{"id":7920,"date":"2017-10-17T00:00:00","date_gmt":"2017-10-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7920\/greenpeace-aktivistinnen-fordern-mit-riesigem-holzfaeller-bild-keine-nastuecher-aus-schuetzenswerten-waeldern\/"},"modified":"2019-05-30T08:19:34","modified_gmt":"2019-05-30T06:19:34","slug":"greenpeace-aktivistinnen-fordern-mit-riesigem-holzfaeller-bild-keine-nastuecher-aus-schuetzenswerten-waeldern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7920\/greenpeace-aktivistinnen-fordern-mit-riesigem-holzfaeller-bild-keine-nastuecher-aus-schuetzenswerten-waeldern\/","title":{"rendered":"Greenpeace-AktivistInnen fordern mit riesigem Holzf\u00e4ller-Bild: Keine Nast\u00fccher aus sch\u00fctzenswerten W\u00e4ldern!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten haben heute auf dem Basler M\u00fcnsterplatz ein riesiges Bild aus S\u00e4gemehl erstellt. Das Bild zeigt den ber\u00fchmten Holzf\u00e4ller von Ferdinand Hodler. Anschliessend enth\u00fcllten die Umweltsch\u00fctzerInnen die Botschaft \u00abTempo: Stop Wiping Away Forests\u00bb. Mit der bewilligten Aktion fordern sie von Essity, dem Hersteller von Tempo-Produkten, keine Rohstoffe mehr aus sch\u00fctzenswerten borealen Waldgebieten zu beziehen.<\/strong><\/p>\n<p>Am Morgen haben rund 20 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten auf dem Basler M\u00fcnsterplatz damit begonnen, ein riesiges Bild aus S\u00e4gemehl auszulegen. Das rund 300 Quadratmeter grosse Bild wurde um die Mittagszeit fertiggestellt und zeigt den ber\u00fchmten Holzf\u00e4ller des Schweizer Malers Ferdinand Hodler \u2013 der allerdings eine Kettens\u00e4ge schwingt statt einer Axt. Nach Fertigstellung des Bilds haben die AktivistInnen einen Teil des S\u00e4gemehls weggewischt und so aufgedeckt, was hinter der vermeintlich idyllischen Holzf\u00e4ller-Szenerie steckt: F\u00fcr die Herstellung von Tempo-Nast\u00fcchern werden in den W\u00e4ldern des Nordens auch sch\u00fctzenswerte W\u00e4lder gerodet \u2013 ohne R\u00fccksicht auf die Folgen f\u00fcrs Klima und die Biodiversit\u00e4t. Der aufgedeckte Slogan lautet \u00abStop Wiping Away Forests\u00bb, daneben steht ein Tempo-Logo.<\/p>\n<p><strong>Keine Waldzerst\u00f6rung f\u00fcr Einwegprodukte<br \/>\n<\/strong>Die Kritik von Greenpeace richtet sich an Essity, die Herstellerin von Tempo-Nast\u00fcchern und weiteren Hygienepapier-Artikeln wie WC- und Haushaltpapier. Die schwedische Firma ist der gr\u00f6sste Produzent von Hygienepapier in Europa und vertreibt neben Tempo auch Marken wie Zewa, Tork oder Plenty. \u00abEssity muss die Lieferkette in Ordnung bringen. Es kann nicht sein, dass \u00f6kologisch wertvolle boreale W\u00e4lder gerodet werden, um daraus Produkte herzustellen, die nach einmaligem Gebrauch im Abfall oder im Klo landen\u00bb, sagt Claudine Gubelmann-Largo, Leiterin der Waldkampagne bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n<p><strong>Versicherung gegen Klimakollaps<br \/>\n<\/strong>\u00abWaldschutz ist Klimaschutz\u00bb, sagt Gubelmann-Largo. Denn durch die Rodung sch\u00fctzenswerter W\u00e4lder zerst\u00f6ren die Lieferfirmen von Essity unsere wichtigste Versicherung gegen den Klimakollaps: In den B\u00e4umen und im Waldboden sind grosse Mengen Kohlenstoff gespeichert. Zudem sind diese W\u00e4lder ein wichtiger Lebensraum f\u00fcr unz\u00e4hlige Tier- und Pflanzenarten. Dass die gerodeten Gebiete in den nordischen W\u00e4ldern wieder aufgeforstet werden, \u00e4ndert wenig an der Problematik. \u00abDer wiederaufgeforstete Wald speichert eine kleinere Menge Kohlenstoff \u2013 und auch das erst nach Jahrzehnten\u00bb, erkl\u00e4rt Biologin Gubelmann-Largo. Auch die Biodiversit\u00e4t ist massiv geringer in einer wiederaufgeforsteten Monokultur als in einem mehr oder weniger unber\u00fchrten Wald. \u00abB\u00e4ume kann man wieder pflanzen, ein \u00d6kosystem nicht\u00bb, sagt Gubelmann-Largo.<\/p>\n<p>Das Bild auf dem Basler M\u00fcnsterplatz bleibt noch bis etwa 16.30 Uhr liegen. Das S\u00e4gemehl \u2013 Abfall aus S\u00e4gereien, von dem Teile gef\u00e4rbt wurden mit nat\u00fcrlichen Mitteln \u2013 wird anschliessend teilweise einem Schafhalter zur Verf\u00fcgung gestellt; der Rest wird entweder kompostiert oder in der Kehrichtverbrennungsanlage entsorgt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Hochaufgel\u00f6ste Fotos der Aktion finden Sie unter diesem Link: <a href=\"http:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MZIFJXZFMTV\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MZIFJXZFMTV<\/a> \u2013 weitere Fotos und Videos werden im Lauf des Nachmittags aufgeschaltet.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen:<br \/>\nThomas M\u00e4der, Medienverantwortlicher Greenpeace Schweiz, 044 447 41 74, <a href=\"mailto:thomas.maeder@greenpeace.org\">thomas.maeder@greenpeace.org<br \/>\n<\/a>Claudine Gubelmann-Largo, Leiterin der Waldkampagne Greenpeace Schweiz, 078 733 34 36, <a href=\"mailto:claudine.gubelmann-largo@greenpeace.org\">claudine.gubelmann-largo@greenpeace.org<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Bericht <em>\u00abHow Europe\u2019s Tissue Giant Is Wiping Away The Boreal\u00bb<\/em> von Greenpeace International \u2013 <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/report-great-northern-forest\/\">Zusammenfassung auf Deutsch<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/ausfuehrlicher-hintergrundbericht-great-northern-forest\/\">vollst\u00e4ndiger Bericht in englischer Sprache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/medienmitteilungen\/die-nordischen-waelder-sind-kein-wegwerfartikel\/\">Medienmitteilung von Greenpeace Schweiz zur Ver\u00f6ffentlichung des Berichts (4. Oktober 2017)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten haben heute auf dem Basler M\u00fcnsterplatz ein riesiges Bild aus S\u00e4gemehl erstellt. Das Bild zeigt den ber\u00fchmten Holzf\u00e4ller von Ferdinand Hodler. Anschliessend enth\u00fcllten die Umweltsch\u00fctzerInnen die Botschaft \u00abTempo: Stop Wiping Away Forests\u00bb. 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