{"id":7953,"date":"2018-01-18T00:00:00","date_gmt":"2018-01-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7953\/wef-2018-greenpeace-aktivistinnen-bringen-gerechtigkeit-nach-davos\/"},"modified":"2019-10-15T15:55:03","modified_gmt":"2019-10-15T13:55:03","slug":"wef-2018-greenpeace-aktivistinnen-bringen-gerechtigkeit-nach-davos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/7953\/wef-2018-greenpeace-aktivistinnen-bringen-gerechtigkeit-nach-davos\/","title":{"rendered":"Studie zu Konzernverantwortung: &#171;Gerechtigkeit f\u00fcr Mensch und Planet&#187; ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kurz vor dem Start des diesj\u00e4hrigen World Economic Forum hat Greenpeace International zehn fundamentale Prinzipien aufgestellt, um Umweltverbrechen und Menschenrechts-Verletzungen von Konzernen zu stoppen. Die heute ver\u00f6ffentlichte Studie \u00abGerechtigkeit f\u00fcr Mensch und Planet\u00bb dokumentiert die systembedingten Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Missst\u00e4nde \u2013 und zeigt, wie sie behoben werden k\u00f6nnen. Um den Forderungen nach Gerechtigkeit Nachdruck zu verleihen, haben Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten in Davos ein Mahnmal mit einer 6 Meter hohen Justitia-Statue errichtet.<\/strong><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/GP0STRGTW_Medium_res_with_credit_line-1024x680.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41985\"\/><\/figure>\n\n<p>In der Studie fordert Greenpeace Regierungen auf, wirkungsvolle und global verbindliche Regeln zu Konzernverantwortung und Schadenshaftung aufzustellen. Die Konzerne sollen weltweit haftbar gemacht werden f\u00fcr ihr Fehlverhalten gegen\u00fcber den Menschen und dem Planeten. Die Studie zeigt, wie Regierungen transnationalen Konzernen allzu oft, ob willentlich oder unwillentlich, Straffreiheit gew\u00e4hren. Eine Analyse von <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/07\/Corp.-Accountability-Cases.zip\">20 konkreten F\u00e4llen<\/a> macht deutlich wie Konzerne die Unternehmens-Gesetzgebung, Steuer- und Investitionsabkommen, ihre Lobbymacht und Schlupfl\u00f6cher in der internationalen Gesetzgebung missbraucht haben, um auf Kosten von Menschenrechten und der Umwelt Profit zu machen. 20 der in der Studie insgesamt erw\u00e4hnten Konzerne sind offizielle Sponsoring-Partner oder Teilnehmer des World Economic Forum (WEF), das vom 23. bis 26. Januar in Davos stattfindet.<\/p>\n\n<p><strong>Gemeinsame Zukunft oder eigener Profit?<br>\n<\/strong>\u00abIn Davos will die sogenannte globale Elite \u00fcber \u2039eine gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt\u203a befinden. In Tat und Wahrheit streben aber die Konzerne weiterhin danach, ihren politischen Einfluss zu st\u00e4rken und ihren Profit zu steigern auf Kosten der B\u00fcrgerInnen und der Umwelt. Wenn wir unseren fragilen Planeten sch\u00fctzen wollen, muss Gerechtigkeit im Zentrum der Unternehmungsf\u00fchrung stehen\u00bb, sagt Matthias W\u00fcthrich, Leiter der internationalen Konzernverantwortungs-Kampagne von Greenpeace.<\/p>\n\n<p>Der Bericht dokumentiert unter anderem, wie unterschiedliche Rechtsstandards dazu gef\u00fchrt haben, dass der VW-Konzern f\u00fcr den Dieselskandal in den USA Bussen in Milliardenh\u00f6he zahlen muss, in Europa hingegen straffrei davonkommt. Es wird gezeigt wie die Firmen Resolute Forest Products und Energy Transfer Partners (die Firma hinter der umstrittenen Dakota Access Pipeline) ihre Kritiker mit sogenannten SLAPP-Verfahren zum Schweigen bringen wollen; wie der <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/07\/78272d82-glencore.pdf\" target=\"_blank\">Schweizer Rohstoff-Riese Glencore<\/a> Umwelt und Klima sch\u00e4digt und private Schiedsgerichte benutzt, um Regierungen unter Druck zu setzen; und wie sich die spanische ACS-Gruppe zum Komplizen einer Katastrophe f\u00fcr Mensch und Umwelt gemacht hat bei der Konstruktion des Wasserkraftwerk-Projekts Renace in Guatemala. Neben Glencore sind mit <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/07\/5630e62f-nestle.