{"id":7989,"date":"2018-04-25T00:00:00","date_gmt":"2018-04-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7989\/indigene-frauen-und-klimaseniorinnen-protestieren-auf-zuercher-paradeplatz\/"},"modified":"2019-05-30T08:21:53","modified_gmt":"2019-05-30T06:21:53","slug":"indigene-frauen-und-klimaseniorinnen-protestieren-auf-zuercher-paradeplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7989\/indigene-frauen-und-klimaseniorinnen-protestieren-auf-zuercher-paradeplatz\/","title":{"rendered":"Indigene Frauen und Klimaseniorinnen protestieren auf Z\u00fcrcher Paradeplatz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Greenpeace-AktivistInnen haben heute auf dem Paradeplatz in Z\u00fcrich ein Tipi aufgestellt. Hier protestieren Schweizer Klimaseniorinnen und eine Delegation von f\u00fchrenden indigenen Frauen aus den USA und Kanada gemeinsam gegen das klimasch\u00e4dliche Engagement von Credit Suisse und UBS. Wie wichtig dieser Protest ist, zeigt ein <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/schweizer-banken-am-ende-des-fossilen-zeitalters\/\">Bericht von Greenpeace Schweiz<\/a>: Die beiden Grossbanken haben von 2015 bis 2017 insgesamt 12,3 Milliarden US-Dollar f\u00fcr Unternehmen bereitgestellt, die besonders dreckige, sogenannt extreme fossile Brennstoffe nutzbar machen.<\/strong><\/p>\n<p>Organisiert vom Women\u2019s Earth and Climate Action Network weilt diese Woche eine Delegation indigener Frauen in der Schweiz. Sie repr\u00e4sentieren die \u00abFirst Nations\u00bb der Tsleil Waututh Nation, der Lakota, der Dine\/Navajo, des Standing Rock Sioux Tribe und der United Houma Nation in Louisiana. Sie alle k\u00e4mpfen gegen \u00d6lpipelines von Firmen, die ihr Land und ihr Zugang zu sauberem Wasser bedrohen sowie indigene Rechte und Menschenrechte verletzen. Im Fokus der Frauen aus den USA und aus Kanada stehen insbesondere die Energieunternehmen Energy Transfer Partners (Dakota Access Pipeline und Bayou Bridge Pipeline), Kinder Morgan (Trans Mountain Pipeline) und Enbridge (Pipeline Linie 3).<\/p>\n<p>Diese Unternehmen werden von Credit Suisse und UBS mitfinanziert. Die Forderung der Delegation ist unmissverst\u00e4ndlich: Die beiden Grossbanken m\u00fcssen diese Finanzierungen sofort stoppen. \u00abIndigene V\u00f6lker sind in Gefahr. Wir brauchen die Unterst\u00fctzung von der Schweiz: Die Banken m\u00fcssen Rechenschaft \u00fcber ihre Gesch\u00e4fte mit dreckigen Unternehmen ablegen. Und es braucht ein \u00f6ffentliches Bekenntnis der Banken, k\u00fcnftig auf die Finanzierung solcher Unternehmen zu verzichten\u00bb, sagt Michelle Cook, indigene Menschenrechtsanw\u00e4ltin und Beauftragte der Navajo-Menschenrechtskommission. Tats\u00e4chlich hat bereits eine Reihe von global t\u00e4tigen Banken \u2013 unter anderem BNP Paribas und HSBC \u2013 \u00f6ffentlich angek\u00fcndigt, die Finanzierung von umstrittenen Teersand-Pipeline-Projekten sowie der daf\u00fcr verantwortlichen Unternehmen zu stoppen.<\/p>\n<p>Bei ihrem Kampf f\u00fcr mehr Gerechtigkeit und ein besseres Klima erhielten die indigenen Frauen heute Mittwoch Unterst\u00fctzung von den Klimaseniorinnen, die in der Schweiz mit einer Klage den Bundesrat dazu verpflichten wollen, mehr gegen die Klimaerw\u00e4rmung zu tun. Klimaseniorinnen empfingen die Delegation aus \u00dcbersee in einem Tipi auf dem Paradeplatz, das Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten aufgestellt hatten. \u00abDie Klimaklage von uns Klimaseniorinnen richtet sich gegen den Bundesrat. Genauso m\u00fcssen aber endlich auch die Credit Suisse und die UBS Verantwortung f\u00fcr die Klimapolitik \u00fcbernehmen\u00bb, begr\u00fcndet Klimaseniorin Elisabetta Dregde die Solidarit\u00e4t mit den indigenen Frauen.<\/p>\n<p><strong>Schweizer Banken arbeiten gegen das Pariser Klimaabkommen<\/strong><\/p>\n<p>Der Protest der indigenen Frauen und der Klimaseniorinnen erfolgt am Tag, an dem <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/schweizer-banken-am-ende-des-fossilen-zeitalters\/\">Greenpeace Schweiz und BankTrack in einem neuen Bericht<\/a> [<a href=\"#footnote1\">1<\/a>] aufzeigen, dass die Credit Suisse und die UBS in den Jahren 2015 bis 2017 zusammen 12,3 Milliarden US-Dollar f\u00fcr Unternehmen bereitgestellt haben, die sogenannte extreme fossile Brennstoffe ausbeuten. Dazu z\u00e4hlen Teersand, \u00d6l aus der Arktis sowie der Tiefsee, der Kohlebergbau, Kohlekraftwerke und der Export von verfl\u00fcssigtem Erdgas (LNG) in Nordamerika. Diese Selektion basiert auf einem Bericht des britischen Thinktanks Carbon Tracker Initiative [<a href=\"#footnote2\">2<\/a>].