{"id":7838,"date":"2017-03-01T00:00:00","date_gmt":"2017-02-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7838\/dakota-access-pipeline-ablenkungsmanoever-statt-echter-gespraechsbereitschaft-bei-der-credit-suisse\/"},"modified":"2019-05-30T08:16:39","modified_gmt":"2019-05-30T06:16:39","slug":"dakota-access-pipeline-ablenkungsmanoever-statt-echter-gespraechsbereitschaft-bei-der-credit-suisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7838\/dakota-access-pipeline-ablenkungsmanoever-statt-echter-gespraechsbereitschaft-bei-der-credit-suisse\/","title":{"rendered":"Dakota Access Pipeline: Ablenkungsman\u00f6ver statt echter Gespr\u00e4chsbereitschaft bei der Credit Suisse"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Credit Suisse versucht offensichtlich, von ihrer Schl\u00fcsselrolle bei der Finanzierung der umstrittenen Dakota Access Pipeline abzulenken. Greenpeace Schweiz h\u00e4lt an ihrer Darstellung von letzter Woche fest und fordert die Credit Suisse auf, ihre Behauptungen zu belegen. Aufgrund des mangelnden Entgegenkommens der Credit Suisse haben sich Greenpeace Schweiz und die Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker entschieden, ein f\u00fcr heute anberaumtes Gespr\u00e4ch mit Vertretern der Bank abzusagen.<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Schweiz hat vergangene Woche publik gemacht, dass <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/26122118\/87389de1b9b5-om4u0s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">viel mehr Geld von der Credit Suisse ins Umfeld der umstrittenen Dakota Access Pipeline fliesst, als zuvor bekannt<\/a>. Die Schweizer Grossbank kommentierte dies mit einem d\u00fcrren Statement, in dem behauptet wird, die Vorw\u00fcrfe von Greenpeace seien falsch \u2013 die Credit Suisse sei nicht an der Projektfinanzierung der Pipeline beteiligt. In einem Brief der Bank an Greenpeace und die Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker (GfbV) heisst es, die CS sei nur in kleinem Umfang an dem von Greenpeace aufgedeckten 850-Millionen-Dollar-Kredit beteiligt.<\/p>\n<p><strong>CS spielt Schl\u00fcsselrolle bei Pipeline-Finanzierung<br \/>\n<\/strong>Greenpeace hat die \u00f6ffentlich einsehbaren Dokumente dazu noch einmal genau unter die Lupe genommen und muss feststellen: Diese lassen keinen Zweifel daran, dass die Credit Suisse diesen Kredit gew\u00e4hrt hat (\u00ablender of record\u00bb) an die Firma Energy Transfer Equity (ETE), die Bau- und Betreiberfirma der Pipeline.<\/p>\n<p>Sowohl <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/26122119\/87389de1b9b5-om4u0s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dokumente der US-B\u00f6rsenaufsicht SEC<\/a>\u00a0wie die entsprechenden Eintr\u00e4ge bei Bloomberg dokumentieren, dass dieser Kredit in Zusammenhang steht mit der Pipeline. \u00abDie Credit Suisse spielt eine Schl\u00fcsselrolle bei der Finanzierung der Pipeline und der daran beteiligten Firmen\u00bb, bekr\u00e4ftigt Greenpeace-Sprecher Thomas M\u00e4der. \u00abWenn die Schweizer Grossbank dies abstreitet, soll sie dies auch \u00f6ffentlich belegen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Federf\u00fchrend bei weiteren Finanzierungsrunden<br \/>\n<\/strong>Bezeichnend ist, dass die Credit Suisse in ihrer Stellungnahme mit keinem Wort auf ihre weiteren Gesch\u00e4fte mit den Pipeline-Firmen eingeht: Sie war federf\u00fchrend bei weiteren Finanzierungsrunden im Dezember 2016 und im Februar 2017 sowie als andere Banken ihre Anteile an den Pipeline-Firmen verkaufen wollten \u2013 dies obwohl der Konflikt mit