{"id":7816,"date":"1996-05-19T00:00:00","date_gmt":"1996-05-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7816\/allianz-gegen-gentech-nahrung\/"},"modified":"2019-05-30T08:16:07","modified_gmt":"2019-05-30T06:16:07","slug":"allianz-gegen-gentech-nahrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7816\/allianz-gegen-gentech-nahrung\/","title":{"rendered":"Allianz gegen Gentech-Nahrung"},"content":{"rendered":"<p><b>KonsumentInnen-, Umwelt &#8211; und Landwirtschaftsorganisationen lancieren eine gemeinsame Petition an den Bundesrat. Damit soll verhindert werden, dass gentechnisch ver\u00e4nderte Sojabohnen der US-Chemiekonzerns Monsanto in der Schweiz illegal freigesetzt und unkontrolliert eingesetzt werden. Die Aussaat dieser Gen-Soja, die gegen das Pflanzenvertilgungsgift &#171;Round-Up&#187; resistent gemacht wurde, hat in den USA gerade begonnen. Gegen den Willen der europ\u00e4ischen KonsumentInnen wird das Monsanto-Soja im Herbst undeklariert nach Europa exportiert werden. Erst vor wenigen Wochen musste die Entwicklung einer anderen genmanipulierten Sojabohne gestoppt werden, nachdem wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass das eingesetzte Fremd-Gen Allergien hervorruft.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Die Arroganz der Gentech-Industrie scheint keine Grenzen zu kennen: Durch die Hintert\u00fcre und ohne Deklaration soll die Herbizidresistenz-Soja eingef\u00fchrt werden, und dies trotz der unabsch\u00e4tzbaren gesundheitlichen Risiken und entgegen dem Willen der schweizerischen und europ\u00e4ischen KonsumentInnen, die ihre Ablehnung in verschiedenen Meinungsumfragen klar ausgedr\u00fcckt haben. Zudem vermischt die Industrie die manipulierten Bohnen mit dem Rest der Ernte, um einem Boykott der Gensoja aus dem Weg zu gehen. Dadurch wird das Vertrauen der VerbraucherInnen gegen\u00fcber dieser wichtigsten pflanzlichen Eiweissquelle massiv ersch\u00fcttert. Soja wird in verschiedensten Formen in unz\u00e4hligen Nahrungsmitteln wie Schokolade, Backwaren, Mayonnaise, Fertiggerichten oder Margarine verwendet, in Form von Tofu oder Soyamilch konsumiert und auch als Tierfuttermittel verwendet. Gerade AllergikerInnen verwenden Sojaprodukte h\u00e4ufig. Der Soja-Markt erf\u00e4hrt derzeit einen Boom, denn die Missst\u00e4nde in der Fleisch- und Fleischmehlproduktion sind f\u00fcr viele KonsumentInnen ein weiterer Grund, auf pflanzliche Fette zur\u00fcckzugreifen. Doch nun droht eine neue Gefahr: Wenige Tage nachdem die Europ\u00e4ische Union (EU) die Gen-Soja-Importe zugelassen hatte, wurde der Beweis f\u00fcr die Allergie\u00fcbertragung durch ein Paranuss-Gen erbracht, das in eine andere Sojabohne eingebaut wurde. Diese Entdeckung wurde eher zuf\u00e4llig gemacht, da ausserordentlich viele Menschen auf Paran\u00fcsse allergisch sind und nur deshalb entsprechende Abkl\u00e4rungen getroffen werden konnten. Monsantos Round-Up-resistente Sojabohnen enthalten u.a. das Gen eines Bodenbakteriums &#8211; nach Ansicht der US- Lebensmittelbeh\u00f6rde (FDA) ist das Allergie-Potential derartiger Bakterien, die normalerweise nicht gegessen werden &#171;unsicher, nicht vorraussehbar und nicht testbar&#187;. Die US-Soja ist ein Gentechnik-Risiko f\u00fcr KonsumentInnen und ein \u00f6kologischer Unsinn. Denn die Resistenz gegen ein Totalherbizid kurbelt den Gifteinsatz in der Landwirtschaft weiter an und heizt das Artensterben weiter an. Einen Nutzen hat hier nur der Saatgut- und Agrochemie-Multi Monsanto, der die giftresistente Bohne vertreibt. Hier offenbaren sich die wahren Interessen der Gentech-Konzerne, die vor allem im Nahrungs- und Agrarbereich liegen. Dies ganz im Gegensatz zu der laufenden Abstimmungspropaganda der Gen Suisse, die versucht, Gentechnik als medizinische Errungenschaft darzustellen und nicht davor zur\u00fcckschreckt, mit eingeschr\u00e4nkter medizinischer Versorgung zu drohen, falls die Genschutz-Initiative angenommen wird.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   SAG, Andrea von Maltiz 01 \/ 262 25 68<br \/> PD Daniel Ammann 01 \/ 262 25 63<br \/> Greenpeace Schweiz, Stefan Weber 01 \/ 447 41 41<br \/> WWF, Bernadette Oehen 01 \/ 297 22 53<br \/> SKS Stiftung f\u00fcr Konsumentenschutz, Simonetta Sommaruga 031 \/ 371 34 44<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KonsumentInnen-, Umwelt &#8211; und Landwirtschaftsorganisationen lancieren eine gemeinsame Petition an den Bundesrat. 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