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Nestl\u00e9<\/a>, <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/07\/0e831203-carbon-majors.pdf\" target=\"_blank\">Holcim<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/07\/9ba41eda-novartis.pdf\" target=\"_blank\">Novartis<\/a> die Verfehlungen von drei weiteren Schweizer Unternehmen festgehalten.<\/p>\n\n<p><strong>Verantwortung global wahrnehmen<br>\n<\/strong>Die von Greenpeace geforderten Konzernverantwortungs-Prinzipien beinhalten unter anderem die Forderungen \u00abKonzerne und deren F\u00fchrungskr\u00e4fte haftbar machen f\u00fcr Umweltsch\u00e4den oder Menschenrechtsverletzungen im In- und Ausland\u00bb und \u00abKonzernen verbindliche Sorgfaltspr\u00fcfungspflichten bez\u00fcglich Mensch und Umwelt auferlegen\u00bb sowie \u00abVon Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen betroffenen Menschen auch im Firmen-Herkunftsland Zugang zu Wiedergutmachung und Gerichtsbarkeit gew\u00e4hrleisten\u00bb.<\/p>\n\n<p>Diese Forderungen entsprechen einem weltweiten Trend und stimmen auch mit der <a href=\"http:\/\/konzern-initiative.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Konzernverantwortungs-Initiative<\/a> \u00fcberein, \u00fcber die das Schweizervolk m\u00f6glicherweise schon Ende dieses Jahres abstimmen wird.<\/p>\n\n<p>\u00abDie Greenpeace-Studie zeigt, dass es verbindliche Regeln zu Konzernverantwortung und -Haftung braucht. Konzerne und die am WEF versammelte globale F\u00fchrungsriege sollen nicht nur sch\u00f6ne Worte \u00fcber wirtschaftliche Globalisierung und die Welt verlieren, sondern entsprechend handeln \u2013 damit die Welt nicht noch mehr zersplittert\u00bb, sagt Matthias W\u00fcthrich weiter.<\/p>\n\n<p>Mit der 6 Meter hohen Gerechtigkeits-Statue wollen die Greenpeace-AktivistInnen als Teil der wiedererstarkten Protestbewegung auf die Studie \u00abGerechtigkeit f\u00fcr Mensch und Planet\u00bb aufmerksam machen und symbolisch die Forderung nach Gerechtigkeit ans abgeschottete WEF tragen. \u00dcber die sozialen Medien ver\u00f6ffentlicht Greenpeace zudem ein <a href=\"https:\/\/youtu.be\/IuNlai03vzo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Satirevideo<\/a>, in dem das Verhalten von Grosskonzernen auf das Alltagsleben \u00fcbertragen wird \u2013 und gezeigt, wie Passantinnen und Passanten darauf reagieren.<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/07\/af80853c-exec-summary-german.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Zusammenfassung der Studie \u00abGerechtigkeit f\u00fcr Mensch und Planet\u00bb<\/a> (Deutsch)<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/07\/7b062f84-justice-for-people-and-planet-1.pdf\" target=\"_blank\">Vollst\u00e4ndige Studie \u00abJustice for People and Planet, Ending the Age of Corporate Capture, Collusion and Impunity\u00bb<\/a> (Englisch)<\/li><li><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MZIFJX3QB3Y\" target=\"_blank\">Fotos der Aktion in Davos<\/a>&nbsp;(weitere Fotos folgen im Lauf des Tages)<\/li><li><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/youtu.be\/IuNlai03vzo\" target=\"_blank\">Satirevideo \u00abIt\u2019s not business, it\u2019s just personal\u00bb<\/a><\/li><\/ul>\n\n<p><strong>Kontakt<\/strong><\/p>\n\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Leiter der internationalen Konzernverantwortungs-Kampagne, Greenpeace Schweiz,  +41 44 447 41 31, <a href=\"mailto:matthias.wuethrich@greenpeace.org\">matthias.wuethrich@greenpeace.org<\/a> (in Davos)<\/p>\n\n<p>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/p>\n\n<p>Greenpeace International Press Desk, +31 20 718 24 70, <a href=\"mailto:pressdesk.int@greenpeace.org\">pressdesk.int@greenpeace.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz vor dem Start des diesj\u00e4hrigen World Economic Forum hat Greenpeace International zehn fundamentale Prinzipien aufgestellt, um Umweltverbrechen und Menschenrechts-Verletzungen von Konzernen zu stoppen. 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