den Sioux bereits eskaliert war. In dieser Zeit hat die Bank zudem die Firmen bei weiteren Finanzgesch\u00e4ften beraten. \u00abOffensichtlich versucht die Credit Suisse davon abzulenken, welche zentrale Rolle sie bei der Finanzierung der Pipeline und der daran beteiligten Firmen spielt\u00bb, h\u00e4lt Greenpeace-Sprecher M\u00e4der fest. Besonders stossend ist auch hier, dass die CS-eigenen Gesch\u00e4ftsrichtlinien solche Gesch\u00e4fte explizit ausschliessen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u00abDie Credit Suisse erbringt keine Finanzierung oder Beratung f\u00fcr Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten von \u00d6l- und Erdgasunternehmen, gegen die glaubw\u00fcrdige Belege vorliegen, dass sie in Menschenrechtsverletzungen wie beispielsweise (\u2026) Gewaltanwendung gegen\u00fcber lokalen Gemeinschaften und indigenen Gruppen involviert sind.\u00bb[1]<\/p>\n<p><strong>Andere Banken beenden Gesch\u00e4ftsbeziehungen<br \/>\n<\/strong>Greenpeace Schweiz fordert die Credit Suisse erneut auf, die Rechte der Indigenen zu respektieren und s\u00e4mtliche Gesch\u00e4ftsbeziehungen und Finanzierungen, die im Zusammenhang mit den Bau- und Betreiberfirmen der Dakota Access Pipeline stehen, zu stoppen. Dass dies m\u00f6glich ist, haben verschiedene andere Finanzinstitute bewiesen: So hat beispielsweise <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/26122120\/87389de1b9b5-om4u0s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">die holl\u00e4ndische ABN Amro<\/a>\u00a0Anfang Februar 2017 ihre Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit den beteiligten Firmen auf Eis gelegt, und erst letzte Woche hat die deutsche BayernLB angek\u00fcndigt, <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/26122121\/87389de1b9b5-om4u0s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">keine weiteren Gesch\u00e4fte mit den Pipeline-Firmen zu t\u00e4tigen und so rasch als m\u00f6glich aus der Finanzierung auszusteigen<\/a>.<\/p>\n<p>Die Credit Suisse hingegen macht keinerlei Anstalten, \u00e4hnliche Schritte zu unternehmen. Und sie zeigt auch keine echte Gespr\u00e4chsbereitschaft: Greenpeace und die GfbV verlangen schon seit Monaten Verhandlungen mit den direkt Verantwortlichen f\u00fcr die problematischen Gesch\u00e4fte, konkret mit dem Chief Risk Officer. Dies hat die Credit Suisse aber abgelehnt. Die beiden NGO haben sich deshalb entschieden, ein f\u00fcr heute Mittwoch anberaumtes Gespr\u00e4ch mit der Credit Suisse abzusagen.<\/p>\n<p>[1] <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/26122122\/87389de1b9b5-om4u0s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.credit-suisse.com\/media\/assets\/corporate\/docs\/about-us\/responsibility\/banking\/policy-summaries-de.pdf<\/a> (S. 7)<\/p>\n<hr \/>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen:<br \/>\nThomas M\u00e4der, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, 044 447 41 74, <a href=\"mailto:thomas.maeder@greenpeace.org\">thomas.maeder@greenpeace.org<br \/>\n<\/a>Katya Nikitenko, Finanzexpertin Greenpeace Schweiz, 079 937 63 83, <a href=\"mailto:katya.nikitenko@greenpeace.org\">katya.nikitenko@greenpeace.org<\/a> (auf Englisch)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Credit Suisse versucht offensichtlich, von ihrer Schl\u00fcsselrolle bei der Finanzierung der umstrittenen Dakota Access Pipeline abzulenken. Greenpeace Schweiz h\u00e4lt an ihrer Darstellung von letzter Woche fest und fordert die Credit Suisse auf, ihre Behauptungen zu belegen. 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