{"id":8046,"date":"2018-10-08T00:00:00","date_gmt":"2018-10-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/8046\/1-5-grad-noch-erreichbar-jetzt-muss-sich-die-schweiz-sputen\/"},"modified":"2019-05-30T08:23:16","modified_gmt":"2019-05-30T06:23:16","slug":"1-5-grad-noch-erreichbar-jetzt-muss-sich-die-schweiz-sputen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/8046\/1-5-grad-noch-erreichbar-jetzt-muss-sich-die-schweiz-sputen\/","title":{"rendered":"1.5 Grad noch erreichbar: Jetzt muss sich die Schweiz sputen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Sonderbericht des Weltklimarats IPCC macht deutlich: Noch ist es m\u00f6glich ein Klimachaos zu verhindern, doch dazu m\u00fcssen wir jetzt grosse Schritte vorw\u00e4rts machen. Diese Botschaft muss ein Weckruf f\u00fcr die Schweizer Klimapolitik sein. Denn das Land ist weit davon entfernt, die Pariser Klimaziele zu erreichen. Wenn Bundesrat und Parlament mit zus\u00e4tzlichen Klimaschutzmassnahmen weiter zuwarten, handeln sie unverantwortlich und nehmen untragbare Folgen in Kauf.<\/strong><\/p>\n<p>Will die Staatengemeinschaft die im Pariser Klimaabkommen festgesetzte Begrenzung der globalen Erderhitzung auf 1.5 Grad erreichen und damit ein Klimachaos verhindern, m\u00fcssen nun alle Verantwortung \u00fcbernehmen. Das ist der dringende Aufruf des Sonderberichts des Weltklimarats Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der heute ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>\u00abDiese Botschaft des Weltklimarats muss auch die Schweiz aufwecken\u00bb, sagt Alex Hauri, Kampagnenleiter von Greenpeace Schweiz. \u00abWeigern sich Bundesrat und Parlament weiterhin, zus\u00e4tzliche Klimaschutzmassnahmen zu ergreifen, handeln deren Mitglieder unverantwortlich. Die Konsequenzen der aktuellen Weiter-wie-bisher-Politik werden unsere Kinder und Kindeskinder tragen m\u00fcssen. Die Klimaerhitzung ist Tatsache. Unsere Gesundheit, unsere Natur, unsere Berge und Gletscher, unsere Wirtschaft leiden unter den Auswirkungen. Weiter zuwarten wird gef\u00e4hrlich, das macht der Report klar.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Wegweisende Totalrevision des CO2-Gesetzes <\/strong><\/p>\n<p>Der IPCC-Report zeigt, dass die Treibhausgasemissionen weltweit bis Mitte dieses Jahrhunderts auf netto Null gesenkt werden m\u00fcssen. Das Schweizer Parlament ist nun im Rahmen der Totalrevision des CO2-Gesetzes dazu aufgerufen, zus\u00e4tzliche Massnahmen f\u00fcr die Erreichung dieses globalen Ziels zu beschliessen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das in Paris verabschiedete Ziel, die Erderhitzung auf deutlich unter 2 Grad und m\u00f6glichst 1.5 Grad zu beschr\u00e4nken, ist zwingend im Gesetz festzuhalten.<\/li>\n<li>Die Inlandemissionen m\u00fcssen bis 2030 um mindestens 50 Prozent reduziert werden. Daf\u00fcr ist die Reduktion der CO2-Emissionen von heute 2 Prozent auf 4 Prozent pro Jahr zu steigern. Eine Reduktion um lediglich 1 Prozent pro Jahr, wie vom Bundesrat vorgeschlagen, ist ungen\u00fcgend.<\/li>\n<li>Die CO2-Emissionen des Verkehrs m\u00fcssen endlich deutlich gesenkt werden: Die Schweiz weist aktuell im Vergleich zu den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern eine der allerschlechtesten Automobilflotten auf. Zudem sind Schweizerinnen und Schweizer Vielflieger, weil der Flugverkehr in der Schweiz steuerlich verg\u00fcnstigt statt klimapolitisch geregelt wird. Hier muss korrigierend eingegriffen werden.<\/li>\n<li>F\u00fcr den Finanzplatz Schweiz braucht es Regeln f\u00fcr den Ausstieg aus der Finanzierung von fossiler Energie. Schweizer Finanzakteure verursachen weltweit mehr als 20 Mal so viele Treibhausgasemissionen wie die Haushalte und Unternehmen in der Schweiz zusammen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kein Aufschub zus\u00e4tzlicher Massnahmen durch negative Emissionen<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDass der Weltklimarat mit negativen Emissionen rechnet, darf nicht zum falschen Schluss verleiten, dass zus\u00e4tzliche Massnahmen weiterhin aufgeschoben werden d\u00fcrfen\u00bb, sagt Hauri.\u00a0Die schnelle Reduktion von Emissionen in allen Lebensbereichen und der Schutz der heute vorhandenen Kohlenstoffspeicher \u2013 W\u00e4lder, B\u00f6den und Ozeane \u2013 ist auf jeden Fall kosteng\u00fcnstiger und sicherer als weiter abzuwarten.<\/p>\n<p>Da die Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosph\u00e4re dennoch notwendig sein wird, muss die Finanzierung solcher Massnahmen heute aufgegleist werden. \u00abDurch eine vorgezogene Entfernungs- und Entsorgungsgeb\u00fchr auf aktuelle Treibhausgasemissionen sollen die Entfernung von CO2 aus der Atmosph\u00e4re und deren dauerhafte Entsorgung im Untergrund verursachergerecht vorfinanziert werden\u00bb, sagt Hauri.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/international\/press-release\/18839\/ipcc-report-points-to-stark-choices-ahead-but-reason-for-hope-and-action-greenpeace\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Medienmitteilung von Greenpeace International vom 8. Oktober 2018<\/a> (in Englisch)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5b081015-5b081015-dt.-version-final_key-take-aways-ipcc.pdf\">Haupterkenntnisse aus dem IPCC-Sonderbericht zum 1,5 Grad-Klimaziel (SPM 1.5)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Kontakte: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Alex Hauri, Kampagnenleiter bei Greenpeace Schweiz, +41 76 399 60 61, <a href=\"mailto:alex.hauri@greenpeace.org\">alex.hauri@greenpeace.org <\/a><\/li>\n<li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><strong>Einladung f\u00fcr \u00abMarche climat 2018\u00bb in Genf<\/strong><\/p>\n<p>Diesen Samstag, 13. Oktober 2018 findet in Genf der \u00abMarche climat 2018\u00bb statt. Die bewilligte Demonstration wird von rund zwanzig zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter Greenpeace Schweiz, mit Unterst\u00fctzung der Klima-Allianz Schweiz organisiert. Mit der Kundgebung fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Schweizer Klimapolitik, die sich an den Zielen des Pariser Abkommens orientiert. Der \u00abMarche climat 2018\u00bb startet um 13:30 Uhr beim Square de Chantepoulet in der N\u00e4he des Hauptbahnhofs in Genf. <a href=\"http:\/\/marcheclimat.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weiter Informationen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sonderbericht des Weltklimarats IPCC macht deutlich: Noch ist es m\u00f6glich ein Klimachaos zu verhindern, doch dazu m\u00fcssen wir jetzt grosse Schritte vorw\u00e4rts machen. Diese Botschaft muss ein Weckruf f\u00fcr die Schweizer Klimapolitik sein. Denn das Land ist weit davon entfernt, die Pariser Klimaziele zu erreichen. 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