{"id":7834,"date":"2017-02-23T00:00:00","date_gmt":"2017-02-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7834\/credit-suisse-ist-geldgeber-von-umstrittener-us-pipeline-durch-sioux-gebiet\/"},"modified":"2019-05-30T08:16:36","modified_gmt":"2019-05-30T06:16:36","slug":"credit-suisse-ist-geldgeber-von-umstrittener-us-pipeline-durch-sioux-gebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7834\/credit-suisse-ist-geldgeber-von-umstrittener-us-pipeline-durch-sioux-gebiet\/","title":{"rendered":"Credit Suisse ist Geldgeber von umstrittener US-Pipeline durch Sioux-Gebiet"},"content":{"rendered":"<p><em>Diese Medienmitteilung wurde am 23. Februar 2017 versendet und basiert auf den zu diesem Zeitpunkt vorhandenen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Informationen bzgl. der Finanzierung.<\/em><\/p>\n<p><strong>In der umstrittenen Dakota Access Pipeline steckt viel mehr Geld von der Credit Suisse als bisher bekannt. Greenpeace-Recherchen zeigen: Die Schweizer Grossbank hat fast 1,4 Milliarden US-Dollar investiert in das Projekt und die daran beteiligten Firmen. Damit ist die Credit Suisse mit Abstand der gr\u00f6sste Geldgeber der Pipeline. Greenpeace Schweiz fordert, dass die Bank die Indigenen-Rechte respektiert und sich aus der Finanzierung zur\u00fcckzieht.<\/strong><\/p>\n<p>Anfang Februar haben die Bauarbeiten an der Dakota Access Pipeline wieder begonnen. Die Pipeline f\u00fchrt durch Land, das den Indigenen heilig ist; ihre Rechte werden missachtet. Bei der momentan geplanten Route der Pipeline droht ein \u00d6lleck das wichtigste Trinkwasserreservoir der Indigenen und weiterer Millionen Menschen zu verseuchen. Und die Pipeline tr\u00e4gt dazu bei, dass die Klimakrise weiter versch\u00e4rft wird.<\/p>\n<p><strong>Massive Investitionen<br \/>\n<\/strong>Dass auch Geld von Schweizer Banken in der Pipeline steckt, ist schon seit L\u00e4ngerem klar. Greenpeace Schweiz hat nun die Finanzfl\u00fcsse genauer unter die Lupe genommen und dabei brisante Zahlen entdeckt \u2013 insbesondere einen Kredit der Credit Suisse \u00fcber 850 Millionen US-Dollar an die Bau- und Betreiberfirmen der Pipeline. Mit diesen neuen Zahlen wird klar, dass die Credit Suisse der Hauptgeldgeber des Projekts ist. Aus den Unterlagen wird auch klar, dass diese kr\u00e4ftige Finanzspritze vom Paradeplatz tats\u00e4chlich f\u00fcr das Pipeline-Projekt vorgesehen ist. Insgesamt hat die CS fast 1,4 Milliarden US-Dollar ins Projekt und die daran beteiligten Firmen investiert.<\/p>\n<p><strong>Verstoss gegen eigene Richtlinien<br \/>\n<\/strong>Besonders stossend an der CS-Finanzierung ist, dass die eigenen Gesch\u00e4ftsrichtlinien der Grossbank solche Beteiligungen eigentlich klar ausschliessen. \u00abOffensichtlich sind die Richtlinien der Credit Suisse nicht mehr als ein Deckm\u00e4ntelchen, mit dem die Grossbank der \u00d6ffentlichkeit nachhaltiges Wirtschaften vorgaukelt\u00bb, sagt Thomas M\u00e4der, Mediensprecher von Greenpeace Schweiz. Schlimmer noch: Die Credit Suisse hat Greenpeace Schweiz und der Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker (GfbV) in privaten Gespr\u00e4chen zugesichert, ihre Beteiligung an der Pipeline sei \u00abunbedeutend\u00bb und sie verurteile die Situation in Standing Rock, wo im Herbst 2016 Sicherheitskr\u00e4fte gewaltsam gegen Wassersch\u00fctzerInnen vorgegangen sind. \u00abUnsere Recherchen haben die Aussagen der Credit Suisse als blosse Lippenbekenntnisse entlarvt\u00bb, sagt M\u00e4der.<\/p>\n<p><strong>Credit Suisse muss Indigenen-Rechte respektieren<br \/>\n<\/strong>Greenpeace Schweiz hat sich zusammen mit der GfbV erneut brieflich an die Credit Suisse gewandt, nachdem das gesamte Ausmass der Finanzierung klar wurde. \u00abWir fordern, dass die Credit Suisse die Rechte der Indigenen respektiert und sich aus der Finanzierung des Projekts und der beteiligten Firmen zur\u00fcckzieht\u00bb, sagt Greenpeace-Sprecher M\u00e4der. Eine Antwort der Schweizer Grossbank auf den Brief steht noch aus.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Dokumente:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/20170303_No-DAPL_Hintergrund.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hintergrundpapier<\/a>\u00a0(aktualisiert am 3.3.2017) mit detaillierteren Infos zur Finanzierung und weiteren Forderungen<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/ab94a405-ab94a405-2nd-letter-cs-dapl-16feb17.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brief von Greenpeace Schweiz und GfbV an Credit Suisse<\/a> (englisch)<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr weitere Informationen:<\/strong><br \/>\nThomas M\u00e4der, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, 044 447 41 74, <a href=\"mailto:thomas.maeder@greenpeace.org\">thomas.maeder@greenpeace.org<br \/>\n<\/a>Katya Nikitenko, Finanzexpertin Greenpeace Schweiz, 079 937 63 83, <a href=\"mailto:katya.nikitenko@greenpeace.org\">katya.nikitenko@greenpeace.org<\/a> (auf Englisch)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der umstrittenen Dakota Access Pipeline steckt viel mehr Geld von der Credit Suisse als bisher bekannt. Greenpeace-Recherchen zeigen: Die Schweizer Grossbank hat fast 1,4 Milliarden US-Dollar investiert in das Projekt und die daran beteiligten Firmen. Damit ist die Credit Suisse mit Abstand der gr\u00f6sste Geldgeber der Pipeline. 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