{"id":78937,"date":"2021-12-10T12:41:52","date_gmt":"2021-12-10T11:41:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=78937"},"modified":"2021-12-10T12:41:55","modified_gmt":"2021-12-10T11:41:55","slug":"schweizer-unternehmen-bereitet-sich-auf-die-zerstoerung-der-tiefsee-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/78937\/schweizer-unternehmen-bereitet-sich-auf-die-zerstoerung-der-tiefsee-vor\/","title":{"rendered":"Schweizer Unternehmen bereitet sich auf die Zerst\u00f6rung der Tiefsee vor"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>W\u00e4hrend die Regierungen der Welt dar\u00fcber diskutieren, ob der Tiefseebergbau erlaubt werden soll, besetzten heute Morgen etwa 20 Greenpeace-Aktivist:innen aus der Schweiz, der Niederlande und Deutschland ein f\u00fcr den Tiefseebergbau vorbereitetes Schiff. Sie h\u00e4ngten ein Banner mit der Aufschrift \u00abNo Deep Sea Mining\u00bb (\u00abKein Tiefseebergbau\u00bb) an das riesige, zwei Fussballfelder lange Schiff namens <\/strong><strong><em>Hidden Gem<\/em><\/strong><strong>. Das Schiff geh\u00f6rt der Schweizer Firma Allseas aus dem Kanton Freiburg und wird seit September als weltweit erstes f\u00fcr den Tiefseebergbau umgebaut.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>In Zusammenarbeit mit der Gruppe The Metals Company soll die <em>Hidden Gem<\/em> schon zu Beginn des kommenden Jahres zu einer ersten Test-Expedition f\u00fcr den Abbau von Manganknollen in einer Meerestiefe von mehr als 4\u2019000 Metern aufbrechen. Die Knollen enthalten Metalle wie Mangan, Kobalt und Nickel, die potenziell in der Elektronikindustrie verwendet werden k\u00f6nnten. \u00abDie Tiefsee ist eines der letzten nahezu unber\u00fchrten Gebiete in unseren Meeren. Durch den Tiefseebergbau w\u00fcrde dieses \u00d6kosystem und seine Artenvielfalt unwiederbringlich zerst\u00f6rt\u00bb, sagt Iris Menn, promovierte Meeresbiologin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Greenpeace Schweiz. \u00abEs zeugt von Desinteresse gegen\u00fcber den Sch\u00e4tzen der Natur und grosser&nbsp; Profitgier, dass sich Allseas auf die Zerst\u00f6rung der Tiefsee vorbereitet, w\u00e4hrend zahlreiche Staaten und grosse private Konzerne wie Samsung, Google und BMW bereits ein Moratorium f\u00fcr den Tiefseebergbau fordern\u00bb, sagt Menn.<\/p>\n\n<p>Die Greenpeace-Aktivist:innen protestieren w\u00e4hrend sich in Kingston\/Jamaika diese Woche&nbsp; die Regierungen bei der Internationalen Meeresbodenbeh\u00f6rde (International Seabed Authority, ISA) treffen, um \u00fcber die \u00d6ffnung des Meeresbodens f\u00fcr den Bergbau in weniger als zwei Jahren zu beraten. Den Startschuss gab der pazifische Inselstaat Nauru im Juni 2021, unterst\u00fctzt von The Metals Company, die zuvor andere Nationen schockiert hatte, da sie bei ISA-Treffen im Namen der nauruanischen Regierung sprach. Die ISA hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Lizenzantr\u00e4ge f\u00fcr die Erkundung und den Abbau von Bodensch\u00e4tzen zur Pr\u00fcfung angenommen. Derzeit umfassen diese Lizenzen bereits mehr als 36 Mal die Fl\u00e4che der Schweiz. \u00abDie Gefahr ist gross, dass die ISA dem Ansturm auf die Bodensch\u00e4tze der Tiefsee T\u00fcr und Tor \u00f6ffnet\u00bb, sagt Menn. \u00abGenau deshalb ist die Schweiz und der Bundesrat gefordert sich \u00f6ffentlich und lautstark f\u00fcr ein Moratorium f\u00fcr den Tiefseebergbau einzusetzen.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Rolle der Schweiz<\/strong><\/h2>\n\n<p>Bisher erteilt der Bundesrat dem Meeresschutz noch eine Absage. In seiner Antwort auf die parlamentarische Interpellation zum<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/mail.greenpeace.ch\/d?o00cpq5i00xb5s00d0000lh000000000bw60bwfs6q22yoyoyu3ezpbcfly1933\" target=\"_blank\"> Tiefseebergbau<\/a> bezieht der Bundesrat keine klare Position f\u00fcr den Schutz der Meere. Die Unterst\u00fctzung eines Moratorium ist ein konkreter erster Schritt, um die internationale Verpflichtung zum Schutz der biologischen Vielfalt in die Tat umzusetzen und ein Beitrag zum Klimaschutz. Denn die Ozeane spielen eine entscheidende Rolle f\u00fcr das Klima. Um den Bundesrat endlich zu einer ehrgeizigen Position zum Meeresschutz zu bewegen, hat Greenpeace Schweiz eine <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/die-schweiz-muss-flagge-zeigen-fuer-den-meeresschutz\/\">Petition<\/a> mit konkreten Forderungen an die Schweizer Regierung lanciert. \u00abWir befinden uns an einem Scheideweg\u00bb, analysiert Iris Menn. \u00abDer Schutz der Meere spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen die globale Erw\u00e4rmung und das Massensterben der Arten. Die Schweiz muss ihre Doppelz\u00fcngigkeit beenden und sich konkret f\u00fcr den Schutz der Ozeane einsetzen.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Photos und Videos von der Aktion<\/strong>\u00a0<\/h2>\n\n<p><a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MDHUHEL2UY\">https:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MDHUHEL2UY<\/a><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Iris Menn, Meeresbiologin und Gesch\u00e4ftsleiterin, Greenpeace Schweiz, <a href=\"mailto:iris.menn@greenpeace.org\">iris.menn@greenpeace.org<\/a>, +41 79 886 75 92<br><\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, <br><a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 11<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die Regierungen der Welt dar\u00fcber diskutieren, ob der Tiefseebergbau erlaubt werden soll, besetzten heute Morgen etwa 20 Greenpeace-Aktivist:innen aus der Schweiz, der Niederlande und Deutschland ein f\u00fcr den Tiefseebergbau&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":103,"featured_media":78959,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[119],"tags":[41],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-78937","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meer","tag-meer","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78937","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/103"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78937"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78937\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78959"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78937"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78937"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78937"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=78937"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=78937"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}