{"id":77960,"date":"2021-11-30T10:52:58","date_gmt":"2021-11-30T09:52:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=77960"},"modified":"2021-12-08T12:45:35","modified_gmt":"2021-12-08T11:45:35","slug":"wie-uns-die-fleischindustrie-maestet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/77960\/wie-uns-die-fleischindustrie-maestet\/","title":{"rendered":"Wie uns die Fleischindustrie m\u00e4stet"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Durch den weltweit zunehmenden Fleischkonsum spitzt sich der Klimawandel immer weiter zu. Die Herstellung tierischer Erzeugnisse (wie auch die F\u00fctterung der erforderlichen Nutztiere) verursacht beinahe ein F\u00fcnftel aller weltweiten Treibhausgasemissionen. Hinzu kommt, dass auch die Biodiversit\u00e4t und wichtige \u00d6kosysteme zusehends beeintr\u00e4chtigt werden. Die Gesundheit des Menschen wird durch den \u00fcberm\u00e4ssigen Fleischkonsum ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Trotz alledem wird der Fleischkonsum noch immer massenhaft beworben. Insbesondere die Zielgruppe der jungen Leute wird teils mit \u00f6ffentlichen Geldern gezielt angesprochen. Wie genau die Fleischindustrie uns den \u00fcberm\u00e4ssigen Fleischkonsum als \u00abnormal\u00bb zu verkaufen versucht, hat Greenpeace nun in insgesamt <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/78717\/die-wahrheit-hinter-den-kulissen-der-fleischwerbung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">sechs europ\u00e4ischen L\u00e4ndern untersucht<\/a>. Dabei haben wir <strong><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/78717\/die-wahrheit-hinter-den-kulissen-der-fleischwerbung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">sieben&nbsp;Mythen<\/a><\/strong> aufgedeckt, die von der Fleischindustrie eingesetzt werden, um den Verzehr von Fleisch weiter anzukurbeln.<\/p>\n\n<p>Die Fleischindustrie spricht gezielt das Bed\u00fcrfnis der Verbraucher an, sich von ihrem Umfeld akzeptiert, gesch\u00e4tzt und respektiert sowie erfolgreich und letztendlich \u00abwohl\u00bb zu f\u00fchlen:<\/p>\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Fleisch ist nicht Teil des Klimaproblems, sondern vielmehr Bestandteil der L\u00f6sung dieses Problems.<\/li><li>Fleisch ist gut f\u00fcr uns.<\/li><li>Der Verzehr von Fleisch macht dich zum Mann.<\/li><li>Eine gute Hausfrau bereitet ihrer Familie Fleischgerichte zu.<\/li><li>Der Verzehr von Fleisch ist ein patriotischer Akt.<\/li><li>Durch den Verzehr von Fleisch kommen sich die Menschen n\u00e4her.<\/li><li>Der Verzehr von Fleisch verspricht Freiheit und Individualit\u00e4t.<\/li><\/ol>\n\n<p>Die Umfragen zur Untersuchung wurden von Experten f\u00fcr Semiotik durchgef\u00fchrt. Hierbei handelt es sich um die sozialwissenschaftliche Erforschung von Bedeutungsinhalten und wie diese innerhalb von Gesellschaft und Kultur entstehen. Sie beinhaltet sowohl linguistische als auch diskursanalytische Aspekte und bezieht dar\u00fcber hinaus die Zeichentheorie ein. Mithilfe dieser Disziplin k\u00f6nnen wir erkennen, welche Bilder verwendet werden, um tierische Produkte zu bewerben, und welche Gef\u00fchle diese beim potenziellen Konsumenten wecken.<\/p>\n\n<p>Die Untersuchung von acht Schweizer Marken hat gezeigt, dass diese zumeist mit Nationalstolz, Umweltschutz und Geselligkeit werben. Untersucht wurden dabei die Marken Schweizer Fleisch, Micarna, Optigal, Bell, Malbuner, Citterio, Coop und Rapelli. Insgesamt wurden 51 Marken aus sechs europ\u00e4ischen L\u00e4ndern untersucht: Schweiz, Frankreich, D\u00e4nemark, Spanien, Polen und Deutschland.