{"id":7814,"date":"1996-03-12T00:00:00","date_gmt":"1996-03-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7814\/erinnerungs-und-informationsluecken-im-bundesamt-fuer-energiewirtschaft\/"},"modified":"2019-05-30T08:16:04","modified_gmt":"2019-05-30T06:16:04","slug":"erinnerungs-und-informationsluecken-im-bundesamt-fuer-energiewirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7814\/erinnerungs-und-informationsluecken-im-bundesamt-fuer-energiewirtschaft\/","title":{"rendered":"Erinnerungs- und Informationsl\u00fccken im Bundesamt f\u00fcr Energiewirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><b>Beim Bewilligungsverfahren f\u00fcr das Atomm\u00fcllager W\u00fcrenlingen mag sich das Bundesamt f\u00fcr Energiewirtschaft bloss noch dunkel an die Fakten erinnern. Dies geht aus den Stellungnahmen des Bundesamtes hervor. Pikant: Der mit veralteten Fakten irregeleitete Nationalrat soll nun damit befriedigt werden, dass es sich bei der Differenzen zwischen Rahmenbewilligung und Bau- und Betriebsbewilligung um Fragen der Detailplanung handle. In dieser werden allerdings zentrale Bedingungen, die an die Rahmenbewilligung des Bundes gekn\u00fcpft waren, nicht erf\u00fcllt. Wird das Verfahren nicht neu aufgerollt, hat das Parlament nichts mehr dazu zu sagen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Die Stellungnahme des Bundesamtes f\u00fcr Energiewirtschaft, das nun seine Hand sch\u00fctzend \u00fcber seinen fr\u00fcheren Chef Adolf Ogi h\u00e4lt, kam sp\u00e4t und versch\u00e4mt daher. Die Kommission f\u00fcr die Sicherheit von Atomanlagen (KSA) habe ihre Hauptarbeit erst im vergangenen Jahr geleistet und der damals zust\u00e4ndige Bundesrat Adolf Ogi habe folglich 1994, als der Nationalrat das Projekt behandelte, noch keine Kenntnis haben k\u00f6nnen \u00fcber die Differenzen zwischen der Botschaft des Bundesrates und dem effektiven Projekt der Zwischenlager W\u00fcrenlingen AG. Das ist nachweislich falsch. Am 23. Juni 1993 hat der Bundesrat die Rahmenbewilligung f\u00fcr ein &lt;&lt;zentrales Zwischenlager f\u00fcr radioaktive Abf\u00e4lle in W\u00fcrenlingen&gt;&gt; erteilt. Dieser Entscheid ist am 17. M\u00e4rz 1994 vom St\u00e4nderat und am 6. Oktober 1994 auch vom Nationalrat gutgeheissen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Zwischenlager W\u00fcrenlingen AG (Zwilag) beim Bundesrat l\u00e4ngst &#8211; n\u00e4mlich 14 Monate zuvor &#8211; ein Gesuch um Erteilung einer Bau- und Betriebsbewilligung deponiert. Das Verfahren entbehrt nicht einer gewissen Eleganz: Das Gesuch um eine Bau- und Betriebsbewilligung, in dem die kritischen Modifikationen bereits enthalten sind, reichte die Zwilag nicht einmal einen Monat nachdem der Bundesrat die Rahmenbewilligung erteilt hatte, ein. Schon am 22. September 1994 &#8211; also zwei Wochen, bevor das Rahmenbewilligungsgesuch im Nationalrat behandelt wurde &#8211; wies die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr die Sicherheit von Atomanlagen (KSA) das Bundesamt f\u00fcr Energiewirtschaft darauf hin, dass das jetzt vorliegende Projekt in wesentlichen Punkten nicht mit dem Rahmenbewilligungsgesuch und nicht mit der Bundesr\u00e4tlichen Botschaft an das Parlament \u00fcbereinstimme. Die KSA kritisierte in ihrem Schreiben an das BEW insbesondere das Fehlen einer Alpha-Box zur Behandlung von radioaktiven Abf\u00e4llen aus Medizin, Industrie und Forschung. Zudem werden zentrale Auflagen, die der Bundesrat an die Erteilung der Rahmenbewilligung gekn\u00fcpft hatte, nicht erf\u00fcllt: Konkrete Vorschl\u00e4ge zur Konditionierung der Abf\u00e4lle aus dem Versuchsreaktor Lucens fehlen. Das bundeseigene Paul-Scherrer-Institut, dessen Konditionierungsanlagen veraltet sind, wird kaum entlastet. Die Verwendung des zusammen mit der Rahmenbewilligung gesprochenen Investitionskredits von 30 Millionen Franken ist unklar. Alle diese Projekt\u00e4nderungen waren dem BEW bekannt, der damalige Energieminister, Bundesrat Adolf Ogi, fand es jedoch nicht f\u00fcr n\u00f6tig, das Parlament dar\u00fcber zu informieren. Greenpeace fordert, dass die Bau- und Betriebsbewilligungsverfahren sistiert und die Gesuche neu den eidgen\u00f6ssischen R\u00e4ten vorgelegt werden.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Koordinator der Anti-Atom-Kampagne, 01 \/ 447 41 24<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Bewilligungsverfahren f\u00fcr das Atomm\u00fcllager W\u00fcrenlingen mag sich das Bundesamt f\u00fcr Energiewirtschaft bloss noch dunkel an die Fakten erinnern. Dies geht aus den Stellungnahmen des Bundesamtes hervor. Pikant: Der mit&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7814","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7814","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7814"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7814\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7814"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7814"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}