<\/p>\n<p>Auf die Bev\u00f6lkerung der Schweiz im Jahr 2016 heruntergebrochen, entspricht das klimasch\u00e4dliche Engagement der Grossbanken der letzten drei Jahre rund 1470 US-Dollar pro Kopf. Im europ\u00e4ischen Vergleich belegt die Schweiz damit mit Abstand den Spitzenplatz \u2013 gefolgt von Grossbritannien, dessen Banken im gleichen Zeitraum fast 450 US-Dollar pro Einwohnerin und Einwohner aufgewendet haben. Weltweit wird die Schweiz nur noch von Kanada \u00fcbertrumpft \u2013 mit 1960 US-Dollar pro Kopf.<\/p>\n<p>Und der Schweizer Finanzplatz setzt auch k\u00fcnftig auf Unternehmen in der Industrie der dreckigsten fossilen Brennstoffe. So hat die Credit Suisse k\u00fcrzlich zusammen mit anderen Grossbanken durch die Ausgabe von langfristigen Anleihen mit einer Laufzeit bis 2078 neues Kapital f\u00fcr das Unternehmen Enbridge beschafft.<\/p>\n<p>\u00abDie Credit Suisse und die UBS arbeiten gegen das Pariser Klimaabkommen, das die Schweiz ratifiziert hat. Sie spielen mit unserem Klima. Unsere Natur, unsere Umwelt und die betroffenen Menschen m\u00fcssen f\u00fcr die kurzfristige Sicht und Gier der beiden Banken teuer bezahlen. Solange extreme fossile Brennstoffe noch gef\u00f6rdert werden, wachsen die Kohlenstoffblase und die finanziellen Klimarisiken\u00bb, sagt Katya Nikitenko, Finanzexpertin bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n<p>Greenpeace Schweiz fordert die Schweizer Grossbanken auf, bis zur UNO-Klimakonferenz in Katowice im Dezember dieses Jahres klare und zeitgebundene Pl\u00e4ne vorzulegen, wie alle ihre Finanzstr\u00f6me in Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu bringen sind. Sofort zu stoppen sind Finanzierungen von Unternehmen, die Kohle abbauen oder Kohlekraftwerke betreiben, die mit ihren Pipeline-Projekten gegen internationale Abkommen \u00fcber indigene Rechte verstossen und die Teersand nutzbar machen.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bilder<\/strong> der Protestaktion der indigenen Frauen und der Klimaseniorinnen am Z\u00fcrcher Paradeplatz finden Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/shoot\/27MZIFJXTA1WF\">hier<\/a>. <strong>Videomaterial<\/strong> erhalten Sie auf Nachfrage.<\/p>\n<p><strong>\u00abSchweizer Banken am Ende des fossilen Zeitalters\u00bb:<\/strong> Der Bericht von Greenpeace Schweiz und BankTrack kann heruntergeladen werden unter <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/schweizer-banken-am-ende-des-fossilen-zeitalters\/\">https:\/\/www.greenpeace.ch\/publikationen\/schweizer-banken-am-ende-des-fossilen-zeitalters\/<\/a><\/p>\n<p>Weitere Informationen zur <strong>\u00abIndigenous Women\u2019s Delegation To Europe Continues Push For Fossil Fuel Divestment By Major Banks\u00bb<\/strong> finden Sie in der <a href=\"http:\/\/wecaninternational.org\/news\/1892\/press-release_-indigenous-women%E2%80%99s-delegation-to-europe-continues-push-for-fossil-fuel-divestment-by-major-banks\">Medienmitteilung des Women\u2019s Earth and Climate Action Network (WECAN)<\/a>.<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Veranstaltung:<\/strong> Am Donnerstag, 26. April 2018 berichten die indigenen Frauen aus erster Hand von ihrem Kampf gegen die \u00fcberm\u00e4chtigen Energieunternehmen. Weitere Informationen und Anmeldung: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/greenpeace-informiert-aus-erster-hand\">www.greenpeace.ch\/greenpeace-informiert-aus-erster-hand<\/a><\/p>\n<p><strong>Kontakte:<\/strong><br \/>\n&#8211; <strong>Katya Nikitenko,<\/strong> Autorin von \u00abSchweizer Banken am Ende des fossilen Zeitalters\u00bb und Finanzexpertin Greenpeace Schweiz, +41 79 937 63 83, <a href=\"mailto:katya.nikitenko@greenpeace.org\">katya.nikitenko@greenpeace.org<\/a> (auf Englisch)<br \/>\n&#8211; <strong>Osprey Orielle Lake,<\/strong> Gr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsleiterin