{"id":7927,"date":"2017-11-01T00:00:00","date_gmt":"2017-10-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7927\/gesamtschau-agrarpolitik-nur-oekologische-ausrichtung-staerkt-schweizer-landwirtschaft\/"},"modified":"2019-05-30T08:19:45","modified_gmt":"2019-05-30T06:19:45","slug":"gesamtschau-agrarpolitik-nur-oekologische-ausrichtung-staerkt-schweizer-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7927\/gesamtschau-agrarpolitik-nur-oekologische-ausrichtung-staerkt-schweizer-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Gesamtschau Agrarpolitik: Nur \u00f6kologische Ausrichtung st\u00e4rkt Schweizer Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Umweltverb\u00e4nde BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz begr\u00fcssen die deutlichen Worte des Bundesrates zugunsten einer \u00f6kologischen Ausrichtung der Schweizer Landwirtschaft in seiner heute ver\u00f6ffentlichten Gesamtschau Agrarpolitik 22+ (AP 22+). Den Tatbeweis einer aktiven Konkretisierung dieser Absichten muss der Bundesrat noch erbringen.<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Gesamtschau Agrarpolitik 22+ (AP 22+) zeigt der Bundesrat auf, wie die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweizer Landwirtschaft im In- und Ausland verbessert, die unternehmerische Entwicklung der Betriebe gef\u00f6rdert und die nat\u00fcrlichen Ressourcen besser gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Anhand von drei Szenarien zur \u00d6ffnung des Schweizer Agrarmarktes stellt der Bundesrat dar, wie die Schweizer Agrarpolitik nach 2021 weiterentwickelt werden soll. Er anerkennt dabei die Wichtigkeit st\u00e4rkerer \u00f6kologischer Anstrengungen im Interesse der Zukunftsf\u00e4higkeit von Produktion, Handel und Konsum.<\/p>\n<p><strong>Jetzt \u00f6kologische Defizite anpacken<\/strong><\/p>\n<p>Wie die Gesamtschau zeigt, wird bisher keines der 13 Umweltziele Landwirtschaft erreicht. Die Umweltverb\u00e4nde sind erleichtert, dass der Bundesrat die \u00f6kologischen Defizite der heutigen Landwirtschaft anerkennt und endlich Verbesserungen vornehmen will. Das ist aus umweltpolitischen wie auch wirtschaftlichen Gr\u00fcnden dringend notwendig. Denn die Schweizer Landwirtschaft hat zum Beispiel punkto Pestizidreduktion, Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rderung und Kulturlandschutz Nachholbedarf. Dabei ist klar, dass der Agrarsektor wirtschaftlich nur zukunftsf\u00e4hig ist, wenn die Qualit\u00e4t der Produkte stimmt. Eine st\u00e4rkere \u00f6kologische Ausrichtung entspricht in diesem Sinne auch dem neuen Verfassungsartikel zur Ern\u00e4hrungssicherheit und somit dem Volkswillen.<\/p>\n<p>Die nun vorliegenden Markt\u00f6ffnungsszenarien der Gesamtschau AP 22+ sind als Hebel f\u00fcr eine qualitativ hochstehende, \u00f6kologische und wirtschaftlich erfolgreiche Schweizer Landwirtschaft einzusetzen. Daf\u00fcr braucht es gesetzliche Anpassungen in folgenden Bereichen:<\/p>\n<ul>\n<li>Klare Bestimmungen zur Senkung der Pestizid- und Stickstoffbelastung.<\/li>\n<li>Regeln f\u00fcr eine standortangepasste Landwirtschaft, um die massiven N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcsse zu reduzieren und den R\u00fcckgang der Biodiversit\u00e4t zu stoppen.<\/li>\n<li>Griffige Massnahmen zum Schutz des Bodens \u2013 auch auf landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4chen (LN) \u2013 um die B\u00f6den vor \u00dcberbauung zu sch\u00fctzen, Erosion zu verhindern und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten.<\/li>\n<li>Zugleich braucht es ein \u00f6kologisches Monitoring f\u00fcr die beabsichtigten Markt\u00f6ffnungsschritte. Nur wenn diese auch in einer Gesamtsicht Vorteile f\u00fcr die Umwelt bringen, sind sie sinnvoll.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Umweltverb\u00e4nde erwarten vom Bundesrat, dass die Gesamtschau AP 22+ in einem offenen Prozess und nicht in einem stillen K\u00e4mmerlein des Bundesamtes f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) konkretisiert wird. Selbstverst\u00e4ndlich sind BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz bereit, bei diesem Prozess aktiv mitzuwirken. Im Interesse der \u00d6kologie aber auch einer umfassend verstandenen Ern\u00e4hrungssicherheit.<\/p>\n<p><strong><em>Kontaktpersonen<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Marcel Liner, Pro Natura, Verantwortlicher Landwirtschaftspolitik, 061 317 92 40<\/em><\/li>\n<li><em>Philippe Schenkel, Landwirtschaftsexperte, Greenpeace Schweiz, 078 790 52 84<\/em><\/li>\n<li><em>Pascal K\u00f6nig, Landwirtschaftsexperte, BirdLife Schweiz, 077 927 59 20<\/em><\/li>\n<li><em>Oc\u00e9ane Dayer, Projektleiterin Landwirtschaft, WWF Schweiz, 076 615 71 70<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umweltverb\u00e4nde BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz begr\u00fcssen die deutlichen Worte des Bundesrates zugunsten einer \u00f6kologischen Ausrichtung der Schweizer Landwirtschaft in seiner heute ver\u00f6ffentlichten Gesamtschau Agrarpolitik 22+ (AP 22+). 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