{"id":7782,"date":"1996-08-29T00:00:00","date_gmt":"1996-08-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7782\/grimsel-west-unnoetig-und-muehleberg-zu-gefaehrlich-fuer-langzeitversuch\/"},"modified":"2019-05-30T08:15:09","modified_gmt":"2019-05-30T06:15:09","slug":"grimsel-west-unnoetig-und-muehleberg-zu-gefaehrlich-fuer-langzeitversuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7782\/grimsel-west-unnoetig-und-muehleberg-zu-gefaehrlich-fuer-langzeitversuch\/","title":{"rendered":"Grimsel-West unn\u00f6tig und M\u00fchleberg zu gef\u00e4hrlich f\u00fcr Langzeitversuch"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace fordert den Verzicht auf das geplante Wasserkraftwerk Grimsel-West und die sofortige Stillegung des AKW M\u00fchleberg, das heute nach der Revision und fragw\u00fcrdigen Reparaturen wieder an das Netz ging. Der alte Reaktor ist mit all seinen Sicherheits- und Alterungsproblemen ein nicht mehr tragbares Risiko und f\u00fcr ein Langzeitexperiment viel zu gef\u00e4hrlich. M\u00fchleberg k\u00f6nnte \u2013 auch ohne den Bau von Grimsel-West \u2013 sofort stillgelegt werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Die dem Atomkraftwerk M\u00fchleberg von der Hauptabteilung f\u00fcr die Sicherheit von Kernanlagen (HSK) gesprochene Bewilligung zur Wieder-Inbetriebnahme st\u00f6sst bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace auf absolutes Unverst\u00e4ndnis. Das umstrittene Atomkraftwerk war w\u00e4hrend der vergangenen 6 Wochen f\u00fcr die regul\u00e4re Revision sowie f\u00fcr zus\u00e4tzliche Reparaturarbeiten abgestellt. Das ohnehin veraltete und nicht gen\u00fcgend abgesicherte Atomkraftwerk hat mit etlichen Sicherheits- und Alterungsproblemen zu k\u00e4mpfen, die sich zu einem nicht mehr verantwortbaren Risiko akkumuliert haben. Deshalb fordert Greenpeace die sofortige Stillegung des maroden Reaktors. Im Kernmantel, einem Stahlzylinder innerhalb des Reaktordruckgef\u00e4sses, wachsen seit 1990 Risse. Deren Ursache und weiterer Entwicklungsverlauf sind nach wie vor nicht mit Sicherheit bekannt. Mit Zugankern wurden diese Risse nun zusammengeklemmt; damit soll deren weiters Wachstum gestoppt werden. Es gibt aber keinen Sicherheitsnachweis daf\u00fcr, dass dieses Experiment gelingt. &#171;\u00c4hnliche Probleme haben in Deutschland zur Stillegung des AKW W\u00fcrgassen gef\u00fchrt; in der Schweiz hingegen wird herumgeflickt. W\u00fcrde an einem Auto so gebastelt wie am Atomkraftwerk M\u00fchleberg, erhielte dieses wohl kaum mehr eine Strassenzulassung&#187;, vergleicht Wendel Hilti, Atomexperte bei Greenpeace Schweiz. Greenpeace hatte vor einer Woche mit rund 50 AktivistInnen w\u00e4hrend 16 Stunden die Eing\u00e4nge des AKW besetzt und dessen sofortige Stillegung gefordert. M\u00fchleberg, das zur Zeit wie alle anderen Schweizer Atomkraftwerke nur f\u00fcr den Export Strom produziert, k\ufffd\ufffdnnte ohne Schwierigkeiten endg\u00fcltig abgeschaltet werden. &#171;M\u00fchleberg hat mit seiner erh\u00f6hten Leistung sowieso kaum mehr Sicherheitsreserven. Angesichts des Gefahrenpotentials eines solchen Atomkraftwerkes ist es fahrl\u00e4ssig, daraus wegen Profitinteressen einen Langzeitversuch zu machen. Die Schweiz kann das Risiko einer atomaren Katastrophe vermeiden: Die Technik f\u00fcr den Ausstieg aus der Atomenergie und f\u00fcr eine nachhaltige Energieproduktion ist \u2013 auch ohne Grimsel-West \u2013 vorhanden. Alles, was es dazu noch braucht, ist der politische Wille&#187;, sagt Hilti.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Wendel Hilti, Koordinator der Atomkampagne 01 \/ 447 41 41<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace fordert den Verzicht auf das geplante Wasserkraftwerk Grimsel-West und die sofortige Stillegung des AKW M\u00fchleberg, das heute nach der Revision und fragw\u00fcrdigen Reparaturen wieder an das Netz ging. 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