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Schweizer Heuchelei f\u00fchrt den Planeten direkt ins Schlachthaus<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Der gr\u00f6sste beworbene Mythos ist, dass die Herstellung tierischer Erzeugnisse vielmehr Bestandteil der L\u00f6sung f\u00fcr unsere Umweltprobleme ist, als dass sie zu diesen beitr\u00e4gt. Insbesondere wird behauptet, dass besonders die Biodiversit\u00e4t hiervon profitiert. Eingesetzt wird dieser Mythos von der Marke \u00abSchweizer Fleisch\u00bb, deren Werbung mit staatlichen F\u00f6rdermitteln subventioniert wird.<\/p>\n\n<p>Eine gewisse Doppelmoral ist dem Schweizer Bundesrat hierbei wohl kaum abzusprechen. Er br\u00fcstet sich mit seinen zahlreichen Massnahmen f\u00fcr den Schutz der Biodiversit\u00e4t und des Klimas, finanziert jedoch gleichzeitig massenhaft Werbung f\u00fcr ein Verhalten mit verh\u00e4ngnisvollen Folgen f\u00fcr Gesundheit und Umwelt.<\/p>\n\n<p>Zahlreiche L\u00e4nder haben bereits Gesetze erlassen, mit denen sie die Werbung f\u00fcr bestimmte gesundheits- und klimasch\u00e4dliche Erzeugnisse (Tabak, Alkohol, Fastfood, Zucker usw.) einschr\u00e4nken. Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass eine solche Vorgehensweise auch bei tierischen Erzeugnissen dringend notwendig ist. Die Einschr\u00e4nkung der Werbung f\u00fcr tierische Erzeugnisse w\u00e4re ein grosser Schritt in Richtung Klima- und Gesundheitsschutz sowie zum Erhalt der Biodiversit\u00e4t. Der Verzehr von Fleisch kann zu Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen f\u00fchren.<\/p>\n\n<p>Insbesondere von der Regierung gef\u00f6rderte Werbung k\u00f6nnte als Informationsquelle Anreize daf\u00fcr schaffen, den Fleischverzehr zu reduzieren und auf gesunde und nachhaltige Ern\u00e4hrungsweisen umzustellen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Das Problem besteht insbesondere darin, dass sich die Werbung f\u00fcr Fleisch vor allem an sehr junge Zielgruppen richtet. Dabei besteht das Ziel darin, Kinder und Jugendliche bereits in jungem Alter an Fleisch heranzuf\u00fchren und diese Gewohnheit bis ins Erwachsenenalter zu festigen. Die Werbetaktiken der Fleischhersteller erinnern bisweilen an die einst zu schlimmsten Zeiten von der Tabakindustrie angewendeten Strategien.<\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/78717\/die-wahrheit-hinter-den-kulissen-der-fleischwerbung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hier<\/a> gehts zum ausf\u00fchrlichen Report. <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sende uns irref\u00fchrende Werbung (#FeedTheLies) <\/strong><\/h2>\n\n<p>Ebenso wie die Tabakwerbung kann auch die Werbung f\u00fcr Fleisch und tierische Erzeugnisse reguliert und eingeschr\u00e4nkt werden. Greenpeace Schweiz wird sich deshalb auch weiterhin daf\u00fcr einsetzen, dass der Schaden, den diese Art von Werbung f\u00fcr Umwelt und Verbraucher in der Schweiz gleichermassen verursacht, so gering wie irgend m\u00f6glich gehalten wird. Unser Ziel ist die \u00c4nderung der Agrarpolitik, um so letztlich ges\u00fcndere und nachhaltigere Ern\u00e4hrungsgewohnheiten hervorzubringen und umweltschonende Herstellungsmethoden zu f\u00f6rdern.&nbsp;<\/p>\n\n<p><meta charset=\"utf-8\">Und daf\u00fcr brauchen wir deine Unterst\u00fctzung! Wir wollen die Werbung f\u00fcr tierische Erzeugnisse in der Schweiz aussagekr\u00e4ftig untersuchen. <meta charset=\"utf-8\"><meta charset=\"utf-8\">Sende uns Bilder\/Videos von irref\u00fchrender Werbung f\u00fcr tierische Lebensmittel, die dir in deinem Alltag begegnet. Du kannst sie <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/sende-uns-irrefuehrende-werbung-von-tierischen-lebensmitteln\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier hochladen<\/a> oder uns \u00fcber verschiedene Nachrichtendienste auf +41 79 956 89 88 zukommen lassen (WhatsApp, Signal und Telegram).&nbsp;<\/p>\n<div class=\"EmptyMessage\">Block content is empty. 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