{"id":7820,"date":"1996-03-11T00:00:00","date_gmt":"1996-03-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7820\/atommuellager-wuerenlingen-bewilligung-erschummelt\/"},"modified":"2019-05-30T08:16:13","modified_gmt":"2019-05-30T06:16:13","slug":"atommuellager-wuerenlingen-bewilligung-erschummelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7820\/atommuellager-wuerenlingen-bewilligung-erschummelt\/","title":{"rendered":"Atomm\u00fcllager W\u00fcrenlingen &#8211; Bewilligung erschummelt"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Unterlagen der Zwischenlager W\u00fcrenlingen AG (Zwilag) sind ungen\u00fcgend und stimmen in wesentlichen Punkten nicht mehr mit der Rahmenbewilligung \u00fcberein. Das kritisiert die eidgen\u00f6ssische Komission f\u00fcr die Sicherheit von Kernanlagen (KSA), die Kontrollbeh\u00f6rde des Bundes. Die bundesr\u00e4tliche Botschaft, die auch einen 30-Millionen-Kredit f\u00fcr die Abfallkonditionierung beinhaltete, war bereits \u00fcberholt, als der Nationalrat das Gesch\u00e4ft behandelte. Allerdings wurde das Parlament hier\u00fcber nicht informiert, um das Projekt durchboxen zu k\u00f6nnen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich\/Baden. <\/span><span class=\"text\"> F\u00fcr den Skandal Nummer eins findet die Komission f\u00fcr die Sicherheit der Atomanlagen (KSA) deutliche Worte: Die vor der Einlagerung der Abf\u00e4lle notwendige Abfallbehandlung entspreche nicht ihren Erwartungen und die KSA k\u00f6nne aufgrund der vorliegenden Unterlagen ebensowenig beurteilen, ob die Arbeitsabl\u00e4ufe bez\u00fcglich Strahlenschutz optimiert seien. In der Bauphase rechne man \u00fcberdies noch mit Modifikationen, die bis anhin nicht ber\u00fccksichtigt wurden. Der Skandal Nummer zwei geht auf das Konto des ehemaligen Vorstehers des Eidgen\u00f6ssischen Verkehrs- und Energiedepartementes, Adolf Ogi: Obwohl von der KSA auf Widerspr\u00fcche zwischen dem Rahmenbewilligungsgesuch und der Bau- und Betriebsbewilligung hingewiesen, zog er es vor, den Nationalrat mit veralteten Angaben in die Irre zu f\u00fchren, um ein Projekt der mit dem R\u00fccken zur Wand k\u00e4mpfenden Atomlobby durchzuboxen. Derart get\u00e4uscht bewilligten die eidgen\u00f6ssischen R\u00e4te unter anderem einen Investitionskredit von 30 Millionen Franken f\u00fcr den Konditionierungsteil, wo die Abf\u00e4lle vor der Einlagerung behandelt werden m\u00fcssen. Mit dieser Anlage, von der die Zwilag aus finanziellen Gr\u00fcnden und entgegen der Botschaft des Bundesrates wichtige Teile nicht bauen will, sollte das benachbarte Paul-Scherrer-Institut (PSI) entlastet werden, das die Abfallbehandlung heute mit &#8211; nach eigener Darstellung &#8211; veralteten Anlagen durchf\u00fchrt. Teile der Konditionierungsanlage im Paul-Scherrer-Institut m\u00fcssen Ende dieses Jahres aus Gr\u00fcnden der Luftreinhalteverordnung stillgelegt werden. Was nun mit den Bundesgeldern geschieht, ist offen. In ihrem Bericht nimmt die KSA ebenfalls Stellung zu einem Gutachten das die Hauptabteilung f\u00fcr die Sicherheit von Kernanlagen (HSK) erstellt hat. Die HSK empfiehlt die Erteilung einer Baubewilligung f\u00fcr den ganzen Komplex, sowie eine Betriebsbewilligung f\u00fcr den Lagerteil. Die KSA wirft der HSK vor, das Projekt trotz ungen\u00fcgender Unterlagen bearbeitet zu haben. In Zukunft sollten, laut KSA, Gesuche mit \u00e4hnlich ungen\u00fcgenden Unterlagen von vornherein zur\u00fcckgewiesen werden. Im Klartext: Eigentlich kann das Projekt nicht bewilligt werden, aber wegen hohem Zeitdruck soll die AKW-Lobby ihr Atomm\u00fcllager bekommen. Denn die Zwischenlager W\u00fcrenlingen AG ist eine von den AKW-Betreibern vorgeschobene (Schein-)Firma. Als Aktion\u00e4re beteiligt sind die Kernkraftwerk Leibstadt AG, die Kernkraftwerk G\u00f6sgen-D\u00e4niken AG, die Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK) und die Bernische Kraftwerke AG. Gesch\u00e4ftsleiter ist Hans Rudolf Lutz von der NOK, die auch die Postfachadresse f\u00fcr die Zwilag zur Verf\u00fcgung stellt. Deshalb haben rund 20 Greenpeace-AktivistInnen heute das NOK-Hauptportal in Baden zu einem Zwilag-Briefkasten umgebaut.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Koordinator der Anti-Atom-Kampagne, 01 \/ 447 41 24<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Unterlagen der Zwischenlager W\u00fcrenlingen AG (Zwilag) sind ungen\u00fcgend und stimmen in wesentlichen Punkten nicht mehr mit der Rahmenbewilligung \u00fcberein. 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