{"id":7754,"date":"1997-02-03T00:00:00","date_gmt":"1997-02-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7754\/transportunfaelle-mit-atommuell-jederzeit-auch-in-der-schweiz-moeglich\/"},"modified":"2019-05-30T08:14:25","modified_gmt":"2019-05-30T06:14:25","slug":"transportunfaelle-mit-atommuell-jederzeit-auch-in-der-schweiz-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7754\/transportunfaelle-mit-atommuell-jederzeit-auch-in-der-schweiz-moeglich\/","title":{"rendered":"Transportunf\u00e4lle mit Atomm\u00fcll &#8211; jederzeit auch in der Schweiz m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<p><b>Transportunf\u00e4lle mit radioaktivem Material, wie der heute morgen in Ostfrankreich entgleiste Zug, sind auch in der Schweiz jederzeit m\u00f6glich: J\u00e4hrlich gehen etwa zwanzig solche Transporte von den Schweizer Atomkraftwerken in die Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und England. Sie passieren dabei grosse Agglomerationen. Ab 1999 soll jede Woche hochradioaktiver Abfall in die Schweiz zur\u00fccktransportiert werden. Greenpeace fordert das Verbot der unn\u00f6tigen Wiederaufarbeitung und das sinnlose Verschieben von Atomm\u00fcll.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Heute morgen um 7:30 Uhr entgleiste im franz\u00f6sischen Bahnhof Perl-Apache an der deutsch-franz\u00f6sischen Grenze ein G\u00fcterzug mit abgebrannten Brennelementen aus dem Atomkraftwerk Lingen im Emsland\/Deutschland. Drei mit hochradioaktivem Abfall beladene G\u00fcterwagen und die Lokomotive sprangen aus den Schienen. Die Unfallursache ist noch unklar. Der Transport erfolgte in Excellox-Beh\u00e4ltern; der Zug war von Deutschland durch Frankreich \u00fcber D\u00fcnkirchen in die englische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield unterwegs. Aus der Schweiz sind j\u00e4hrlich etwa zwanzig solche Atomm\u00fcll-Transporte in die Wiederaufbereitungsanlagen von La Hague\/Frankreich und Sellafield\/England unterwegs. Die dabei verwendeten Transportbeh\u00e4lter sind entgegen der h\u00e4ufigen Behauptung nicht im Massstab 1:1 getestet worden und oft mit wesentlich h\u00f6heren Geschwindigkeiten unterwegs, als dies in deren Auslegung berechnet und vorgesehen ist. Der heutige Unfall ist wahrscheinlich glimpflich abgelaufen: Eine h\u00f6here Geschwindigkeit, der Aufprall auf einen festen Widerstand oder ein anschliessender Brand h\u00e4tten gravierende Auswirkungen haben k\u00f6nnen (der verwendete Beh\u00e4lter ist zwar auf Aufprall, nicht aber auf Brand getestet). Nach Fertigstellung des Zwischenlagers W\u00fcrenlingen (Zwilag) im Jahre 1999 wird die Anzahl der Atomm\u00fclltransporte durch die Schweiz massiv zunehmen: Wenn der hochradioaktive Abfall aus den Wiederaufarbeitungsanlagen zur Lagerung in die Schweiz zur\u00fcckkehrt, ist mit w\u00f6chentlichen Transporten hochradioaktiven Abfalls zu rechnen. Diese Transporte durchqueren unter anderem folgende Agglomerationen: Basel (immer), Olten, Brugg, Baden, Z\u00fcrcher Limmattal. Weltweit gehen nur gerade sieben der AKW-betreibenden L\u00e4nder den Weg der Wiederaufarbeitung; die anderen ziehen die direkte Lagerung vor. Greenpeace fordert ein sofortiges Verbot der gef\u00e4hrlichen Transporte und der unn\u00f6tigen Wiederaufarbeitung.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Wendel Hilti, Koordinator der Anti-Atom-Kampagne, 01 \/ 447 41 25<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Transportunf\u00e4lle mit radioaktivem Material, wie der heute morgen in Ostfrankreich entgleiste Zug, sind auch in der Schweiz jederzeit m\u00f6glich: J\u00e4hrlich gehen etwa zwanzig solche Transporte von den Schweizer Atomkraftwerken in&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7754","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7754","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7754"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7754\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7754"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7754"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7754"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7754"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7754"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}