{"id":7710,"date":"1997-06-11T00:00:00","date_gmt":"1997-06-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7710\/griechenland-baut-das-groesste-solar-kraftwerk-der-welt\/"},"modified":"2019-05-30T08:13:14","modified_gmt":"2019-05-30T06:13:14","slug":"griechenland-baut-das-groesste-solar-kraftwerk-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7710\/griechenland-baut-das-groesste-solar-kraftwerk-der-welt\/","title":{"rendered":"Griechenland baut das gr\u00f6sste Solar-Kraftwerk der Welt"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Solarenergie tritt heute in eine neue \u00c4ra: Die griechische Regierung hat entschieden, das weltgr\u00f6sste Solar-Photovoltaik-Kraftwerk auf Kreta zu bauen. Dieses Solarkraftwerk ist Teil einer zweij\u00e4hrigen Kampagne von Greenpeace zur Umwandlung Kretas in eine Insel, die sich ganz auf Solarenergie st\u00fctzt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Kreta. Die griechische Energieministerin Vasso<br \/>\nPapandreou bewilligte heute einen Kredit f\u00fcr die erste 5<br \/>\nMegawatt-Tranche eines 50 Megawatt-Solarkraftwerks, wie es von der<br \/>\nUS-Firma ENRON SOLAR offeriert wurde. Die EU und die griechische<br \/>\nRegierung werden 55% der Kapitalkosten finanzieren. Die gesamte<br \/>\nInvestition betr\u00e4gt 17.75 Mio. US $. Gem\u00e4ss dem der griechischen<br \/>\nRegierung vorgelegten Plan von Enron Solar sollen j\u00e4hrlich 9<br \/>\nMegawatt (MW) installiert werden, um bis 2003 die 50 MW zu<br \/>\nerreichen. Das bisher gr\u00f6sste Photovoltaik-Kraftwerk hat eine<br \/>\nLeistung von 3.3 MW und steht in Italien. Zu der Ank\u00fcndigung der<br \/>\ngriechischen Regierung meint Thilo Bode, Gesch\u00e4ftsleiter von<br \/>\nGreenpeace International: &#171;Dies wirft die g\u00e4ngigen Vorstellungen<br \/>\nzur Solarenergie bez\u00fcglich Gr\u00f6ssenordnungen und Kosten \u00fcber den<br \/>\nHaufen. Das Solarzeitalter ist nicht mehr ein Zukunftstraum,<br \/>\nsondern eine Realit\u00e4t.&#187; Mit 50 MW w\u00e4re das Kreta-Solarkraftwerk<br \/>\nf\u00fcnfzehn mal gr\u00f6sser als jede andere Photovoltaik-Anlage auf der<br \/>\nWelt, mehr als viermal billiger als die durchschnittlichen Kosten<br \/>\nf\u00fcr diese Technologie und w\u00fcrde Elektrizit\u00e4t f\u00fcr fast 100&#8217;000<br \/>\nMenschen liefern, was einem Achtel der kretischen Bev\u00f6lkerung<br \/>\nentspricht. Gem\u00e4ss Enron Solar wird der Strompreis f\u00fcr die ersten 5<br \/>\nMW bei 8.5 US-cents pro Kilowattstunde liegen, was bereits billiger<br \/>\nist als ein Drittel des heute fossil erzeugten Stroms. Ein heute<br \/>\nver\u00f6ffentlichter Greenpeace-Report &#171;Plugging into the sun &#8211;<br \/>\nkickstarting the solar age in Crete&#187; zeigt auf, dass das 50<br \/>\nMW-Solarkraftwerk auf Kreta den weltweiten Durchbruch f\u00fcr die<br \/>\nSolarenergie in Gang setzen k\u00f6nnte: &#171;Wenn weltweit acht solche<br \/>\nKraftwerke gebaut werden, kann damit ein 27 Milliarden Dollar-Markt<br \/>\nf\u00fcr Photovoltaik geschaffen werden, der mehrere 100&#8217;000<br \/>\nArbeitspl\u00e4tze entstehen l\u00e4sst.&#187; &#171;Das ist die Art von Investitionen,<br \/>\nwelche die Regierungen jetzt t\u00e4tigen m\u00fcssen, wenn wir einen<br \/>\ngef\u00e4hrlichen Klimawandel vermeiden wollen&#187; meinte Bode.<br \/>\nVerhandlungen zu gesetzlich verbindlichen Treibhausgasreduktionen<br \/>\nwerden im Dezember am Klimagipfel in Kyoto abgeschlossen.<br \/>\nGreenpeace verlangt eine CO2-Reduktion von mindestens 20% bis 2005<br \/>\ngegen\u00fcber 1990 und den Beginn von Verhandlungen zum Ausstieg aus<br \/>\nden fossilen Energien, sowie insbesondere ein Stopp von neuen<br \/>\nErd\u00f6lbohrungen. Nach der Ank\u00fcndigung der Regierung wird die<br \/>\nEnergieministerin eine Pressekonferenz zu weiteren Solarthemen<br \/>\nzusammen mit Greenpeace auf deren Schiff MS Sirius durchf\u00fchren.<br \/>\nBemerkungen: Der vollst\u00e4ndige Bericht mit einem weltweiten<br \/>\n\u00dcberblick zu Trends und Kosten der Photovoltaik sowie Video und<br \/>\nFotos sind bei Greenpeace International erh\u00e4ltlich. Solarenergie<br \/>\nist nicht nur f\u00fcr s\u00fcdliche L\u00e4nder: Wie auch in unseren Breiten<br \/>\nPhotovoltaik deutlich billiger werden kann, zeigt Greenpeace<br \/>\nSchweiz an einer Pressekonferenz am 18. Juni in Z\u00fcrich.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>David Stickelberger, Koordinator der Energiekampagne 01 \/ 447 41<br \/>\n41<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Solarenergie tritt heute in eine neue \u00c4ra: Die griechische Regierung hat entschieden, das weltgr\u00f6sste Solar-Photovoltaik-Kraftwerk auf Kreta zu bauen. 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