{"id":78048,"date":"2021-11-30T01:00:00","date_gmt":"2021-11-30T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=78048"},"modified":"2022-07-26T09:39:19","modified_gmt":"2022-07-26T07:39:19","slug":"greenpeace-fordert-werbebeschraenkungen-fuer-fleisch-zum-wohle-unseres-planeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/78048\/greenpeace-fordert-werbebeschraenkungen-fuer-fleisch-zum-wohle-unseres-planeten\/","title":{"rendered":"Greenpeace fordert Werbebeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Fleisch zum Wohle unseres Planeten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Unser massiver Fleischkonsum hat Folgen: Seit Jahren weist die Wissenschaft auf die gesundheitlichen Sch\u00e4den sowie auf die negativen Auswirkungen f\u00fcr das Klima und die Biodiversit\u00e4t hin. Dennoch kann in der Schweiz und in den meisten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern weiterhin massiv f\u00fcr Fleisch geworben werden, insbesondere bei jungen Zielgruppen. Diese Werbung wird manchmal sogar mit \u00f6ffentlichen Geldern unterst\u00fctzt. Greenpeace-B\u00fcros aus f\u00fcnf EU-L\u00e4ndern und Greenpeace Schweiz haben heute einen <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/11\/e3f44aca-greenpeace_meat_report_de_final-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bericht<\/a> ver\u00f6ffentlicht, der aufzeigt, wie die Fleischindustrie mit ihrer Werbung versucht, den \u00fcberm\u00e4ssigen Konsum von Fleischprodukten als \u00abnormal\u00bb darzustellen.<\/strong><\/p>\n\n<p>F\u00fcr den Bericht wurden insgesamt 51 Fleischmarken in sechs L\u00e4ndern (Schweiz, Frankreich, D\u00e4nemark, Spanien, Polen und Deutschland) analysiert. Acht Marken stammen aus der Schweiz: Schweizer Fleisch, Micarna, Optigal, Bell, Malbuner, Citterio, Coop und Rapelli. Die Werbespots all dieser Marken wurden von Expert:innen f\u00fcr Semiotik analysiert. Die Semiotik z\u00e4hlt zu den Sozialwissenschaften. Sie befasst sich mit Bedeutungen sowie mit der Frage, wie sich diese in Kulturen und Gesellschaften herausgebildet haben. Sie vereint Elemente der Linguistik, der Diskursanalyse und der Zeichentheorie.<\/p>\n\n<p>Aufgrund dieser Analyse wurden sieben Mythen identifiziert, die die Fleischindustrie verwendet, um zum Verzehr von Fleischprodukten zu animieren. Dabei wird jeweils versucht, das menschliche Bed\u00fcrfnis, sich akzeptiert, erfolgreich, geliebt, respektiert und letztlich \u00abgut\u00bb zu f\u00fchlen, zu befriedigen.&nbsp;<\/p>\n\n<ol class=\"is-style-accent-info wp-block-list\"><li>Fleisch ist \u00abgr\u00fcn\u00bb.<\/li><li>Fleisch ist gut f\u00fcr dich.<\/li><li>Echte M\u00e4nner essen Fleisch.<\/li><li>Der Mythos der guten Hausfrau.<\/li><li>Fleisch ist Heimatliebe.<\/li><li>Fleisch schafft Gemeinschaft.<\/li><li>Fleisch macht frei.<\/li><\/ol>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nationalstolz, \u00d6kologie und Geselligkeit: die beliebtesten Mythen in der Schweiz<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Fleischmarken in der Schweiz bedienen am h\u00e4ufigsten den Mythos, die Fleischproduktion sei Teil der L\u00f6sung f\u00fcr Umweltprobleme und trage zum Schutz der Biodiversit\u00e4t bei. Dies ist zum Beispiel der Fall bei der Marke Schweizer Fleisch, deren Werbung vom Bund subventioniert wird. \u00abDer Bund ist inkonsequent\u00bb, sagt Alexandra Gavilano, Kampagnenleiterin f\u00fcr Landwirtschaft und Klima bei Greenpeace Schweiz. \u00abDie Schweiz r\u00fchmt sich, viel f\u00fcr den Schutz der Biodiversit\u00e4t und des Klimas zu tun. Gleichzeitig finanziert sie weiterhin massiv Werbung, die eine ungesunde und umweltsch\u00e4dliche Ern\u00e4hrung bewirbt.