{"id":8001,"date":"2018-05-23T00:00:00","date_gmt":"2018-05-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/8001\/nachhaltigkeit-schweizer-staedte-beruecksichtigen-oekologischen-fussabdruck-der-ernaehrung-zu-wenig\/"},"modified":"2019-10-10T12:39:49","modified_gmt":"2019-10-10T10:39:49","slug":"nachhaltigkeit-schweizer-staedte-beruecksichtigen-oekologischen-fussabdruck-der-ernaehrung-zu-wenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/8001\/nachhaltigkeit-schweizer-staedte-beruecksichtigen-oekologischen-fussabdruck-der-ernaehrung-zu-wenig\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit: Schweizer St\u00e4dte ber\u00fccksichtigen \u00f6kologischen Fussabdruck der Ern\u00e4hrung zu wenig"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Greenpeace Schweiz hat die Ern\u00e4hrungsrichtlinien der zehn gr\u00f6ssten Schweizer St\u00e4dte analysiert. <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/3895\/nachhaltigkeit-das-essen-nicht-vergessen\/\">Die Untersuchung zeigt<\/a>: Obwohl tierische Produkte in der Schweiz weit \u00fcberproportional f\u00fcr die ern\u00e4hrungsbedingten Umweltsch\u00e4den verantwortlich sind, wird deren Einsatz bei der Zubereitung von Mahlzeiten in Betrieben wie Personalrestaurants, Bildungsst\u00e4tten oder sozialen Einrichtungen kaum thematisiert. Einzig Bern verf\u00fcgt diesbez\u00fcglich \u00fcber vorbildliche Richtlinien, die jedoch nur f\u00fcr familienerga\u0308nzende Betreuungseinrichtungen gelten.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Ern\u00e4hrung in der Schweiz schadet der Umwelt und dem Klima \u2013 und zwar so stark wie kein anderer Konsumbereich: Knapp ein Drittel aller Umweltbelastungen, die durch den Konsum der Schweizer Bev\u00f6lkerung in der Schweiz selbst und im Ausland entstehen, entf\u00e4llt auf die Bereitstellung von Nahrungsmitteln&nbsp;[<a href=\"#Fussnote_Nahrungsmittel\">1<\/a>]. Ein Grund f\u00fcr die hohe Belastung: Auf den Tellern landen zu viele Fleisch- und Milchprodukte. Bei den Treibhausgasen wird gesch\u00e4tzt, dass tierische Nahrungsmittel global f\u00fcr rund 60 Prozent der erna\u0308hrungsbedingten Emissionen verantwortlich sind&nbsp;[<a href=\"#Fussnote_Emissionen\">2<\/a>]. Will die Schweiz die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreichen, muss deshalb auch der Konsum von Fleisch- und Milchprodukten deutlich reduziert werden.<\/p>\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n\n<p>Vor diesem Hintergrund hat Greenpeace Schweiz die Ern\u00e4hrungsrichtlinien der zehn gr\u00f6ssten Schweizer St\u00e4dte (Z\u00fcrich, Genf, Basel, Bern, Lausanne, Winterthur, Luzern, St. Gallen, Lugano, Biel) untersucht. Mit ihrer Beschaffungspolitik sowie ihren Ern\u00e4hrungs- und Qualit\u00e4tsrichtlinien f\u00fcr ihre Betriebe k\u00f6nnen die St\u00e4dte massgeblich Einfluss darauf nehmen, welche Nahrungsmittel zum Einsatz kommen. Ebenso haben sie es mit ihrer Informationspolitik in der Hand, die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die \u00f6kologischen Auswirkungen der Nahrungsmittelproduktion aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n\n<p>Der Greenpeace-Check zeigt klar, dass die untersuchten St\u00e4dte noch viel zu tun haben. \u00abFast alle St\u00e4dte befassen sich im Allgemeinen stark mit dem Thema