des Women&#8217;s Earth and Climate Action Network (WECAN) International, +1 415 722 2104<br \/>\n&#8211; <strong>Medienstelle Greenpeace Schweiz,<\/strong> +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/p>\n<p><a name=\"footnote1\"><\/a><br \/>\n[1] Die Erkenntnisse und Analysen des Berichts \u00abSchweizer Banken am Ende des fossilen Zeitalters\u00bb beruhen auf folgenden Quellen:<br \/>\n&#8211; <strong>Banking on Climate Change: Fossil Fuel Finance Report Card 2018<\/strong> von Rainforest Action Network, BankTrack, das Indigenous Environmental Network, Oil Change International und der Sierra Club und unterst\u00fctzt durch Greenpeace. Der Bericht enth\u00e4lt Ranglisten zur Gesamtfinanzierung (Kreditvergabe und Underwriting) von 36 globalen Banken an die 30 f\u00fchrenden Unternehmen in sechs Teilsektoren f\u00fcr fossile Brennstoffe (plus sechs Teersand-Pipeline-Unternehmen) im Zeitraum 2015 bis 2017. Die Banken wurden u.a. auf der Grundlage der Gr\u00f6sse ihres kommerziellen und Investmentbankgesch\u00e4fts sowie des Umfangs ihrer finanziellen Beziehungen zu Kohle- und extremen \u00d6l- und Gasunternehmen einbezogen. Die Unternehmen mit extremen fossilen Brennstoffen wurden ausgew\u00e4hlt, weil sie in Bezug auf die Reserven, die zurechenbare Kapazit\u00e4t, die j\u00e4hrliche Produktion oder die Nutzung der Erzeugungskapazit\u00e4t in jedem der im Bericht behandelten extremen fossilen Brennstoffe f\u00fchrend sind. Auch der gesamte Kohlesektor wird wegen seiner Unvereinbarkeit mit der Klimastabilit\u00e4t und den gravierenden Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Menschenrechte einbezogen. <a href=\"https:\/\/www.ran.org\/bankingonclimatechange2018\">https:\/\/www.ran.org\/bankingonclimatechange2018<\/a><a name=\"footnote1\"><\/a><br \/>\n&#8211; <strong>Banks vs. The Paris Agreement: Who&#8217;s still financing coal plant development?<\/strong> Bericht und Forschung abgefasst und durchgef\u00fchrt von BankTrack, Urgewald, Friends of the Earth France, Re:Common und Rainforest Action Network. Untersucht wurden die Banken, welche die laut Urgewald wichtigsten 120 Bautr\u00e4ger von Kohlekraftwerken finanzieren. <a href=\"https:\/\/www.banktrack.org\/coaldevelopers\/\">https:\/\/www.banktrack.org\/coaldevelopers\/<\/a><a name=\"footnote1\"><\/a><br \/>\n&#8211; <strong>Greenpeace-Forschung<\/strong> zur Kreditfinanzierung f\u00fcr umstrittene Teersand-Pipeline-Unternehmen durch Credit Suisse und UBS, basierend auf Daten von Bloomberg Finance L.P.<\/p>\n<p><a name=\"footnote2\"><\/a>[2] Extreme fossile Brennstoffe beziehen sich auf nicht-konventionelle Kohlenwasserstoffe, wie extremes \u00d6l (Teersand, arktisches und Tiefsee-\u00d6l), verfl\u00fcssigtes Erdgas (LNG), Kohleabbau und Kohlekraftwerke. Diese Auswahl an fossilen Brennstoffen basiert auf den Berichten der Carbon Tracker Initiative, die \u00d6l- und Gasprojekte mit dem h\u00f6chsten finanziellen Risiko identifizierte, wenn es gelingen soll, die Klimaerw\u00e4rmung deutlich unter 2-Grad zu halten. Auch der gesamte Kohlesektor wird wegen seiner Unvereinbarkeit mit der Klimastabilit\u00e4t und den gravierenden Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Menschenrechte einbezogen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-AktivistInnen haben heute auf dem Paradeplatz in Z\u00fcrich ein Tipi aufgestellt. Hier protestieren Schweizer Klimaseniorinnen und eine Delegation von f\u00fchrenden indigenen Frauen aus den USA und Kanada gemeinsam gegen das klimasch\u00e4dliche Engagement von Credit Suisse und UBS. Wie wichtig dieser Protest ist, zeigt ein Bericht von Greenpeace Schweiz: Die beiden Grossbanken haben von 2015 bis 2017 insgesamt 12,3 Milliarden US-Dollar f\u00fcr Unternehmen bereitgestellt, die besonders dreckige, sogenannt extreme fossile Brennstoffe nutzbar machen.<\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7989","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7989","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7989"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7989\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7989"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7989"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}