{"id":7945,"date":"2017-12-01T00:00:00","date_gmt":"2017-11-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7945\/co%e2%82%82-gesetz-bundesrat-verschaukelt-die-schweizer-bevoelkerung\/"},"modified":"2019-05-30T08:20:21","modified_gmt":"2019-05-30T06:20:21","slug":"co%e2%82%82-gesetz-bundesrat-verschaukelt-die-schweizer-bevoelkerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7945\/co%e2%82%82-gesetz-bundesrat-verschaukelt-die-schweizer-bevoelkerung\/","title":{"rendered":"CO\u2082-Gesetz: Bundesrat verschaukelt die Schweizer Bev\u00f6lkerung"},"content":{"rendered":"<p><em>Medienmitteilung der Schweizer Klima-Allianz<\/em><\/p>\n<p><strong>Mit der heute pr\u00e4sentierten Gesetzesvorlage will der Bundesrat den Pariser Klimavertrag umsetzen. Leider wird die Vorlage dem Auftrag keineswegs gerecht. Die Zielvorgaben sind ungen\u00fcgend und eine verursachergerechte Klimafinanzierung fehlt vollkommen. Die Klima-Allianz fordert das Parlament auf, die Ambitionen mindestens zu verdoppeln.<\/strong><\/p>\n<p>Um die Erderw\u00e4rmung zu beschr\u00e4nken muss der Treibhausgasausstoss in allen L\u00e4ndern weltweit auf netto null gesenkt werden. Schon ein Blick auf den Zweckartikel (Art.1) des CO<sub>2<\/sub>-Gesetzesntwurfs best\u00e4tigt die Bef\u00fcrchtung, dass sich der Bundesrat nicht an den Zielen von Paris orientieren will. Trotz der in Paris beschlossenen neuen Zielsetzung (<em>deutlich<\/em> unter 2\u00b0C und <em>m\u00f6glichst<\/em> 1.5\u00b0C), schw\u00e4cht der Bundesrat die Formulierung (<em>weniger<\/em> als 2\u00b0C).<\/p>\n<p>\u00abIn Paris wurde das Ziel angepasst, weil das Katastrophenrisiko f\u00fcr \u00d6kosysteme und Bev\u00f6lkerung mit jedem Zehntelsgrad Erhitzung stark ansteigt\u00bb, sagt Georg Klingler von Greenpeace Schweiz. Dass der Bundesrat den Klimavertrag von Paris nicht umsetzen m\u00f6chte, zeigt sich auch daran, dass es in der Vorlage keine Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine effektive Regulierung des Finanzplatzes gibt.<\/p>\n<p>Mit seiner Weiter-wie-bisher-Vorlage verkennt der Bundesrat die Empfehlungen der Wissenschaft und nimmt gef\u00e4hrliche Folgen f\u00fcr die Schweiz in Kauf. Die Klima-Allianz Schweiz hat darum schon 2015 eine <a href=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/blog\/klimapetition\">Petition mit \u00fcber 107&#8217;000 Unterschriften<\/a> eingereicht. Die Hauptforderungen an Parlament und Bundesrat sind dringend wie eh und je; der Bundesrat muss eine gerechte und ambitionierte Klimapolitik anstreben:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Schweiz muss <strong>ihre eigenen Treibhausgasemissionen bis 2030 um 60 Prozent gegen\u00fcber 1990 reduzieren. <\/strong><\/li>\n<li>Die Schweiz muss angemessene <strong>finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder im Kampf gegen Klimaver\u00e4nderungen und daraus resultierende Sch\u00e4den <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Seit dem historischen Durchbruch in Paris, sp\u00e4testens jedoch mit der Ratifikation des Klima\u00fcbereinkommens hat sich der Bundesrat verpflichtet, dessen Ziele in der Schweizer Gesetzgebung umzusetzen. \u00abGemessen daran ist der heute pr\u00e4sentierte Bundesratsvorschlag komplett ungen\u00fcgend. Der Bundesrat scheint nicht gewillt, im Klimaschutz seine Regierungsaufgabe wahrzunehmen\u00bb, sagt Patrick Hofstetter vom WWF.<\/p>\n<p>J\u00fcrg Staudenmann von Alliance Sud f\u00fcgt an: \u00abAusserdem muss die Schweiz ab 2020 die vom Klimawandel direkt betroffenen Entwicklungsl\u00e4nder mit j\u00e4hrlich einer Milliarde Franken unterst\u00fctzen; doch darauf geht die Vorlage schon gar nicht ein!\u00bb<\/p>\n<p>Nun ist es am Parlament, eine taugliche Gesetzesrevision zu erarbeiten, die dem Pariser Klimavertrag gerecht wird. Daf\u00fcr kann der Klima-Masterplan als Orientierung dienen, den die Klima-Allianz mit ihren \u00fcber 70 Organisationen erarbeitet hat. Darin wird aufgezeigt, mit welchen Instrumenten und Massnahmen eine Schweizer Klimapolitik im Sinne des Pariser Klimavertrags m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Denn \u00abmit dem vorliegenden Gesetzesentwurf f\u00fchlt sich die Zivilgesellschaft, repr\u00e4sentiert durch die Mitgliederorganisationen der Klima-Allianz und \u00fcber 100&#8217;000 UnterzeichnerInnen der Klima-Petition von 2015, von der Landesregierung verschaukelt. Dies umso mehr, als eine diese Woche ver\u00f6ffentlichte SRG-Umfrage klar gezeigt hat, dass die Klimakrise f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in der ganzen Schweiz die gr\u00f6sste Bedrohung darstellt.\u00bb, sagt Christian L\u00fcthi von der Klima-Allianz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen: <\/strong><\/p>\n<p>Petition f\u00fcr gerechte Klimapolitik der Klima-Allianz: <a href=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/blog\/klimapetition\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.klima-allianz.ch\/blog\/klimapetition<\/a><\/p>\n<p>Klima-Masterplan Schweiz zur Umsetzung des Paris-Abkommens: <a href=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/blog\/klima-masterplan\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.klima-allianz.ch\/blog\/klima-masterplan<\/a><\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Christian L\u00fcthi, Gesch\u00e4ftsleiter Klima-Allianz Schweiz, 076\u00a0580 44 99<\/p>\n<p>J\u00fcrg Staudenmann, Verantwortlicher Klima- und Umweltpolitik, Alliance Sud, 079 152 41 72<\/p>\n<p>Patrick Hofstetter, Leiter Klima &amp; Energie, WWF Schweiz, 076 305 67 37<\/p>\n<p>Georg Klingler, Klimaexperte, Greenpeace Schweiz, 079 785 07 38<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der heute pr\u00e4sentierten Gesetzesvorlage will der Bundesrat den Pariser Klimavertrag umsetzen. 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