Nachhaltigkeit. Fast alle vernachl\u00e4ssigen dabei aber das Thema Ern\u00e4hrung\u00bb, sagt Philippe Schenkel, Leiter der Landwirtschaftskampagne bei Greenpeace Schweiz. Einzig Bern sticht durch die vorbildlichen Ern\u00e4hrungsrichtlinien auf Stufe Kinderbetreuung heraus, keine andere Stadt ist \u00e4hnlich konsequent. Die Richtlinien gelten aber nur f\u00fcr familienerg\u00e4nzende Betreuungseinrichtungen. \u00abDie Diskrepanz zwischen den Ern\u00e4hrungsrichtlinien f\u00fcr Betreuungseinrichtungen und jenen f\u00fcr andere Bereiche wie Personalrestaurants und Heime ist grunds\u00e4tzlich gross\u00bb, sagt Schenkel. Ausnahme ist Lausanne: Als einzige der untersuchten St\u00e4dte wendet sie die Ern\u00e4hrungsrichtlinien f\u00fcr die Betreuung auch auf das eigene Personal an.<\/p>\n\n<p>Greenpeace Schweiz fordert von den Schweizer St\u00e4dten die Ausarbeitung ambitionierter Erna\u0308hrungs- und Qualita\u0308tsrichtlinien sowie die rasche Einf\u00fchrung einer darauf beruhenden nachhaltigen Beschaffungspolitik. Wenn die Erhitzung des Klimas deutlich unter 2 und m\u00f6glichst unter 1.5 Grad gehalten werden soll, wozu sich die Schweiz verpflichtet hat, muss der Reduktion tierischer Produkte besondere Bedeutung geschenkt werden. Die Richtlinien und die Beschaffungspolitik sollen verbindlich sein f\u00fcr alle st\u00e4dtischen Personalrestaurants, Bildungsst\u00e4tten, sozialen und medizinischen Einrichtungen und familienerga\u0308nzenden Betreuungsangebote sowie f\u00fcr Institutionen und Organisationen, mit welchen die St\u00e4dte eine Leistungsvereinbarung unterzeichnet haben.<\/p>\n\n<p>Weitere Informationen finden Sie im Bericht <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/3895\/nachhaltigkeit-das-essen-nicht-vergessen\/\">\u00abNachhaltigkeit: Das Essen nicht vergessen! Eine Analyse der Ern\u00e4hrungsrichtlinien der zehn gr\u00f6ssten Schweizer St\u00e4dte\u00bb<\/a>.<\/p>\n\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Philippe Schenkel, Leiter Landwirtschaftskampagne Greenpeace Schweiz,<br>\n+41 78 790 52 84, <a href=\"mailto:philippe.schenkel@greenpeace.org\">philippe.schenkel@greenpeace.org<\/a><\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/li><\/ul>\n\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a name=\"Fussnote_Nahrungsmittel\"><\/a>[1] Jungbluth, N., et al. (2011). Gesamt-Umweltbelastung durch Konsum und Produktion der Schweiz. Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU), Bern.<\/li><li><a name=\"Fussnote_Emissionen\"><\/a>[2] IPCC 2014: Smith, P., et al. (2014). Agriculture, Forestry and Other Land Use (AFOLU). In: Climate Change 2014: Mitigation of Climate Change. Contribution of Working Group III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Edenhofer, O., et al. (eds.)]. Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Schweiz hat die Ern\u00e4hrungsrichtlinien der zehn gr\u00f6ssten Schweizer St\u00e4dte analysiert. Die Untersuchung zeigt: Obwohl tierische Produkte in der Schweiz weit \u00fcberproportional f\u00fcr die ern\u00e4hrungsbedingten Umweltsch\u00e4den verantwortlich sind, wird deren Einsatz bei der Zubereitung von Mahlzeiten in Betrieben wie Personalrestaurants, Bildungsst\u00e4tten oder sozialen Einrichtungen kaum thematisiert. 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