{"id":77675,"date":"2021-11-23T05:18:00","date_gmt":"2021-11-23T04:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=77675"},"modified":"2021-11-22T11:19:28","modified_gmt":"2021-11-22T10:19:28","slug":"die-schweiz-erteilt-dem-meeresschutz-eine-absage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/77675\/die-schweiz-erteilt-dem-meeresschutz-eine-absage\/","title":{"rendered":"Die Schweiz erteilt dem Meeresschutz eine Absage"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Obwohl die Schweiz keinen direkten Zugang zum Meer hat, spielt sie eine wichtige Rolle beim Schutz der Ozeane. Doch wenige Monate vor den finalen Verhandlungen der Vereinten Nationen im M\u00e4rz 2022 zu einem globalen Hochseeschutzabkommen erteilt der Bundesrat dem Meeresschutz eine Absage. Und zwar eine doppelte Absage. In seinen Antworten auf die parlamentarischen Interpellationen zum <\/strong><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/DE\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20213755\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Hochseeschutzabkommen<\/strong><\/a><strong> und zum <\/strong><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/DE\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20213633\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Tiefseebergbau<\/strong><\/a><strong> bezieht der Bundesrat keine klare Position f\u00fcr den Schutz der Meere.<\/strong><\/p>\n\n<p>\u00abBei den Verhandlungen \u00fcber das Hochseeschutzabkommen z\u00e4hlt jede Stimme, auch die der Schweiz\u00bb, sagt Iris Menn, promovierte Meeresbiologin und Gesch\u00e4ftsleiterin von Greenpeace Schweiz, \u00ableider hat der Bundesrat die Bedeutung des Meeresschutzes und die f\u00fchrende Rolle, die die Schweiz spielen muss, noch nicht erkannt. Und das, obwohl sie sich im Rahmen der Biodiversit\u00e4tskonvention verpflichtet hat, den Verlust der Biodiversit\u00e4t bis 2030 zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung umzukehren.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rechtsverbindlicher Schutz der Hochsee<\/strong><\/h2>\n\n<p>Seit 2017 verhandeln die Vereinten Nationen \u00fcber ein internationales Abkommen zum Schutz der Hohen See. Es ist DIE historische Chance f\u00fcr umfassenden Meeresschutz, denn der Vertrag soll den Schutz und die nachhaltige Nutzung der sogenannten Hohen See rechtsverbindlich regeln. W\u00e4hrend die UN-Verhandlungen laufen, erh\u00f6hen die Rohstoffkonzerne den Druck f\u00fcr die Freigabe der Ausbeutung der Tiefsee durch industriellen Tiefseebergbau. Und so hat die Internationale Meeresbodenbeh\u00f6rde (ISA) den Startschuss f\u00fcr die Vergabe der Lizenzen in 2023 angek\u00fcndigt.<\/p>\n\n<p>Darauf warten auch zwei Schweizer Konzerne: Glencore und Allseas. Sie finanzieren und r\u00fcsten Expeditionen f\u00fcr den Tiefseebergbau aus und m\u00f6chten m\u00f6glichst schnell in diesen nahezu unber\u00fchrten Lebensraum vordringen, um Rohstoffe wie Mangan, Kobalt und Nickel abzubauen. Angesichts der potenziell katastrophalen Folgen, die diese T\u00e4tigkeit f\u00fcr die biologische Vielfalt der Ozeane haben k\u00f6nnte, distanzieren sich jedoch bereits viele Staaten und grosse Unternehmen wie Samsung, Google, BMW und Volvo von dieser neuen Bergbauindustrie und unterst\u00fctzen ein Moratorium f\u00fcr den Tiefseebergbau.<\/p>\n\n<p>\u00abEin Moratorium f\u00fcr den Tiefseebergbau ist die einzige Chance, diesen unber\u00fchrten Lebensraum zu sch\u00fctzen, bevor er unwiederbringlich zerst\u00f6rt wird\u00bb, sagt Menn. \u00abWir wissen \u00fcber die Tiefsee weniger als \u00fcber den Mond. Die Schweiz muss das Moratorium f\u00fcr den Tiefseebergbau offiziell unterst\u00fctzen. Dies ist ein konkreter erster Schritt, um die Verpflichtung zum Schutz der biologischen Vielfalt in die Tat umzusetzen und ein Beitrag zum Klimaschutz. Denn die Ozeane spielen eine entscheidende Rolle f\u00fcr das Klima.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Schweizer Engagement f\u00fcr den Meeresschutz<\/strong><\/h2>\n\n<p>Um den Bundesrat endlich zu einer ehrgeizigen Position zum Meeresschutz zu bewegen, lanciert Greenpeace Schweiz heute eine <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/die-schweiz-muss-flagge-zeigen-fuer-den-meeresschutz\/\">Petition<\/a> mit konkreten Forderungen an die Schweizer Regierung:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Eine \u00f6ffentliche und ambitionierte Position der Schweiz bei den UN-Verhandlungen im M\u00e4rz 2022 zum Hochseeschutzabkommen, d.h. konkret eine Unterst\u00fctzung folgender Elemente:<ul><li>Die Einrichtung von Meeresschutzgebieten ohne jegliche menschliche Nutzung.<\/li><li>Die strikte Reglementierung s\u00e4mtlicher Nutzungsformen ausserhalb von Meeresschutzgebieten.<\/li><li>Die Einrichtung eines Finanzierungsmechanismus zur Umsetzung des Abkommens, erg\u00e4nzend zum globalen Umweltfond.<\/li><li>Die Aufnahme der gesamten marinen Artenvielfalt in den Vertrag, ohne Ausnahmen.&nbsp;&nbsp;<\/li><\/ul><\/li><li>Eine \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung der Schweiz f\u00fcr ein Tiefseebergbau-Moratorium.<\/li><\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte:&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Iris Menn, Meeresbiologin und Gesch\u00e4ftsleiterin, Greenpeace Schweiz<br><a href=\"mailto:iris.menn@greenpeace.org\">iris.menn@greenpeace.org<\/a>, +41 79 886 75 92<\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz <br><a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 11<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl die Schweiz keinen direkten Zugang zum Meer hat, spielt sie eine wichtige Rolle beim Schutz der Ozeane. 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