{"id":7806,"date":"1996-08-21T00:00:00","date_gmt":"1996-08-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7806\/untragbare-risiken-muehleberg-stillegen\/"},"modified":"2019-05-30T08:15:50","modified_gmt":"2019-05-30T06:15:50","slug":"untragbare-risiken-muehleberg-stillegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7806\/untragbare-risiken-muehleberg-stillegen\/","title":{"rendered":"Untragbare Risiken: M\u00fchleberg stillegen"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit heute fr\u00fch besetzen AktivistInnen der Umweltschutzorganisation Greenpeace die Eingangsportale zum AKW M\u00fchleberg. Sie fordern, dass der Altreaktor, der zurzeit in Revision ist, nicht mehr ans Netz geht. Der reparaturanf\u00e4llige Atommeiler ist zum Tummelplatz f\u00fcr ehrgeizige Techniker verkommen und zur unverantwortbaren Gefahr f\u00fcr Mensch und Umwelt. W\u00e4hrend der Revisionsarbeiten wurden Klammern in den maroden Kernmantel getrieben. Damit wollen die Arbeiter ein weiteres Wachstum der Risse verhindern.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">M\u00fchleberg. <\/span><span class=\"text\"> Nachdem Heerscharen von Technikern w\u00e4hrend f\u00fcnf Wochen an M\u00fchleberg herumgeflickt haben, soll das Atomkraftwerk wieder ans Netz gehen. Seit dem Schichtwechsel der Belegschaft heute fr\u00fch sind die Eing\u00e4nge zum Kraftwerksgel\u00e4nde geschlossen. Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace haben sich an die Eingangstore gekettet, die Zug\u00e4nge sind mit Atomm\u00fcllf\u00e4ssern versperrt. Greenpeace fordert die definitive Stillegung des Schrottreaktors. Er stellt ein untragbares Risiko f\u00fcr Mensch und Umwelt dar. Drei wesentliche Faktoren machen seinen Betrieb extrem unsicher: &#8211; M\u00fchleberg hatte immer ein Sicherheitsdefizit: Durch seine ung\u00fcnstige Grundkonzeption erreichte der Altreaktor nie den technischen Standard neuerer Atomkraftwerke. &#8211; Die Ursache f\u00fcr das fortschreitende Wachstum der 1990 entdeckten Risse im Kernmantel des Reaktors konnte bis heute nicht gefunden werden. Provisorische Reparaturen ohne Sicherheitsnachweis k\u00f6nnen weder die Sicherheit des Kernmantels garantieren, noch ein Fortschreiten der Rissbildung verhindern. &#8211; Nach der Leistungserh\u00f6hung treten seit 1993 immer wieder unvorhergesehene Betriebsph\u00e4nomene auf. Der Reaktor musste mehrfach heruntergefahren werden, weil die obersten Betriebsgrenzwerte erreicht wurden. Die Sicherheitsreserven haben entsprechend abgenommen. Die Bernischen Kraftwerke (BKW) als Betreiber des AKW M\u00fchleberg verletzen den Grundsatz der gr\u00f6sstm\u00f6glichen Sicherheit in grobfahrl\u00e4ssiger Weise und missachten den politischen Willen der Berner Bev\u00f6lkerung. Diese hat sich 1992 in einer Volksabstimmung gegen den Weiterbetrieb von M\u00fchleberg ausgesprochen. Greenpeace fordert von der Hauptabteilung f\ufffd\ufffdr die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) als Aufsichtsbeh\u00f6rde des Bundes, die Bewilligung zur Wiederaufnahme des Betriebs zu verweigern und eine Untersuchung der Unregelm\u00e4ssigkeiten anzuordnen. Eine Stillegung von M\u00fchleberg in einer Zeit riesiger Strom\u00fcbersch\u00fcsse w\u00fcrde die n\u00f6tigen Impulse zum effizienteren Umgang mit den vorhandenen Stromressourcen geben und die Entwicklung alternativer Energiequellen beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Ueli M\u00fcller, Koordinator der Atomkampagne 01 \/ 447 41 41<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit heute fr\u00fch besetzen AktivistInnen der Umweltschutzorganisation Greenpeace die Eingangsportale zum AKW M\u00fchleberg. Sie fordern, dass der Altreaktor, der zurzeit in Revision ist, nicht mehr ans Netz geht. 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