{"id":7714,"date":"1997-04-21T00:00:00","date_gmt":"1997-04-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7714\/40-toenner-umweltverbaende-und-gruene-zum-referendum-bereit\/"},"modified":"2019-05-30T08:13:21","modified_gmt":"2019-05-30T06:13:21","slug":"40-toenner-umweltverbaende-und-gruene-zum-referendum-bereit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7714\/40-toenner-umweltverbaende-und-gruene-zum-referendum-bereit\/","title":{"rendered":"40-T\u00f6nner: Umweltverb\u00e4nde und Gr\u00fcne zum Referendum bereit"},"content":{"rendered":"<p><b>Am Montagabend 21. April 1997 sind sich in Olten die Umweltorganisationen VCS, WWF, Greenpeace und Alpen-Initiative sowie die Gr\u00fcnen Schweiz einig dar\u00fcber geworden, gegen das Dossier Landverkehr bei den bilateralen Verhandlungen n\u00f6tigenfalls das Referendum zu ergreifen, wenn die Volksbeschl\u00fcsse von 1994 nicht mehr m\u00f6glich scheint. Die Gruppierungen fordern konkret, dass als Ergebnis der bilateralen Vertr\u00e4ge mindestens 9 von 10 alpenquerenden Lastwagen die Schiene benutzen m\u00fcssen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Olten. <\/span><span class=\"text\"> Mit ihrem organisatorischen Zusammenr\u00fccken wollen die Umweltorganisationen und die Gr\u00fcnen erreichen, dass durch das Ergebnis des Vertrages \u00fcber den Landverkehr weder Sinn noch Wortlaut der erfolgreichen Volksabstimmungen \u00fcber die Alpeninitiative und die leistungsabh\u00e4ngige Schwerverkehrsabgabe verletzt noch die Schweiz mit unkontrollierbaren Mengen von 40-T\u00f6nnern \u00fcberrollt wird. Die Organisationen sind grunds\u00e4tzlich am Abschluss von bilateralen Vertr\u00e4gen interessiert. Der Preis darf aber nicht die Zerst\u00f6rung der Schweizer Verkehrspolitik sein. Zu deren \u00f6kologischen St\u00fctzen geh\u00f6ren in erster Linie der Alpenschutzartikel, die leistungsabh\u00e4ngige Schwerverkehrsabgabe, eine leistungsf\u00e4hige G\u00fcterbahn sowie bislang die 28-Tonnen-Limite. Die Organisationen haben deshalb als Richtlinie f\u00fcr die Schlussphase der Verhandlungen klare Eckpfeiler gesetzt, bei deren \u00dcberschreitung ein Referendum unumg\u00e4nglich werden d\u00fcrfte: &#8211; Das Ergebnis der Vehandlungen muss garantieren, dass neun von zehn Lastwagen im Alpentransitverkehr in der Schweiz die Bahn benutzen. Nach heutiger Erkenntnis wird dies nur mit einer (kumulierten) Abgabe von mindestens 600 Franken, zusammengesetzt aus LSVA und Alpentransitabgabe, erreicht. &#8211; Wird eine Schutzklausel vereinbart, muss sie unkompliziert und ohne nochmalige internationale Verhandlungen umgesetzt werden k\u00f6nnen. Wird die Schutzklausel mit der Existenz der NEAT verbunden, ist \u00fcber die Realisierung der NEAT vor Abschluss der Vertr\u00e4ge abzustimmen. Die Schutzklausel hat zu garantieren, dass die Zahl der Lastwagen auf der Strasse im alpenquerenden Verkehr ab 2004 mindestens um den Anteil des Transitverkehrs reduziert wird. &#8211; Die Lenkungswirkung der leistungsabh\u00e4ngigen Schwerverkehrsabgabe LSVA darf durch den Vertrag h\u00f6chstens soweit beschr\u00e4nkt werden, dass der Bahnanteil im gesamten schweizerischen Verkehr noch mindestens 60 % (1995 50 %) und f\u00fcr den Binnen-, Export- und Importverkehr mindestens 33 % (1995: 27 %) betr\u00e4gt. &#8211; Das Nacht- und das Sonntagsfahrverbot der Schweiz d\u00fcrfen nicht beeintr\u00e4chtigt werden. &#8211; Eine generelle Zulassung der 40-\/44-T\u00f6nner in der Schweiz ist erst m\u00f6glich, wenn die eingef\u00fchrten Lenkungsabgaben wirklich greifen, jedoch fr\u00fchestens im Jahre 2005. Die Organisationen begr\u00fcssen grunds\u00e4tzlich den Abschluss von bilateralen Vertr\u00e4gen zwischen der Schweiz und der EU. Sollte die EU dabei jedoch eine weder f\u00fcr das Alpengebiet noch die Schweiz allgemein \u00f6kologisch akzeptable G\u00fcterverkehrspolitik nach dem Willen der EU-Lastwagenlobby durchsetzen wollen, ist das Komitee der Meinung, dass eine derartige unakzeptable Regelung schon bei den Verhandlungen und nicht erst bei der Volksabstimmung scheitern sollte. Aus diesem Grund ist das Referendum f\u00fcr das Komitee eine Ultima Ratio zur Katastrophenabwendung.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Judith Bucher, Koordinatorin der Verkehrskampagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montagabend 21. 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