\u00bb<\/p>\n\n<p>Der weltweit steigende Fleischkonsum versch\u00e4rft die Klimakrise, weil die Produktion von tierischen Produkten (und die F\u00fctterung der daf\u00fcr notwendigen Nutztiere) f\u00fcr fast einen F\u00fcnftel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. \u00abViele Staaten erlassen bereits Gesetze, um die Werbung f\u00fcr bestimmte gesundheitssch\u00e4dliche Produkte wie Tabak, Alkohol, Junkfood und Zucker einzuschr\u00e4nken. Unser Bericht unterstreicht, wie wichtig dies auch bei tierischen Produkten w\u00e4re\u00bb, sagt Alexandra Gavilano.<\/p>\n\n<p>\u00abW\u00fcrde die Werbung f\u00fcr tierische Produkte eingeschr\u00e4nkt, k\u00f6nnten Fortschritte beim Schutz des Klimas und der Artenvielfalt sowie im Bereich der \u00f6ffentlichen Gesundheit erzielt werden. \u00dcberm\u00e4ssiger Fleischkonsum kann zu Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen f\u00fchren. Insbesondere durch die vom Bund finanzierte Werbung k\u00f6nnte die Bev\u00f6lkerung besser informiert und aktiv dazu aufgefordert werden, den Fleischkonsum zu reduzieren und ges\u00fcndere und nachhaltigere Ern\u00e4hrungsgewohnheiten anzunehmen. Darum haben wir bei Bundesrat und Parlament im September eine Petition eingereicht, mit der wir eine Reform des Absatzf\u00f6rderungssystems f\u00fcr Agrarprodukte fordern\u00bb, f\u00fcgt Alexandra Gavilano hinzu.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fleischwerbung zielt auch auf Kinder<\/strong><\/h2>\n\n<p>Der Bericht von Greenpeace beleuchtet auch die Tatsache, dass Fleischwerbung h\u00e4ufig auf junge Menschen ausgerichtet ist. Das Ziel der Fleischindustrie ist es, bereits bei Kindern und Jugendlichen den Fleischkonsum zur Gewohnheit zu machen, so dass diese Ern\u00e4hrung auch im Erwachsenenalter beibehalten wird. \u00abEs ist schockierend, wie sehr die von Fleischmarken entwickelten Werbe- und Marketingstrategien an die schlimmsten Zeiten der Tabakwerbung erinnern\u00bb, sagt Alexandra Gavilano. \u00abVielen Staaten ist es gelungen, die Tabakwerbung einzuschr\u00e4nken und damit den Konsum von Tabak zu reduzieren \u2013 zum Wohle der Gesundheit ihrer Bev\u00f6lkerung. Was uns einmal gelungen ist, sollten wir auch mit der Fleischwerbung schaffen. Unsere Gesundheit und die unseres Planeten h\u00e4ngen davon ab.\u00bb<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Download<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bericht <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/die-wahrheit-hinter-den-kulissen-der-fleischwerbung\/\" target=\"_blank\" data-type=\"page\" data-id=\"78126\">\u00abAUFGEDECKT: Die 7 Mythen der Fleischindustrie\u00bb<\/a> (auf Deutsch, Franz\u00f6sisch und Englisch)<\/li><\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft und Klima, Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 38, <a href=\"mailto:alexandra.gavilano@greenpeace.org\">alexandra.gavilano@greenpeace.org<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-B\u00fcros aus f\u00fcnf EU-L\u00e4ndern und Greenpeace Schweiz haben einen Bericht ver\u00f6ffentlicht, der aufzeigt, wie die Fleischindustrie mit ihrer Werbung versucht, den \u00fcberm\u00e4ssigen Konsum von Fleischprodukten als \u00abnormal\u00bb darzustellen.<\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":78199,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[2,1],"tags":[33,50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-78048","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-klima","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78048"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78048\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78199"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78048"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=78048"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=78048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}