{"id":7712,"date":"1997-06-10T00:00:00","date_gmt":"1997-06-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7712\/kniefall-vor-europa-25-rappen-lsva-sind-viel-zu-wenig\/"},"modified":"2019-05-30T08:13:17","modified_gmt":"2019-05-30T06:13:17","slug":"kniefall-vor-europa-25-rappen-lsva-sind-viel-zu-wenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7712\/kniefall-vor-europa-25-rappen-lsva-sind-viel-zu-wenig\/","title":{"rendered":"Kniefall vor Europa? &#8211; 2,5 Rappen LSVA sind viel zu wenig!"},"content":{"rendered":"<p><b>Der St\u00e4nderat ist mit seinem Entscheid, dass die leistungsabh\u00e4ngige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) zwischen 0,6 und 2,5 Rappen pro Tonnenkilometer betragen soll, dem Minderheitsantrag Maissen (CVP, GR) gefolgt. Greenpeace begr\u00fcsst grunds\u00e4tzlich das Eintreten des St\u00e4nderates auf den Gesetzesentwurf, hatten doch rechte Kreise einen Aufschub bis nach Abschluss der bilateralen Verhandlungen mit der EU gefordert. Der beschlossene Betrag von maximal 2,5 Rappen pro Tonnenkilometer (= Fr. 300.\u2013 pro Transitfahrt) ist jedoch viel zu tief, um sowohl eine Verlagerung des G\u00fcterverkehrs von der Strasse auf die Schiene wie auch die Internalisierung der externen, durch den Schwerverkehr verursachten Umweltkosten zu erreichen. Gegen\u00fcber Br\u00fcssel gibt der St\u00e4nderat durch das Unterbieten des Kinnock&#8217;schen Verhandlungsangebotes von Fr. 340.\u2013 zudem ein Signal der Schw\u00e4che ab.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Die LSVA bietet die Grundlage daf\u00fcr, dass die durch den Schwerverkehr verursachten externen Umweltkosten in den Bereichen Gesundheit, Verkehrsunf\u00e4lle, Luftverschmutzung, L\u00e4rm und Geb\u00e4udesch\u00e4den in der H\u00f6he von rund einer Milliarde Franken tats\u00e4chlich dem Schwerverkehr angelastet werden. Mit dem Entscheid, die LSVA auf maximal 2,5 Rappen pro Tonnenkilometer zu begrenzen, verpasst der St\u00e4nderat einerseits einmal mehr die Chance, das Verursacherprinzip anzuwenden. Konsequenz: Die anfallenden externen Umweltkosten in Milliardenh\u00f6he sowie die bereits heute bekannten zus\u00e4tzlichen Kosten f\u00fcr Ernte-, Wald- und Klimasch\u00e4den muss weiterhin die Allgemeinheit tragen. Andererseits vergibt der St\u00e4nderat die M\u00f6glichkeit, durch marktwirtschaftliche Instrumente den Schwerverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Greenpeace hat den St\u00e4nderat bereits im Vorfeld der Beratungen darauf hingewiesen, dass die LSVA mindestens 4 Rappen pro Tonnenkilometer betragen m\u00fcsste, sollte sie die Umweltkosten decken wie auch den Schwerverkehr von der Strasse auf die Schiene verlagern helfen. Die Hoffnung auf eine rasche Verlagerung des Schwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene hat sich mit dem heutigen Entscheid des St\u00e4nderates zerschlagen. Die betroffene Bev\u00f6lkerung entlang den Transitachsen wird es dem St\u00e4nderat vermutlich mit einem herzhaften Nein zur Finanzierung der NEAT zu danken wissen. In Br\u00fcssel wird dieser Kniefall mit unverhohlenem Beifall begr\u00fcsst werden. Denn eine Parlamentskammer, die sogar die Verhandlungsposition der eigenen Regierung unterh\u00f6hlt, trifft man schliesslich nicht alle Tage.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Judith Bucher, Koordinatorin der Verkehrskampagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der St\u00e4nderat ist mit seinem Entscheid, dass die leistungsabh\u00e4ngige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) zwischen 0,6 und 2,5 Rappen pro Tonnenkilometer betragen soll, dem Minderheitsantrag Maissen (CVP, GR) gefolgt. 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