{"id":7732,"date":"1997-03-24T00:00:00","date_gmt":"1997-03-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7732\/skandaloese-sofortzulassung-fuer-gentechsoja-durch-das-edi-wir-ziehen-entscheid-ans-bundesgericht-weiter\/"},"modified":"2019-05-30T08:13:49","modified_gmt":"2019-05-30T06:13:49","slug":"skandaloese-sofortzulassung-fuer-gentechsoja-durch-das-edi-wir-ziehen-entscheid-ans-bundesgericht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7732\/skandaloese-sofortzulassung-fuer-gentechsoja-durch-das-edi-wir-ziehen-entscheid-ans-bundesgericht-weiter\/","title":{"rendered":"Skandal\u00f6se Sofortzulassung f\u00fcr Gentechsoja durch das EDI: Wir ziehen Entscheid ans Bundesgericht weiter!"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Eidgen\u00f6ssische Departement des Inneren (EDI) hat heute den Beschwerdef\u00fchrerInnen der Verwaltungsbeschwerde gegen die Zulassung gentechnisch manipulierter Sojabohnen der Monsanto AG durch das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) die Einspracheberechtigung verweigert &#8211; ohne inhaltlich auf die von einer Mehrheit der Schweizer Bev\u00f6lkerung geteilten Bef\u00fcrchtungen einzugehen. Damit darf ab sofort genmanpulierte Soja der Firma Monsanto in die Schweiz importiert und verkauft werden. Der heutige Entscheid des EDI wird von den unterzeichnenden Organisationen angefochten und ans Bundesgericht weitergezogen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Bern. <\/span><span class=\"text\"> Die Argumentation des EDI f\u00fcr das Nichteintreten auf die Beschwerde entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Weil von der Zulassung f\u00fcr Lebensmittel &#171;jede Person betroffen&#187; ist (Originalton EDI), sind die unterzeichnenden Organisationen nicht besonders betroffen &#8211; und also verf\u00fcgen sie \u00fcber keine Beschwerdebefugnis&#8230; Offenbar z\u00e4hlen in Ruth Dreifuss&#8216; EDI die Interessen der Grosskonzerne mehr als die Anliegen der Mehrheit der Schweizer Bev\u00f6lkerung, die sich mit allen demokratischen Mitteln seit Monaten gegen die Zwangsf\u00fctterung mit Gentech-Soja zur Wehr setzt. So haben im letzten Herbst in nur drei Monaten \u00fcber 150&#8217;000 Schweizer und Schweizerinnen eine Petition gegen den Import von genmanipulierten Lebens- und Futtermitteln unterzeichnet. S\u00e4mtliche Meinungsumfragen ergaben eine massive Ablehnung genmanipulierter Esswaren. Zudem ist seit dem 6. M\u00e4rz 1997 am Europ\u00e4ischen Patentamt in M\u00fcnchen ein Einspruch von Greenpeace h\u00e4ngig gegen das Patent f\u00fcr ebendiese Monsanto-Sojabohne, die das EDI jetzt den Schweizern und Schweizerinnen vorsetzen will. Dieses Patent steht n\u00e4mlich im Widerspruch zum Europ\u00e4ischen Patent\u00fcbereinkommen, das auch die Schweiz unterschrieben hat. Das Recht der B\u00fcrgerInnen auf eine freie Wahl ihrer Lebensmittel wird durch die Praxis der erpresserischen Einf\u00fchrung dieser genmanipulierten Soja missachtet und verunm\u00f6glicht. Gegen ihren Willen werden die KonsumentInnen nun gen\u00f6tigt, genmanipulierte Nahrung zu kaufen. Ein Grundsatzentscheid in dieser Frage ist nun dringend n\u00f6tig. Damit nicht weitere Sachzw\u00e4nge geschaffen werden, muss die Gen-Schutz-Initiative dem Volk m\u00f6glichst bald zur Abstimmung vorgelegt werden. Die genmanipulierte Soja bringt den KonsumentInnen keinen einzigen Vorteil, aber viele unberechenbare Risiken. Von Interesse ist die genmanipulierte Soja allein f\u00fcr die multinationalen Grosskonzerne der Agro- und Lebensmittelindustrie wie Monsanto, Nestl\u00e9 und Novartis, die \u00fcber die K\u00f6pfe der Bev\u00f6lkerung hinweg mit durch Patente gesch\u00fctzten Monopolen die Beherrschung des Nahrungsmittelmarktes anstreben. Mit dem heutigen Entscheid machen sich die Bundesbeh\u00f6rden endg\u00fcltig zu Steigb\u00fcgelhaltern der Chemiegrosskonzerne und missachten die demokratisch ge\u00e4usserten Bed\u00fcrfnisse der KonsumentInnen. Einzig wirksames Instrument f\u00fcr die Schweizer und Schweizerinnen, der Arroganz und Allmacht der Gentech-Industrie Grenzen zu setzen, bleibt die Gen-Schutz-Initiative.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Greenpeace Klimakampagne, Genschutzkampagne, Stefan Weber, Bruno Heinzer 01 \/ 447 41 41<br \/> VKMB, Herbert Karch 031 \/ 312 64 00<br \/> Ruth Gonseth, SAG-Vorstand, Nationalr\u00e4tin 061 \/ 921 36 19<br \/> WWF, Bernadette Oehen 01 \/ 297 22 53<br \/> SAG Medienstelle, Karin Gr\u00fctter 061 \/ 692 06 72<\/p>\n<p><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Eidgen\u00f6ssische Departement des Inneren (EDI) hat heute den Beschwerdef\u00fchrerInnen der Verwaltungsbeschwerde gegen die Zulassung gentechnisch manipulierter Sojabohnen der Monsanto AG durch das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) die Einspracheberechtigung verweigert&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7732","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7732","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7732"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7732\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7732"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7732"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7732"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7732"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7732"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}