{"id":7760,"date":"1996-12-11T00:00:00","date_gmt":"1996-12-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7760\/greenpeace-entert-schiff-mit-illegalem-gentech-soja\/"},"modified":"2019-05-30T08:14:34","modified_gmt":"2019-05-30T06:14:34","slug":"greenpeace-entert-schiff-mit-illegalem-gentech-soja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7760\/greenpeace-entert-schiff-mit-illegalem-gentech-soja\/","title":{"rendered":"Greenpeace entert Schiff mit illegalem Gentech-Soja"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit dem Morgengrauen verhindern AktivistInnen der Umweltorganisation Greenpeace mit Schlauchbooten die Weiterfahrt des Frachtschiffes MS &#171;Desir\u00e9e&#187;. Nachdem das Schiff bei Nacht und Nebel eine erste Greenpeace-Sperre passieren konnte, wurde es heute im Rheinhafen in Weil vor Basel an Ketten gelegt. Rund ein Dutzend AktivistInnen haben sich auf dem Schiff angekettet. In den kommenden Tagen werden weitere Schiffe mit genmanipulierter Soja in Basel erwartet. Der Verband kleiner und mittlerer Bauern, die Stiftung f\u00fcr Konsumentenschutz und Greenpeace erstatten Anzeige gegen die Einfuhr dieser Soja und verlangen, dass s\u00e4mtliche Schiffsladungen mit gentechnisch manipulierten Mais- und Sojaprodukten von den Beh\u00f6rden konfisziert werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Basel. <\/span><span class=\"text\"> Gesetze sind der Lebensmittelindustrie Wurst. Das zeigt nach dem in der Zwischenzeit verbotenen Vertrieb von gentechnisch manipuliertem Vitamin B 12 in der Schweiz nun auch der Versuch, Gentech-Sojaprodukte einzuf\u00fchren, die in der Schweiz nicht zugelassen sind. Auch die franz\u00f6sischen Beh\u00f6rden stoppten vergangenen Freitag ein Schiff mit in der EU nicht zugelassenem Ciba-Mais. Greenpeace hat die illegalen Importe in die Schweiz nun vorsorglich gestoppt. 60 Prozent aller verarbeiteten Lebensmittel, rund 30&#8217;000 Produkte, enthalten Soja oder Bestandteile wie \u00d6l oder den Emulgator Sojalecithin. Seit Jahren lehnen die VerbraucherInnen Gentech-Lebensmittel deutlich ab, in der Schweiz wollen mehr als drei Viertel der KonsumentInnen keine genmanipulierten Nahrungsmittel. Letzte Woche wurde in Bern eine Petition mit \u00fcber 150&#8217;000 Unterschriften eingereicht, die ein Importverbot gentechnisch manipulierter Nahrungs- und Futtermittel fordert. Multinationale Konzerne versuchen die europ\u00e4ischen Beh\u00f6rden und KonsumentInnen durch die Beimischung von 1-2% Gentech-Soja in die Gesamternte zur Gentech-Aktzeptanz zu n\u00f6tigen. Seither w\u00e4chst der Protest gegen diese Zwangsern\u00e4hrung der KonsumentInnen mit Gentech-Soja in ganz Europa. Entgegen den Behauptungen der Herstellerfirma ist eine Separierung der manipulierten von der konventionellen Soja nicht nur m\u00f6glich, sondern wird auch praktiziert: viele Farmer haben Vertr\u00e4ge unterschrieben, nach denen Monsanto selbst die Gen-Bohnen als Saatgut zur\u00fcckkauft. Heute stehen der amerikanische Chemiekonzern Monsanto, gegen dessen Pflanzengift &#171;Roundup&#187; die genmanipulierte US-Soja resistent gemacht wurde, sowie der Schweizer Nahrungsmittelmulti Nestl\u00e9, der sich ausdr\u00fccklich f\u00fcr die Gentechnologie ausspricht, allein da. Unilever ist in einigen L\u00e4ndern schon bereit, auf Gentech-Soja zu verzichten. Kraft Jacobs-Suchard will sein Sortiment gentechfrei halten. Auch die Schweizer Grossverteiler Migros und Coop lehnen eine Verwendung von Gentech-Soja ab. Greenpeace setzt sich seit Monaten weltweit gegen die trojanische Gentech-Soja zur Wehr: In den USA wurden Erntemaschinen, Gentech-Sojafelder und Verladeterminals besetzt. Auf dem Mississippi hat Greenpeace ein Soja-Exportschiff gestoppt. In Europa werden die Sojafrachten bei der Ankunft in Hamburg, Antwerpen und Gent aufgehalten. Greenpeace fordert das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit auf, seinem Namen gerecht zu werden und den Import und die Herstellung gentechnisch ver\u00e4nderter Lebensmittel zu verbieten.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Stefan Weber, Koordinator Genschutz-Kampagne, 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Morgengrauen verhindern AktivistInnen der Umweltorganisation Greenpeace mit Schlauchbooten die Weiterfahrt des Frachtschiffes MS &#8220;Desir\u00e9e&#8221;. 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