die Chance des Machtwechsels von Helmut Maucher zu Peter Brabeck. Erinnern Sie die Firmenleitung an ihre eigenen Umweltrichtlinien und weisen Sie sie darauf hin, das Leben auf unserer Erde zu respektieren.&#187;<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Bruno Heinzer, Koordinator der Genschutz-Kampagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protest an der 130. 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