{"id":78531,"date":"2021-12-11T06:10:00","date_gmt":"2021-12-11T05:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=78531"},"modified":"2021-12-06T13:12:03","modified_gmt":"2021-12-06T12:12:03","slug":"regenerative-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/78531\/regenerative-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Regenerative Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Martin Jucker und Stefan B\u00e4chli setzen auf dem B\u00e4chlihof, einem Betrieb der Jucker Farm, alles daran, Kreisl\u00e4ufe zu schliessen und die negativen Folgen der Landwirtschaft auf die Umwelt und das Klima zu vermindern. Durch regenerative Landwirtschaft bauen sie Humus auf, verwenden Pflanzenkohle und speichern so grosse Mengen CO<sub>2<\/sub> langfristig im Boden. Emissionen werden laufend reduziert, da regionale Kreisl\u00e4ufe konsequent beachtet werden. Deshalb haben sich die beiden f\u00fcr den Prix Climat beworben, einer Preisverleihung der Klima-Allianz f\u00fcr innovative und klimafreundliche Landwirt:innen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Auf \u00fcber 150 Hektaren, die auf vier Betriebe der Juckerfarm aufgeteilt sind, wird regenerative Landwirtschaft mit Obst-, Gem\u00fcse- und Ackerbau betrieben. Um die rund 600 Produkte herzustellen werden 80 verschiedene Kulturen und Sorten angepflanzt, wovon gut ein Drittel unterschiedliche Apfelsorten sind. Die Landwirte setzen beim Anbau auf Diversit\u00e4t &#8211; eine Strategie welche die Landwirtschaft resilienter und anpassungsf\u00e4higer an die fortschreitende Klimaerhitzung macht.<\/p>\n\n<p>Martin Jucker hat sich schon fr\u00fch gegen die zunehmenden Qualit\u00e4tsvorgaben von Grossabnehmer:innen gestr\u00e4ubt. Anstatt in eine neue Sortiermaschiene zu investieren, die noch mehr \u00c4pfel aufgrund der \u00e4usserlichen Erscheinung aussortiert, entschied er sich, das Produktionssystem zu \u00fcberdenken. \u00abEs geht um mehr als das Aussehen der Nahrungsmittel. Ihr N\u00e4hrstoffgehalt, geschlossene Kreisl\u00e4ufe und die Gesundheit des Bodens, auf dem sie gewachsen sind, stellen viel wichtigere Faktoren dar. Bei der regenerativen Landwirtschaft z\u00e4hlen die inneren Werte\u00bb, erkl\u00e4rt Jucker.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/_KLxRHmbg8w\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"_KLxRHmbg8w\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<p>Produktion, Verarbeitung und Vermarktung geschehen am gleichen Ort, wodurch auch die Wertsch\u00f6pfung bei den Produzenten bleibt. Suppe aus zu kleinen oder zu grossen K\u00fcrbissen wird vor Ort zur \u00abbesten K\u00fcrbissuppe der Welt\u00bb verarbeitet, welche in wiederverwendbaren Glasbeh\u00e4ltern verkauft wird. So liefert der Hof einen wertvollen Beitrag gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. In der Schweiz geht im Schnitt jedes dritte Lebensmittel zwischen Feld und Teller verloren oder wird verschwendet &#8211; mit weitreichenden Auswirkungen auf Klima und Umwelt (foodwaste.ch). 13% der Lebensmittelverluste gehen auf die Landwirtschaft zur\u00fcck, 27% fallen in der Verarbeitung der Lebensmittel an (<a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/bafu\/en\/home\/topics\/waste\/guide-to-waste-a-z\/biodegradable-waste\/types-of-waste\/lebensmittelabfaelle.html\">BAFU<\/a>, 2021).<\/p>\n\n<p>Die wenigen Tiere des Hofes werden eingesetzt, um den Humusaufbau auf den Feldern zu f\u00f6rdern. So kann auf schwere Maschinen verzichtet werden, was den Boden schont und Humusaufbau beg\u00fcnstigt. Die Tiere unterst\u00fctzen die Landwirt:innen bei der Arbeit und werden nicht nur zur Aufzucht gehalten. So laufen die H\u00fchner oder auch die Schweine des B\u00e4chlihofes im Obstbau frei herum. Dadurch lockern sie nicht nur den Boden auf, sondern dienen den B\u00e4umen auch als nat\u00fcrlicher Schutz vor Insekten. Auf den Einsatz von Hackger\u00e4ten und Herbiziden kann somit verzichtet werden, erkl\u00e4rt Stefan B\u00e4chli.<\/p>\n\n<p>Auch der Einsatz von Pflanzenkohle ist ein wichtiges Element ihres regenerativen Ansatzes. Sie unterst\u00fctzt als Futterzusatz die Tierverdauung und gelangt schliesslich als N\u00e4hrstofftr\u00e4ger ins Feld. Die verkohlten Pflanzenteile f\u00f6rdern Bodenfruchtbarkeit, absorbieren und speichern Regenwasser und sind kaum abbaubar. Sie verbleiben \u00fcber hunderte von Jahren im Boden. \u00abMit einem Kilo Pflanzekohle im Boden k\u00f6nnen wir 3 Kilo CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalent langfristig der Atmosph\u00e4re entziehen. Damit kann die Landwirtschaft einen grossen Beitrag zur Eind\u00e4mmung der Klimaerhitzung leisten\u00bb, erkl\u00e4rt Martin Jucker.<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prix Climat<\/h2>\n\n<p>Neben Martin Jucker und Stefan B\u00e4chli pr\u00e4sentieren f\u00fcnf weitere Finalist:innen ihre Ans\u00e4tze im Rahmen des <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.prixclimat.ch\/\" target=\"_blank\">Prix Climat<\/a>. <\/p>\n\n<p>Wer mit seinem\/ihrem innovativen Ansatz am meisten \u00fcberzeugt, zeigt sich im M\u00e4rz 2022: Dann n\u00e4mlich k\u00fcrt die ganze Schweiz mittels Online Voting und eine Fachjury an einer Preisverleihung den\/die Gewinner:in mit dem Prix Climat.<\/p>\n\n<p><\/p>\n\n<p><strong>Mehr Infos zum Prix Climat gibt es <a href=\"https:\/\/www.prixclimat.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Blick in die Westschweiz zeigt, wie urbane Gebiete f\u00fcr nachhaltige und soziale Landwirtschaft genutzt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"featured_media":78547,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[33],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-78531","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78531"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78531\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78531"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=78531"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=78531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}